Diese Geld-Anlagen lohnen sich (nicht)

Das sagt unsere Expertin Karin Baur (Redakteurin der Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest und Expertin für Geldanlage): „Sowohl die aktiv gemanagten Fonds als auch die börsengehandelten Fonds unterliegen der gleichen Aufsicht und den gleichen Gesetzen. Bei ETF (die Abkürzung steht für Exchange Traded Funds, das sind passiv gemanagte Indexfonds, die etwa den Dax nachbauen) kommen an manchen Stellen noch weitere Pflichten hinzu. Im Allgemeinen lässt sich aber sagen: Aktive Fonds und ETF dürfen das Gleiche machen. Deswegen halten wir den einen Typ nicht für sicherer als den anderen. ETF haben meist niedrigere Kosten und können von jedem Anleger wie Aktien gekauft werden. Ihre Indexanbindung wird transparent dargestellt. Außerdem machen sie meist weniger Arbeit. Aktive Fonds sollten nach ganz konkreten Ideen, Zielen und Wünschen, die über ein gutes Rendite-Risiko-Profil hinausgehen, ausgewählt werden. Egal, ob wir über aktive Fonds oder ETF sprechen: Bei beiden sind die Marktrisiken die wichtigsten Chancen und Risiken, also die Entwicklungen der Aktien und Anleihen, auf die die Fonds setzen. Bei aktiven Fonds kommt hinzu, dass man das Risiko falscher Managerentscheidungen trägt. Bei ETF sollte bedacht werden, dass man sich wegen der sekündlichen Handelbarkeit vielleicht zu übermäßigem Handel hinreißen lässt. Gerade wenn es crasht, ist Stillhalten oft eine gute Option.“
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Das sagt unsere Expertin Karin Baur (Redakteurin der Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest und Expertin für Geldanlage): „Sowohl die aktiv gemanagten Fonds als auch die börsengehandelten Fonds unterliegen der gleichen Aufsicht und den gleichen Gesetzen. Bei ETF (die Abkürzung steht für Exchange Traded Funds, das sind passiv gemanagte Indexfonds, die etwa den Dax nachbauen) kommen an manchen Stellen noch weitere Pflichten hinzu. Im Allgemeinen lässt sich aber sagen: Aktive Fonds und ETF dürfen das Gleiche machen. Deswegen halten wir den einen Typ nicht für sicherer als den anderen. ETF haben meist niedrigere Kosten und können von jedem Anleger wie Aktien gekauft werden. Ihre Indexanbindung wird transparent dargestellt. Außerdem machen sie meist weniger Arbeit. Aktive Fonds sollten nach ganz konkreten Ideen, Zielen und Wünschen, die über ein gutes Rendite-Risiko-Profil hinausgehen, ausgewählt werden. Egal, ob wir über aktive Fonds oder ETF sprechen: Bei beiden sind die Marktrisiken die wichtigsten Chancen und Risiken, also die Entwicklungen der Aktien und Anleihen, auf die die Fonds setzen. Bei aktiven Fonds kommt hinzu, dass man das Risiko falscher Managerentscheidungen trägt. Bei ETF sollte bedacht werden, dass man sich wegen der sekündlichen Handelbarkeit vielleicht zu übermäßigem Handel hinreißen lässt. Gerade wenn es crasht, ist Stillhalten oft eine gute Option.“

