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Überblick von „Finanztest“

Kinder­wunsch­behand­lung: Bei diesen Krankenkassen erhalten Sie die höchsten Zuschüsse

Kann eine Corona-Impfung sich negativ auf den Kinderwunsch auswirken? „Bei mehr als 100 Millionen Infizierten weltweit gibt es keinen Anhalt dafür, dass die Infektion oder die Impfung eine Unfruchtbarkeit auslösen würde.“

Wer auf üblichem Wege nicht schwanger werden kann, hat die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung. Die ist aber alles andere als günstig.

Frauen in Deutschland werden bei der Geburt ihres ersten Kindes immer älter – im Alter nimmt aber die Fruchtbarkeit ab, informiert das Ratgeberportal Fertila. Jedes sechste Paar hat aus diesem und anderen Gründen Schwierigkeiten bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches, schreibt die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 12/2022). Eine Kinderwunschbehandlung ist in vielen Fällen zwar möglich – die künstliche Befruchtung kostet aber schnell mehrere Tausend Euro. Die Stiftung Warentest hat sich daher einmal angeschaut, bei welchen Krankenkassen Paare die meisten Zuschüsse bekommen.

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Unterstützung von Bund und Ländern

Auch wenn viele Paare finanzielle Unterstützung bei der Kinderwunschbehandlung erhalten, gibt es einiges zu beachten. So sollte die Frau bei Beginn der Behandlung mindestens 25 Jahre und höchstens 39 Jahre alt sein – Männer sollten nicht älter als 49 sein. Ehepaare, die dies erfüllen, bekommen generell die Hälfte der genehmigten Behandlungskosten für maximal drei Versuche von der Krankenkasse erstattet. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Stiftung Warentest zufolge ist es besonders wichtig, die Kinderwunschbehandlung rechtzeitig bei der Krankenkasse genehmigen zu lassen. Andernfalls kann es nämlich sein, dass Paare auf den Kosten sitzen bleiben.

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Paare, die nicht verheiratet sind oder in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung leben, sind von Zuschüssen der meisten Krankenkassen ausgeschlossen. Sie können aber ebenfalls finanzielle Unterstützung bei der Erfüllung des Kinderwunsches erhalten – und zwar von Bund und Ländern. So beteiligen sich die Länder laut Stiftung Warentest in Kooperation mit dem Bund an den Kosten – dies gilt nicht für Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein. Nur in Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen erhalten allerdings lesbische Paare Zuschüsse.

Zuschuss für In-Vitro-Fertilisation

Bei einigen Krankenkassen wird Paaren mit Kinderwunsch ein zusätzlicher Zuschuss bewilligt. So gewährt die AOK Baden-Württemberg etwa 25–Prozent zusätzlich zur gesetzlichen Leistung für höchstens drei Kinderwunschbehandlungen – auch für Frauen über 39 Jahre und für weibliche Paare, wenn beide krankheitsbedingt kinderlos sind.

Die AOK Hessen, die Bertelsmann BKK, die Continentale BKK und die IKK classic gewähren einen Zuschuss von 250 Euro zusätzlich zur gesetzlichen Leistung pro Kinderwunschbehandlung. Die BKK Firmus übernimmt einen Zuschuss von 500 Euro für Versuche der In-Vitro-Fertilisation (IVF) und Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) – die BKK Pfaff gestattet Paaren für diese Behandlungen sogar einen Zuschuss von 800 Euro. Bei beiden Versicherungen gilt dieser Zuschuss aber nicht für einen vierten Versuch bei der Kinderwunschbehandlung.

Vor Wechsel unbedingt informieren

Einige Krankenkassen wie die BKK24 und die IKK Gesund Plus gewähren einen Zuschuss von 300 Euro für einen vierten Versuch und die IKK Südwest gewährt einen Zuschuss von 50 Prozent zusätzlich zur gesetzlichen Leistung pro Kinderwunschbehandlung.

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Paare, die wegen der zusätzlichen Zuschüsse zur Kinderwunschbehandlung überlegen, die Krankenkasse zu wechseln, sollten sich vorab unbedingt über die genaueren Modalitäten informieren. Teilweise gelten die Zuschüsse nämlich nur bei einer bestimmten Anzahl von Behandlungen, nur für bestimmte Behandlungen oder vermindern sich, wenn beide Partner bei der gleichen Krankenkasse versichert sind. Wichtig für lesbische Paare: Als einzige Krankenkasse im Finanztest unterstützt die AOK Baden-Württemberg mit einem Zuschuss von 25 Prozent je Kinderwunschbehandlung, wenn die Kinderlosigkeit krankheitsbedingt ist.

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