Rundfunkbeitrag 2020: Wie hoch sind die Rundfunkgebühren?

  • Die allgemeinen GEZ-Gebühren sind seit 2013 als Rundfunkgebühren bekannt.
  • Durch die Beiträge wird die große Senderfamilie von ARD, ZDF und Deutschlandradio finanziert.
  • Wie hoch die Beiträge aktuell sind, wann und warum Sie zahlen müssen und wann die nächste Erhöhung des Rundfunkbeitrags ansteht, erfahren Sie hier.
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Rundfunkbeitrag statt GEZ-Gebühren: Seitdem die Kosten für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkgesellschaften in Deutschland 2013 neu organisiert worden sind, hat sich der Beitrag nicht verändert, auch 2020 ist er noch aktuell. Durch die Beiträge wird die große Senderfamilie von ARD, ZDF und Deutschlandradio finanziert.

Wie hoch ist der Rundfunkbeitrag aktuell, wer ist gebührenpflichtig, wann steht die nächste Erhöhung an und wie kann man sich von den Beiträgen befreien lassen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Rundfunkbeitrag im Überblick.

Rundfunkbeitrag 2021: Erhöhung im kommenden Jahr

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Der Rundfunkbeitrag wird zukünftig teurer werden. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten aller Bundesländer am 17. Juni 2020 geeinigt. Die Empfehlung der Beitragserhöhung stammt von der zuständigen Finanzkommission. Nötig sind nun nur noch die Zustimmung der Landtage, dann könnte die Erhöhung mit Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten.

Statt der bisherigen 17,50 Euro werden dann 18,36 Euro fällig, also 86 Cent mehr. Es wäre die erste Beitragserhöhung seit 2009. Kritik an der Erhöhung gab es unter anderem von der Union.

Aus Sicht der Sender sei eine Erhöhung der GEZ-Beiträge vor allem deshalb notwendig, weil diese sonst in finanzielle Nöte kämen. Aktuell ist der Beitrag nur deshalb noch nicht gestiegen, weil die Kef (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) den Beitrag aus Rücklagen um 85 Cent je Haushalt aufstockt.

Rundfunkbeitrag 2020: Wie hoch ist die GEZ-Gebühr aktuell?

  • Derzeit beläuft sich der Rundfunkbeitrag auf 17,50 Euro im Monat und pro Haushalt.
  • Gezahlt werden im Normalfall pro Quartal 52,50 Euro. Alternativ ist die Zahlung auch im Voraus für ein Halbjahr oder ein ganzes Jahr möglich. Die Kosten belaufen sich dann auf 105 Euro (halbjährlich) beziehungsweise 210 Euro (jährlich).

GEZ monatlich zahlen: Geht das?

Eine monatliche Zahlung der Rundfunkgebühren ist nicht vorgesehen. Wer dies dennoch tun möchte, kann den derzeitigen Beitrag von 17,50 Euro zwar monatlich per Überweisung entrichten, riskiert dann aber einen Rückstand. Denn zur eigentlichen Zahlungsfrist zur Mitte eines Quartals wären statt der üblichen 52,50 Euro erst 35 Euro gezahlt. Theoretisch könnte ein solcher Rückstand abgemahnt werden, die Wahrscheinlichkeit ist aber gering.

Wann ist der Rundfunkbeitrag fällig?

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Die Zahlungsfrist für den Rundfunkbeitrag liegt bei vier Wochen. Wird der rückständige Betrag nicht gezahlt, verschickt der Beitragsservice einen Festsetzungsbescheid. Mit diesem wird automatisch ein Säumniszuschlag von einem Prozent fällig, mindestens aber 8 Euro. Wer Zahlungen nicht verpassen möchte, kann sich für das SEPA-Lastschriftverfahren entscheiden. Zu einer vorherigen Zahlungserinnerung ist der Beitragsservice nicht verpflichtet.

GEZ nicht zahlen: Was passiert, wenn man die Anschreiben des Beitragsservices ignoriert?

Wer noch keine Rundfunkgebühren zahlt, erhält in der Regel ein Schreiben der Rundfunkanstalten. Zunächst handelt es sich dabei meist um eine reine Datenabfrage, um zu ermitteln, ob die jeweilige Person bereits gemeldet ist. Wer dieses und ähnliche Schreiben ignoriert, erhält einen sogenannten Beitragsbescheid. In diesem steht die genaue Höhe des zu zahlenden Rundfunkbeitrags, zudem handelt es sich hierbei um eine konkrete Zahlungsaufforderung.

