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  • Hörspiel "Eule findet den Beat" von Nina Addin: Bei Kindern und Eltern beliebt

Bei Kids und Eltern gleichermaßen beliebt: Eule fühlt die Musik

  • Das Musikhörspiel „Eule findet den Beat“ ist eine echte Erfolgsgeschichte.
  • Die ersten beiden Teile über die Entdeckungsreise einer kleinen Eule durch die Musikwelt sind bei Eltern und Kindern gleichermaßen beliebt.
  • Soeben ist der dritte Teil erschienen, und diesmal entdeckt die kleine Eule ihre Gefühle, wie Nina Addin im Interview erzählt.
Birk Grüling
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In den ersten beiden Teilen von „Eule findet den Beat“ hat die kleine Eule verschiedene Musikrichtungen entdeckt. Was erlebt sie im dritten Teil?

Die Welt der Musik hat die kleine Eule ja tatsächlich schon ganz gut bereist. Nun geht sie deshalb auf die Reise zu sich selbst. Die kleine Eule entdeckt nämlich ihre Gefühle. Jedes Gefühl wird mit einem eigenen Lied erklärt und von unterschiedlichen Tieren besungen. So entdecken die Eule und natürlich auch die Zuhörer, dass Musik je nach Stimmung ganz unterschiedlich klingen kann.

Und die Eule versucht selbst ein Lied zu schreiben!?

Die Eule will wissen, wie Musik eigentlich entsteht und bekommt eine kleine Ukulele geschenkt. Schnell stellt sie fest, dass das noch nicht reicht. Man muss nicht nur viel üben, um ein Instrument zu beherrschen und Musik zu machen. Es braucht auch Gefühl – einerseits für das Instrument, andererseits für den Songtext. Aber sie schreibt nicht nur einen eigenen Song, sondern organisiert auch ein ganzes Konzert, bei dem alle Tiere ihre Songs (und ihre Gefühle) vorspielen können. Und dabei – so viel kann ich verraten – hat auch die kleine Eule ihren großen Auftritt. Ihr Song heißt „Eule fühlt den Beat“.

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Anspruchsvoll aber lehrreich für Kinder

Wie entstand die Idee, nicht noch weiter in die Welt der Musik einzutauchen, sondern ein Musik-Hörspiel über Gefühle zu machen?

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Tatsächlich gäbe es noch ein paar spannende Musikstile, die wir vorstellen könnten – Country zum Beispiel. Ausschlaggebend war eher ein Blick auf die jungen Hörer. Ich erlebe selbst bei meiner 3-jährigen Tochter, wie wichtig das Thema Gefühle für Kinder ist. Sie leben ihre Gefühle noch viel stärker aus als wir Erwachsenen. Und damit wird das Thema auch für uns Eltern relevant. Wir sollten unseren Kindern ermöglichen, ihre Gefühle auszuleben und ihnen vermitteln, dass auch starke und laute Emotionen wie Wut oder Traurigkeit erlaubt sind und wir sie damit nicht allein lassen. Auch wenn das manchmal gar nicht so leicht für uns ist. Kinder erleben diese starken Emotionen, manchmal ohne zu wissen, was sie da grade übermannt. Wir wollen ihnen mit Hilfe der Tiere, die Eule trifft, ein Stück weit helfen die Gefühle einzuordnen.

Ist das nicht ein sehr hoher Anspruch für Kindermusik?

Ja, das stimmt. Das haben wir auch beim Schreiben gemerkt. Musik über Gefühle zu schreiben, kann anspruchsvoller sein als vielleicht ein Bewegungslied. Wir haben deshalb sehr intensiv mit den Songschreibern zusammengearbeitet. Jedes Wort musste einfach sitzen. Auch in der Auswahl der Instrumente oder der endgültigen Produktion steckt viel Herzblut und Perfektionismus. Wir haben uns zum Beispiel bewusst einen Produzenten gesucht, der sonst eher Popmusik für Erwachsene aufnimmt und ihn gebeten auch bei dieser Produktion keine Unterschiede zu machen. Zum Beispiel wurden die meisten Instrumente live und mit echten Profi-Musikern aufgenommen. Es steckt einfach sehr viel Liebe zum Detail darin – vielleicht auch, weil uns dieses Thema ebenso wichtig ist.

