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Trotz Corona-Ferien: Kinder sollten feste Tagesabläufe beibehalten

  • Bundesweit haben in dieser Woche Kindergärten und Schulen ihren Betrieb eingestellt.
  • Trotz der plötzlichen Freizeit sollten Kinder einem geregelten Tagesablauf nachgehen.
  • Auch zu Hause sei Lernen wichtig, meint der Experte.
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Hamburg. Kinder- und Jugendpsychiater raten Eltern in Zeiten der Corona-Pandemie zu festen Strukturen und Tagesabläufen für ihre Kinder. “Eine Schulschließung über eine Zeit von vier Wochen ist machbar, wenn es zu Hause feste Abläufe gibt oder es gelingt, für die Situation angebrachte Strukturen zu organisieren”, sagte die Vorstandsbeauftragte des Berufsverbands der Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Deutschland, Christa Schaff, am Dienstag.

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Kinder sollten auch zu Hause lernen

Es sei wichtig, dass für Kinder und Jugendliche jetzt normale Strukturen und Abläufe aufrecht erhalten blieben, auch wenn sie zu Hause seien. Andernfalls könnten Unsicherheit, Ängste und Orientierungslosigkeit entstehen, auch weil soziale Kontakte wegfielen.

“Es ist notwendig zu vermitteln, dass Schule jetzt zu Hause ist”, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Hamburger Stiftung “Achtung! Kinderseele”. Weiterhin früh aufstehen, zu festen Zeiten lernen, eine rhythmische Abfolge an Aufgaben und Pflichten sollten beibehalten werden. “Kinder geraten in Unsicherheiten, bekommen schlimmstenfalls Ängste, wenn Eltern es nicht schaffen, gewohnte Strukturen aufrechtzuerhalten oder stabile Strukturen zu schaffen”, sagte Schaff.

Eltern sollten Kinder altersgerecht über Situation aufklären

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Wenn ohnehin aufgrund der aktuellen Entwicklungen schon diffuse Ängste vorhanden seien, bekämen diese zusätzlichen Nährboden, wenn Eltern ihre Unsicherheiten oder auch ihren Unmut über Schul- und Kitaschließungen zu Hause äußerten.

Schaff betonte, Lehrer und Eltern sollten die Kinder kind- und altersgerecht über die Corona-Pandemie aufklären: "Wir müssen ihnen sagen, dass damit Krankheiten verhindert werden können und sie geschützt werden sollen. Den Kindern zu erklären, dass die Schule zu ist, weil sie krank werden könnten, wäre die falsche Botschaft."

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RND/dpa

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