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Das sagt unser Experte Stefan Bielmeier (Chefvolkswirt der DZ Bank und Blogger auf www.bielmeiersblog.dzbank.de): „Bei einem attraktiven Anlagemodell müssen Risiko und Rendite in einem angemessenen Verhältnis stehen. Bis Ende 2017 war dies bei Kryptowährungen der Fall, hier standen enormen Preisschwankungen, dem gängigen Maß für Risiken, bedeutende Kurssteigerungen gegenüber. Seit Anfang dieses Jahres jedoch ist der Kurs der Kryptowährungen tendenziell rückläufig. So hat sich der Kurs von Bitcoin in USD, verglichen mit dem Jahresausgangsniveau, mehr als halbiert. Eine attraktive Anlagealternative sieht anders aus. Ein Engagement in Kryptowährungen ist riskant, im schlimmsten Fall droht der Totalverlust der Investition. Schließlich verfügen Kryptowährungen über keinen intrinsischen Wert. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass Bitcoin und Co. für den alltäglichen Gebrauch einer breiten Masse der Bevölkerung in naher Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werden. Dennoch gibt es zwei potenzielle Investorengruppen, die nicht unbedingt vor Kryptowährungen zurückschrecken müssen: zum einen Menschen, die aufgrund ihrer ideologischen Ausrichtung nach Alternativen zum etablierten Finanzsystem suchen und kein Vertrauen in Zentralbanken oder Finanzinstitute haben. Zum anderen könnten Finanzmarktakteure, die in Kryptowährungen die Zukunft der Finanzwelt sehen und mit weiteren Kurssteigerungen rechnen, in Erwägung ziehen, Kryptowährungen als Beimischung in ihr Portfolio aufzunehmen.“
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Das sagt unser Experte Stefan Bielmeier (Chefvolkswirt der DZ Bank und Blogger auf www.bielmeiersblog.dzbank.de): „Bei einem attraktiven Anlagemodell müssen Risiko und Rendite in einem angemessenen Verhältnis stehen. Bis Ende 2017 war dies bei Kryptowährungen der Fall, hier standen enormen Preisschwankungen, dem gängigen Maß für Risiken, bedeutende Kurssteigerungen gegenüber. Seit Anfang dieses Jahres jedoch ist der Kurs der Kryptowährungen tendenziell rückläufig. So hat sich der Kurs von Bitcoin in USD, verglichen mit dem Jahresausgangsniveau, mehr als halbiert. Eine attraktive Anlagealternative sieht anders aus. Ein Engagement in Kryptowährungen ist riskant, im schlimmsten Fall droht der Totalverlust der Investition. Schließlich verfügen Kryptowährungen über keinen intrinsischen Wert. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass Bitcoin und Co. für den alltäglichen Gebrauch einer breiten Masse der Bevölkerung in naher Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werden. Dennoch gibt es zwei potenzielle Investorengruppen, die nicht unbedingt vor Kryptowährungen zurückschrecken müssen: zum einen Menschen, die aufgrund ihrer ideologischen Ausrichtung nach Alternativen zum etablierten Finanzsystem suchen und kein Vertrauen in Zentralbanken oder Finanzinstitute haben. Zum anderen könnten Finanzmarktakteure, die in Kryptowährungen die Zukunft der Finanzwelt sehen und mit weiteren Kurssteigerungen rechnen, in Erwägung ziehen, Kryptowährungen als Beimischung in ihr Portfolio aufzunehmen.“

Das sagt unsere Expertin Stephanie Heise (Bereichsleiterin Verbraucherfinanzen und Mitglied der Geschäftsleitung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen): „Crowdinvesting oder auch Schwarmfinanzierung bietet die Möglichkeit, über Internetplattformen kleinere Geldbeträge in Start-ups oder Projekte zu investieren. Doch da immer das Risiko des Totalverlusts besteht, ist diese Anlageform nur etwas für Menschen, die Spielgeld übrig haben. Zudem wird aus Verbraucherschutzsicht das Ausfallrisiko nicht immer angemessen honoriert. Die gebotenen Zinsen sind meist nicht so hoch, dass sie Totalverluste aus anderen Investments ausgleichen könnten. Anteile zu kaufen wäre für Anleger vorteilhafter. Das ist aber selten möglich, da aufgrund bestimmter Regelungen im Kleinanlegerschutzgesetz beim Crowdinvesting vorwiegend Nachrangdarlehen genutzt werden. Grundsätzlich sollten Anleger hier breit streuen und ihr Geld lieber auf viele Unternehmen verteilen. Das reduziert das Risiko. Nach Schätzungen nutzen erst etwa 2 Prozent der Anleger Crowdinvesting. Doch das Interesse wächst. Zuletzt lagen Start-ups im Trend, die sich mit Immobilien oder erneuerbaren Energien befassen. Wichtig ist, sich vor jeder Investition über die jeweiligen Geschäftsmodelle und Branchen zu informieren. Allein die Prüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ist nicht aussagekräftig genug. Diese prüft Verkaufsprospekte vor allem auf Vollständigkeit, aber nicht die Tauglichkeit des Geschäftsmodells.“
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Das sagt unsere Expertin Stephanie Heise (Bereichsleiterin Verbraucherfinanzen und Mitglied der Geschäftsleitung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen): „Crowdinvesting oder auch Schwarmfinanzierung bietet die Möglichkeit, über Internetplattformen kleinere Geldbeträge in Start-ups oder Projekte zu investieren. Doch da immer das Risiko des Totalverlusts besteht, ist diese Anlageform nur etwas für Menschen, die Spielgeld übrig haben. Zudem wird aus Verbraucherschutzsicht das Ausfallrisiko nicht immer angemessen honoriert. Die gebotenen Zinsen sind meist nicht so hoch, dass sie Totalverluste aus anderen Investments ausgleichen könnten. Anteile zu kaufen wäre für Anleger vorteilhafter. Das ist aber selten möglich, da aufgrund bestimmter Regelungen im Kleinanlegerschutzgesetz beim Crowdinvesting vorwiegend Nachrangdarlehen genutzt werden. Grundsätzlich sollten Anleger hier breit streuen und ihr Geld lieber auf viele Unternehmen verteilen. Das reduziert das Risiko. Nach Schätzungen nutzen erst etwa 2 Prozent der Anleger Crowdinvesting. Doch das Interesse wächst. Zuletzt lagen Start-ups im Trend, die sich mit Immobilien oder erneuerbaren Energien befassen. Wichtig ist, sich vor jeder Investition über die jeweiligen Geschäftsmodelle und Branchen zu informieren. Allein die Prüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ist nicht aussagekräftig genug. Diese prüft Verkaufsprospekte vor allem auf Vollständigkeit, aber nicht die Tauglichkeit des Geschäftsmodells.“