Wer nun keinen Widerspruch einlegt oder weiterhin nicht reagiert, muss nach spätestens einem Monat damit rechnen, dass die Rundfunkanstalten ihre Forderung aktiv eintreiben – denn ab diesem Zeitpunkt ist der Bescheid “bestandskräftig”. Die Anstalten sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Beitrage einzufordern. Daher werden bei Bedarf auch Mittel wie Lohnpfändung, Gerichtsvollzieher und Zwangsvollstreckungen genutzt.

Wer die Forderungen sechs Monate oder länger ignoriert, begeht laut Rundfunkbeitragsstaatsvertrag eine Ordnungswidrigkeit, die theoretisch mit einem Bußgeld belegt werden kann. Dieser Fall tritt allerdings nur sehr selten ein, normalerweise sehen die Landesrundfunkanstalten davon ab.

Befreiung vom Rundfunkbeitrag: Lassen sich Gebühren verringern oder ganz umgehen?

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Um die Zahlung des Rundfunkbeitrags zu umgehen, vermeiden einige das Melden ihres aktuellen Wohnsitzes beim Einwohnermeldeamt. Auch hier begehen Bürger eine Ordnungswidrigkeit, denn in Deutschland gibt es eine Meldepflicht. Bei Verstößen drohen Bußgelder, rückständige Rundfunkbeiträge werden ebenfalls fällig.

Unter Umständen besteht jedoch die Möglichkeit, eine Befreiung von den Rundfunkgebühren bei den Anstalten zu beantragen. Das ist etwa dann der Fall, wenn eine der folgenden Sozialleistungen empfangen wird:

  • Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld
  • Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII sowie nach dem Bundesversorgungsgesetz
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Blindenhilfe
  • Pflegegeld nach landesgesetzlichen Vorschriften
  • Pflegezulagen nach dem Lastenausgleichsgesetz
  • Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII oder Hilfe zur Pflege als Leistung der Kriegsopferfürsorge nach dem BVG

Auch folgende Personengruppen haben die Möglichkeit, sich befreien zu lassen:

  • Personen, denen wegen Pflegebedürftigkeit ein Freibetrag zuerkannt wird
  • Volljährige, die im Rahmen einer Leistungsgewährung in einer stationären Einrichtung leben

Gegebenenfalls ist außerdem die Beantragung eines Härtefalls möglich, zum Beispiel dann, wenn Sie auf Sozialleistungen verzichten, auf die Sie einen Anspruch haben, oder wenn Sie keine der genannten Sozialleistungen erhalten, weil Ihre Einkünfte die Bedarfsgrenze überschreiten. Mehr dazu finden Sie auf der offiziellen Website des Beitragsservices.

Rundfunkbeitrag für Studenten, Auszubildende und Schüler: Befreiung von Gebühren möglich

Wer Bafög oder eine Berufsausbildungsbeihilfe erhält, kann sich von der Rundfunkbeitragspflicht befreien lassen. Wer als Schüler, Student oder Azubi noch zu Hause wohnt, muss ebenfalls nicht zahlen – hier übernimmt der Elternhaushalt.

Was ist der Rundfunkbeitrag?

Der Rundfunkbeitrag ist das seit 2013 etablierte Modell zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland. Der Hauptunterschied zu den ehemaligen GEZ-Gebühren liegt darin, dass früher nur derjenige bezahlen musste, der einen Fernseher oder ein Radio besaß. Heute muss jeder Haushalt (eine Wohnung) den neuen Rundfunkbeitrag entrichten. Dabei ist es egal, ob Radio, Fernseher oder Computer tatsächlich vorhanden sind, und auch die Personenanzahl innerhalb des Haushalts spielt keine Rolle.

Eine Wohnung definieren die Rundfunkanstalten folgendermaßen:

  • eine ortsfeste, baulich abgeschlossene Einheit, die zum Wohnen oder Schlafen geeignet ist oder genutzt wird, einen eigenen Eingang hat und nicht ausschließlich über eine andere Wohnung begehbar ist. Beitragsfrei sind Zimmer oder Wohnungen in Gemeinschaftsunterkünften wie Internaten oder Kasernen.

RND/do

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