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Wer nicht lesen kann, darf hören: Die schönsten Soundbücher für Kinder

  • Auch Kinder vor dem ersten Lesealter sind für Bücher zu begeistern.
  • Sei es durch Vorlesen, Anschauen – oder auch Zuhören.
  • Wir stellen sieben neu erschienene Soundbooks vor, die große und kleine Betrachter nicht nur mit fröhlichen Illustrationen, sondern auch mit zahlreichen Klangeffekten beglücken.
Helene Kilb
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Sie rauschen, rascheln, zwitschern und hupen: Kinderbücher mit Sound, die vom Bauernhof bis zur Kita die unterschiedlichsten Themenwelten nicht nur optisch, sondern auch akustisch erlebbar machen. „Es ist eine ungewohnte Erfahrung, die zu einer Überraschung und einem Aha-Effekt führt“, sagt Prof. Dr. Arved C. Hübler vom Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz. Er hat sich auf das Gebiet der gedruckten Elektronik spezialisiert und bereits 2015 mit dem Fotobuch „T-Book“ eine komplett neue Technologie entwickelt, bei der jede Papierseite gleichzeitig ein Lautsprecher ist. „Die Atmosphäre jedes Bildes wird durch Töne vertieft und erweitert“, sagt Hübler, „gerade für Kinder ist das besonders spannend.“

Die meisten Soundbücher sind ab einem Alter von zwei Jahren empfohlen. Ein Maximalalter gibt es aber nicht – auch Erwachsene haben an diesen Büchern mit Sicherheit ihren Spaß. Denn wer weiß sonst schon so genau, wie sich der Schrei eines Saurolophus einst anhörte?

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Tierbücher mit Sound

Charlie Pop: „Mein erstes Soundbuch: Dinosaurier“. H.F. Ullmann. 2019, 14,99 Euro. © Quelle: Ullmann

Zugegeben: Mein erstes Soundbuch: Dinosaurier ist etwas speziell. Noch ehe die jungstypische Dinosaurierphase mit entsprechenden Tapeten, Bettwäsche oder Schulranzen ihren Höhepunkt erreicht, dürfen sich die Kleinen den Urzeittieren mit diesem Soundbilderbuch nähern. Dicke Pappe garantiert, dass das Buch weder tollpatschigen Händen noch einem trotzphasenbedingten Wutausbruch zum Opfer fällt. Jede Doppelseite zeigt eine Epoche der Erdgeschichte und die damals vorkommenden Dinosaurier bis heute, da man ihre Fossilien im Museum bewundern kann. Insgesamt tauchen mehr als 30 verschiedene Arten auf, die sich wohl nur wahre Dinofans wirklich alle merken können. Zum Soundrepertoire zählen Dinoschreie, Vulkangrollen und Erklärungen.

„Mein kunterbuntes Soundbuch: Tiere“. Ars-Edition. 2019, 18,00 Euro. © Quelle: ars edition
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Um die Tierwelt im Allgemeinen kennen zu lernen, eignet sich gut Mein kunterbuntes Soundbuch: Tiere. Am besten blättern Mama oder Papa die dünnen Seiten um und zeigen, wie das Buch funktioniert: Ehe es losgeht, muss die jeweilige Seite per Knopfdruck aktiviert werden. Jede der sieben Doppelseiten zeigt eine andere Lebenswelt: Auf Bauer Franz’ Bauernhof tummeln sich ein rotbackiges Schweinchen, Hühner, ein Schaf, ein Pferd und weitere fröhliche Farmbewohner, die auf Knopfdruck muhen, wiehern, krähen, gackern, grunzen. Weiter geht die Entdeckungsreise im Wald, am Teich und in die Stadt bis in den Regenwald und die Savanne.

Such- und Wimmelbücher mit Sound

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„Sachen suchen, Sachen hören: Bei den Tierkindern“. Ravensburger-Verlag. 12,99 Euro. © Quelle: Ravensburger

Ideal für Kinder ab einem Jahr ist die Reihe „Sachen suchen, Sachen hören“. Das jüngste Buch spielt im Zoo, ab Mitte Januar wird Sachen suchen, Sachen hören: Bei den Tierkindern erhältlich sein. Auf jeder Doppelseite ist eine Alltagsszene abgebildet, darüber hinaus sind ein kurzer Text und einige Gegenstände abgebildet, die es im Bild wiederzufinden gilt. Ein leicht auszulösender Soundknopf pro Doppelseite lässt die Szene lebendig werden.

„Hör mal Wimmelbuch: Im Kindergarten“. Carlsen. 9,99 Euro. © Quelle: Carlsen
„Hör mal Wimmelbuch: Im Zoo“. Carlsen, 9,99 Euro. © Quelle: Carlsen

Ab zwei Jahren empfohlen ist die „Hör mal“-Reihe im handlichen 18-mal-18-Zentimeter-Format. Jede Ausgabe ist fokussiert auf ein anderes Thema aus der kindlichen Lebenswelt, aktuell sind Hör mal: Im Kindergarten und Hör mal: Im Zoo erschienen. Ein Text auf jeder Doppelseite fordert dazu auf, ein bestimmtes Detail zu suchen, darüber hinaus sind Gegenstände, Tiere und Menschen klein abgebildet, die es ebenfalls zu finden gilt. Je ein Soundknopf pro Doppelseite spielt Tiergeräusche, kurze Dialoge und Alltagsgeräusche ab, deren Verursacher sich ebenfalls irgendwo im Wimmelbild aufhalten – sie zu finden ist keine leichte Aufgabe.

Marina Singer, Pina Gertenbach: „Ein Tag in der Wimmelstadt“. Ars-Edition. 2019, 18,00 Euro. © Quelle: ars edition
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Für etwas ältere Kinder eignet sich das Sound-Wimmelbuch Ein Tag in der Wimmelstadt – unter anderem, weil die Tasten nicht ganz leicht auszulösen sind. Schon die erste Doppelseite lässt erahnen, dass es in der Wimmelstadt drunter und drüber geht: Zwei Füchse fahren nebeneinander mitten auf der Straße, eine Igelmama hängt gerade ihre Unterhose zum Trocknen auf die Leine, im Haus der Familie Dachs rührt die Mutter bereits am frühen Morgen Kuchenteig an, während der schwarz-weiß gestreifte Sohnemann mit einer Endlos-Klositzung das Bad blockiert und zwei Mäuse heimlich die Frühstücksflocken abtransportieren. Jede Seite muss erst per Knopfdruck aktiviert werden. Hat man den jeweiligen Gegenstand dann im Bild gefunden, ertönt das passende Geräusch: das Röhren eines Mixers, das Rauschen des Toilettenspülkastens, ein Weckerklingeln oder ein Badeenten-Quietschen.

Ein Soundbuch mit klassischer Musik

„Sound- & Lichtbuch: Klassische Musik“. H.F. Ullmann. 2019, 16,99 Euro. © Quelle: Ullmann Medien

Echtes Lieblingsbuchpotenzial hat das Sound- & Lichtbuch: Klassische Musik: Die Pappseiten lassen sich gut von noch etwas unbeholfenen Händchen umblättern, die Soundknöpfe sind leicht zu finden und einzuschalten. Dann ertönt auf jeder Doppelseite ein Ausschnitt aus einem bekannten Musikstück wie „Schwanensee“ von Tschaikowsky, „Die vier Jahreszeiten“ von Vivaldi oder „Nocturne“ von Chopin. Dazu blinken mehrere LEDs im Takt der Musik auf, mal als Glühwürmchen, mal als Lampion oder als Sterne in die jeweilige Illustration integriert.

Helene Kilb/RND

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