Das sagt unser Experte Hans-Lothar Merten (Autor von „Schöner Schein – Hinter den Kulissen der Kunstbranche“, Midas-Verlag): „Wer in Kunst investieren will, sollte sich auskennen, denn 20 bis 50 Prozent der angebotenen Objekte sind gefälscht. Der Kunstmarkt ist ein Spekulationsmarkt mit eigenen Gesetzen und Qualitätskriterien. Höhere Renditen werden immer dann erzielt, wenn Sammler in einen Künstler investieren, bevor er ‚heiß‘ gehandelt wird. Im Gegensatz zum Aktienmarkt, wo Insidergeschäfte unter Strafe stehen, darf Insiderwissen auf dem Kunstmarkt zum eigenen Vorteil genutzt werden. So können Sammler, die Einblick in die Ankaufs- und Ausstellungspolitik von Museen haben, ihr Kauf- beziehungsweise Verkaufsverhalten darauf ausrichten. Mit enormem Geldeinsatz haben Finanzjongleure zuletzt dazu beigetragen, dass vor allem die Preise für zeitgenössische Kunst gestiegen sind. Wie auf den Finanzmärkten bauen sie ,Positionen‘ auf, indem sie gezielt in mehrere Künstler investieren, um so deren Preise in die Höhe zu treiben. Geht die Rechnung auf, entledigen sie sich ihrer Kunstobjekte und streichen den Profit ein, um das Spiel erneut zu beginnen. Längst haben sie neue Künstler im Visier. Doch nicht nur Anleger mit viel Geld können Kunst nutzen. Zum Einstieg reichen schon 5000 bis 10 000 Euro. Mit etwas Glück macht man ein Geschäft, etwa beim Kauf von Druckgrafik. Denn während die Originale bedeutender Künstler für Millionenbeträge gehandelt werden, kosten ihre Druckeditionen nur einen Bruchteil – haben aber Wertsteigerungspotenzial.“
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Das sagt unser Experte Hans-Lothar Merten (Autor von „Schöner Schein – Hinter den Kulissen der Kunstbranche“, Midas-Verlag): „Wer in Kunst investieren will, sollte sich auskennen, denn 20 bis 50 Prozent der angebotenen Objekte sind gefälscht. Der Kunstmarkt ist ein Spekulationsmarkt mit eigenen Gesetzen und Qualitätskriterien. Höhere Renditen werden immer dann erzielt, wenn Sammler in einen Künstler investieren, bevor er ‚heiß‘ gehandelt wird. Im Gegensatz zum Aktienmarkt, wo Insidergeschäfte unter Strafe stehen, darf Insiderwissen auf dem Kunstmarkt zum eigenen Vorteil genutzt werden. So können Sammler, die Einblick in die Ankaufs- und Ausstellungspolitik von Museen haben, ihr Kauf- beziehungsweise Verkaufsverhalten darauf ausrichten. Mit enormem Geldeinsatz haben Finanzjongleure zuletzt dazu beigetragen, dass vor allem die Preise für zeitgenössische Kunst gestiegen sind. Wie auf den Finanzmärkten bauen sie ,Positionen‘ auf, indem sie gezielt in mehrere Künstler investieren, um so deren Preise in die Höhe zu treiben. Geht die Rechnung auf, entledigen sie sich ihrer Kunstobjekte und streichen den Profit ein, um das Spiel erneut zu beginnen. Längst haben sie neue Künstler im Visier. Doch nicht nur Anleger mit viel Geld können Kunst nutzen. Zum Einstieg reichen schon 5000 bis 10 000 Euro. Mit etwas Glück macht man ein Geschäft, etwa beim Kauf von Druckgrafik. Denn während die Originale bedeutender Künstler für Millionenbeträge gehandelt werden, kosten ihre Druckeditionen nur einen Bruchteil – haben aber Wertsteigerungspotenzial.“

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