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Deutlich mehr Mütter als Väter mussten im Lockdown am Wochenende oder abends arbeiten

  • Tagsüber Homeschooling, abends arbeiten.
  • Um im Lockdown dem Arbeitgeber und der Familie gerecht zu werden, mussten vor allem Frauen ihre Arbeitszeiten in die Abendstunden oder ins Wochenende verschieben.
  • Das betraf mehr als die Hälfte der Frauen und nur 31 Prozent der Männer, wie eine Umfrage zeigt.
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Nürnberg. Homeoffice und Schwierigkeiten bei der Kinderbetreuung haben in der Corona-Pandemie zu einer Verschiebung von Arbeitszeiten in die Abendstunden und auf das Wochenende geführt. Davon waren mehr Frauen als Männer betroffen, wie aus Erhebungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. „Vor allem Mütter arbeiteten häufiger am Wochenende oder abends, unter anderem um ihre Kinder bei Schul- und Kitaschließungen oder während des Distanzunterrichts betreuen zu können“, erklärte die Forscherin Corinna Frodermann am Dienstag in Nürnberg.

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Mütter: 52 Prozent mussten abends oder am Wochenende arbeiten

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Rund 52 Prozent der Mütter mit Kindern unter 14 Jahren haben laut dem Institut ihre Arbeitszeit zu Beginn der Pandemie im April 2020 zumindest teilweise auf die Abendstunden oder das Wochenende verlagert. Bei Vätern habe dies auf rund 31 Prozent zugetroffen. Der Anteil bei Müttern sank demnach bis Oktober 2020 auf rund 26 Prozent, lag im Schnitt aber immer noch deutlich höher als bei Vätern mit rund 18 Prozent.

Insgesamt hätten 33 Prozent der Beschäftigten, die im April 2020 Kinder unter 14 Jahre zu betreuen hatten, ihre Arbeitszeiten zumindest teilweise verlagert, hieß es. Bei denjenigen ohne Kinder seien es 16 Prozent gewesen.

Mehr als ein Drittel musste Arbeitszeit verschieben

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Mehr als ein Drittel derjenigen, die zumindest teilweise von zu Hause arbeiteten, habe im April 2020 angegeben, zu anderen Zeiten zu arbeiten als noch vor der Pandemie. Bei den Beschäftigten, die kein Homeoffice nutzten, seien es nur knapp 15 Prozent gewesen. Bis Oktober 2020 seien die Anteile in beiden Gruppen auf etwa 18 sowie 5 Prozent gesunken.

Die Daten beruhen auf einer Befragung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern privatwirtschaftlicher Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten. In April vergangenen Jahres haben 1212, im Juni 909 und im Oktober 682 Personen teilgenommen.

RND/epd

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