Aktienmarkt: Dax baut Gewinne aus

  • Der Deutsche Aktienindex meldet am Dienstag deutliche Zugewinne.
  • Die Hoffnung der Anleger scheint zu überwiegen, dass die Maßnahmen der chinesischen Regierung gegen das Coronavirus wirksam sein werden.
  • Die Epidemie hatte zuletzt für Unruhen an der Börse gesorgt.
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Frankfurt/Main. Trotz der Verunsicherung durch das neuartige Coronavirus hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag weiter von jüngsten Verlusten erholt.

Der Dax baute seine Anfangsgewinne im weiteren Handelsverlauf aus. Am späten Vormittag notierte das Börsenbarometer 1,11 Prozent höher bei 13.189,40 Zählern. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex wegen der Virus-Ängste mehr als 4 Prozent an Wert eingebüßt. Für den MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten ging es am Dienstag um 0,91 Prozent auf 28.301,18 Zähler nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 1,2 Prozent.

Das Coronavirus greife zwar weiter um sich, am Aktienmarkt steige die Risikobereitschaft aber bereits wieder etwas, hieß es aus dem Handel. Bei den Investoren überwiege derzeit die Hoffnung, dass die Maßnahmen der chinesischen Regierung gegen die Epidemie wirksam sein werden und dass Peking die Wirtschaft verstärkt stütze, sagte Analyst Milan Cutkovic von AxiTrader.

Dabei dürften das Virus und die damit verbundenen Wachstumssorgen die Anleger noch einige Zeit beschäftigen. Chinesische Experten rechnen erst in etwa zwei Wochen mit dem Höhepunkt der Infektionswelle. Bis Dienstag wurden mehr als 20.000 Erkrankungen bestätigt - 3225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425. Es ist der bisher stärkste Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt.

Unter den Einzelwerten standen erneut die Aktien von Bayer mit einem Kursanstieg von 1,8 Prozent im Anlegerfokus. Es gab zuletzt mit Blick auf die Vergleichsverhandlungen zwischen Bayer und den vielen tausend Glyphosat-Klägern in den USA positive Signale.

RND/dpa