Darauf sollten Sie bei der Hausratversicherung achten

Bei Hausratversicherungen gibt es große Unterschiede. Unser Kolumnist Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des Internetportals Finanztip, erklärt, worauf Sie vor dem Vertragsabschluss achten sollten.

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Hannover. Jeder kennt solche Geschichten: Ausgerechnet im Urlaub fällt die Heizung aus, die Wasserleitung friert ein und am ersten wärmeren Tag platzt die Leitung und setzt die Wohnung samt teurer Parkettböden unter Wasser. Ein Fall für die Hausratversicherung. Denn die zahlt immer dann, wenn das persönliche Hab und Gut durch Feuer, Wasser oder Sturm beschädigt wird. Und auch wenn eingebrochen wird, springt sie ein. Rund 120 000 Einbrüche registrierte die Kriminalpolizei 2017. Wenn der Hausrat einen bestimmten Wert erreicht hat, ist es ratsam, eine Versicherung dafür abzuschließen.

Hausratversicherung: Preisvergleich lohnt sich

Doch nicht jede Hausratversicherung ist gleich. Zum einen gibt es Unterschiede bei der Leistung: Wie sind die Fahrräder und die Gartenmöbel versichert, gehört eine Elementarschadenklausel mit zum Vertrag, sodass die Versicherung auch zahlt, wenn das Regenwasser zur Haustür reinkommt? Noch mehr aber unterscheiden sich die Preise. Mal kostet der Versicherungsschutz 250 Euro, mal gibt es den gleichen Schutz für 100 Euro. Gut zu wissen: Nicht einmal die Hälfte der Beiträge, die die Versicherungskunden zahlen, wird von den Versicherern tatsächlich für Schäden aufgewandt, belegt die Branchenstatistik.

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Kaufbelege für die Hausratversicherung aufbewahren

Bei Vertragsabschluss gilt es, einiges zu beachten: Vergleichen Sie die Leistungen mithilfe eines entsprechenden Portals im Netz. Sie sollten Mindeststandards sicherstellen. Wichtig ist zum Beispiel, dass auch Schäden, die durch grobe Fahrlässigkeit verursacht werden, voll versichert sind.

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Bei Bränden sollten auch Schäden durch Ruß und Schmorschäden versichert sein. Wer eine zu niedrige Versicherungssumme angibt, riskiert, dass Schäden nicht in voller Höhe ersetzt werden. Eine Selbstbeteiligung hingegen senkt den Beitrag für die Versicherung – und kleine Schäden werden Sie nicht finanziell ruinieren.

Wenn Sie dann die passende Versicherung gefunden haben, gilt: Bewahren Sie die Kaufbelege für teure Möbel, Laptops und Ähnliches unbedingt auf. So können Sie im Schadensfall nachweisen, wie viel Geld Sie ausgegeben haben. Auch Fotos von Wertgegenständen können hilfreich sein.

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Von RND/Hermann-Josef Tenhagen