Dreieck der Geldanlagen: Diese Regeln helfen beim Sparen

  • Einige Geldanlagen können eine effektive Möglichkeit zum Sparen sein.
  • Das Dreieck der Geldanlagen kann bei möglichen Investitionen helfen.
  • Dabei ist auf die Nachteile, die Verfügbarkeit und die Rendite zu achten.
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Hannover. Als sicher gelten Produkte, die unter die gesetzliche Einlagensicherung oder eine als gleichwertig anerkannte Institutssicherung fallen. Dazu zählen Einlagen auf Spar-, Tages- oder Festgeldzinskonten, wie Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken sagt.

Dreieck der Geldanlagen: Der Nachteil

"Die Niedrig-, wenn nicht gar Nullzinsen, führen dazu, dass sich das Geld quasi nicht vermehrt." Anleihen beinhalten grundsätzlich das Emittentenrisiko, also das Risiko eines Totalverlustes, sollte der Herausgeber insolvent werden. Generell gilt das für Staatsanleihen, aber ebenso für die Anleihen von Unternehmen oder Kreditinstituten."Bei Letzteren sollte daher geprüft werden, ob für die konkrete Anleihe eine private Einlagensicherung oder eine Institutssicherung besteht", rät Scherfling.

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Dreieck der Geldanlagen: Die Verfügbarkeit

"Über ein Tagesgeldkonto kann täglich verfügt werden", sagt Beller. Allerdings gibt es auch hier zurzeit nur eine minimale Verzinsung. Aktien, Anleihen und Fondsanteile können in der Regel täglich veräußert werden, allerdings nur zu dem aktuellen Kurs. "Dies kann problematisch sein, wenn man als Anleger sein Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt und die Kurse gerade stark schwanken", sagt Beller. Spielen Sicherheit und Verfügbarkeit gleichermaßen eine Rolle, können inländische Geldmarktfonds die passende Wahl sein. Darauf weist Dirk Ulbricht vom Institut für Finanzdienstleistungen (IFF) hin. Ausländische Geldmarktfonds bieten nur geringe Zusatzzinsen. "Auch das gute alte Sparbuch mit der gesetzlichen Kündigungsfrist kann eine Option sein", sagt Scherfling. Pro Monat kann man nur 2000 Euro abheben, größere Beträge muss man vorher ankündigen.

Dreieck der Geldanlagen: Die Rendite

Klar muss sein: "Hohe Renditechancen ohne Risiken gibt es nicht", betont Ulbricht. Das bedeutet: Der Anleger muss bereit sein, gegebenenfalls auch Verluste in Kauf zu nehmen. Ulbricht empfiehlt Durchschnittsanlegern breit gestreute Indexfonds. Sie sind eine Option, wenn es einem auf eine möglichst hohe Rendite ankommt. Börsengehandelte Indexfonds, also ETFs (Exchange Traded Funds), sind im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds oft kostengünstiger.

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Das sollten Sie über Geldanlagen wissen

Das sagt unsere Expertin Karin Baur (Redakteurin der Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest und Expertin für Geldanlage): „Sowohl die aktiv gemanagten Fonds als auch die börsengehandelten Fonds unterliegen der gleichen Aufsicht und den gleichen Gesetzen. Bei ETF (die Abkürzung steht für Exchange Traded Funds, das sind passiv gemanagte Indexfonds, die etwa den Dax nachbauen) kommen an manchen Stellen noch weitere Pflichten hinzu. Im Allgemeinen lässt sich aber sagen: Aktive Fonds und ETF dürfen das Gleiche machen. Deswegen halten wir den einen Typ nicht für sicherer als den anderen. ETF haben meist niedrigere Kosten und können von jedem Anleger wie Aktien gekauft werden. Ihre Indexanbindung wird transparent dargestellt. Außerdem machen sie meist weniger Arbeit. Aktive Fonds sollten nach ganz konkreten Ideen, Zielen und Wünschen, die über ein gutes Rendite-Risiko-Profil hinausgehen, ausgewählt werden. Egal, ob wir über aktive Fonds oder ETF sprechen: Bei beiden sind die Marktrisiken die wichtigsten Chancen und Risiken, also die Entwicklungen der Aktien und Anleihen, auf die die Fonds setzen. Bei aktiven Fonds kommt hinzu, dass man das Risiko falscher Managerentscheidungen trägt. Bei ETF sollte bedacht werden, dass man sich wegen der sekündlichen Handelbarkeit vielleicht zu übermäßigem Handel hinreißen lässt. Gerade wenn es crasht, ist Stillhalten oft eine gute Option.“.
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Von RND/Sabine Meuter