Von den Kindern lernen

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Hattet ihr Testhörer für eure Ideen?

Wir spielen unsere Songideen regelmäßig den Kindern in unserem Bekanntenkreis vor und fragen nach ihrer Meinung. Meine Tochter hat uns außerdem bei der Auswahl der Sprecher geholfen. Zum Beispiel muss der Igel zwar wütend, aber nicht zu gruselig oder zu bedrohlich klingen. Und bei dieser Suche hatte sie eine sehr feine Antenne.

Ohne Liebe, Wut oder Trauer kommt auch kaum ein Pop-Album aus. War die musikalische Verarbeitung von Gefühlen in der Erwachsenen-Musik ein Vorbild für euch?

Ja, grundsätzlich schon. Die große Bedeutung von Gefühlen in der Musik war für uns sicher zusätzlicher Anstoß und auch Inspiration für die musikalische Auswahl der Songs. Aber wie über die Gefühle gesungen wird, ist doch etwas anders. Wenn wir über Liebe schreiben, dann ist es die Elternliebe. Bei Angst geht es um eine typische kindliche Angst: die vor Monstern. Die ist nämlich gar nicht nötig. Schließlich zerbrechen die Monster jede Eiswaffel und sind auch sonst ziemlich vertrottelt. Und der Freude-Song ist quasi ein Aufruf an die Achtsamkeit. Die müssen die Erwachsenen von den Kindern lernen, denn die wissen, wie man die kleinen Dinge im Leben wertschätzt. Bei Wut geht es um Umweltschutz. Der Igel ist wütend, weil so viel Müll im Wald liegt.

Spaß für groß und klein

Die Freude an den kleinen Dingen oder auch Angst vor Monstern – all das ist uns Erwachsenen oft abhandengekommen. Wie schwer war es, sich wieder in die Gefühlswelt der Kinder hineinzudenken?

Wir Erwachsenen entfernen uns tatsächlich schnell von der kindlichen Gefühlswelt. Umso wichtiger ist der Austausch mit Kindern. Es hilft dabei einzuschätzen, wie komplex Inhalte sein dürfen und was die Kinder wirklich bewegt. Gleichzeitig sollte das Ganze natürlich auch nicht zu pädagogisch und zu verkopft werden, sondern in erster Linie Spaß machen.

Ist eure Musik trotzdem eine Gesprächsanregung für Eltern und ihre Kinder?

Das wäre natürlich toll. Gerade weil das Gespräch dann in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre stattfinden würde und nicht in der „Ausnahmesituation“, wenn die Eltern von dem Gefühlausbruch des Kindes besonders gestresst sind – an der Supermarktkasse oder am Morgen vor dem Aufbruch zum Kindergarten.

Über Nina Addin: 2012 denkt sie sich zusammen mit Charlotte Simon die Eule und ihre Musikreise aus. Gemeinsam stellen sie ein Team, bestehend aus der Autorin Christina Raack, Produzent Johann Seifert und verschiedenen Schauspielern, Songwritern und Musikern zusammen, um daraus ein Musik-Hörspiel zu verwirklichen. Verwurzelt in der Musikindustrie, fungiert sie als Schnittstelle zwischen Musikern, Produzenten und der Branche und kümmert sich ums Management von „Eule findet den Beat“.

Über „Eule findet den Beat“: Sechs Jahre nach Veröffentlichung des ersten Teils, ist „Eule findet den Beat“ längst mehr als nur ein Hörspiel. Kleine und große Fans haben Eule in ihr Leben integriert, in Lehrpläne, auf Bühnen und auch auf der Toniebox macht sie eine tolle Figur. Nach einem ebenfalls sehr erfolgreichen zweiten Teil zum europäischen Musikstilen erscheint nun am 27. März der dritte Teil, in dem die Eule ihre Gefühle entdeckt.

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