Helfen im Haushalt: Kindern nicht nur ungeliebte Jobs geben

Wer möchte, dass sein Kind langfristig im Haushalt hilft, sollte nicht nur unangenehme Dinge abgeben. Kinder merken sich dies und zweifeln die Gerechtigkeit an. Hier einige Tipps, wie man den Haushalt gemeinsam händelt.

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Hamburg. Eltern können Kinder dazu bewegen, im Haushalt kleine und große Aufgaben zu übernehmen. Sie sollten aber nicht ausgerechnet die unbeliebtesten Jobs delegieren, heißt es in der Zeitschrift „Eltern family“ (Ausgabe 9/2019). Wer immer das Kind schickt, die triefende Biomülltüte wegzubringen, hört irgendwann: „Du tust das nur nicht, weil es stinkt."

Einmal Du, einmal Ich: Das Rotationsprinzip hilft

Kinder merken, wenn man ungeliebte Arbeiten abwälzt, so die Zeitschrift. Und das trifft sie in ihrem Gerechtigkeitsgefühl. Bei Aufgaben, die keiner mag, helfe das Rotationsprinzip am besten: Dann müsse sich jeden Tag ein anderer mit dem Biomüll quälen.

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Erziehung: Haushalt nicht als Strafe einsetzen

Haushaltsaufgaben als Erziehungsmaßnahme zu verordnen, sei ebenfalls nicht hilfreich - etwa wenn Kinder für eine Fünf im Diktat eine Woche Wäsche falten müssen. Strafarbeiten lassen Hausarbeit wie etwas Grausames aussehen.

Belohnungen sind wichtig für die Motivation

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Die BKK gibt Tipps, wie das Kind motiviert wird, beim Haushalt mitzuhelfen. Wichtig sei es vor allem, klare Absprachen zu treffen. Wer gemeinsam bespricht, welche Aufgaben von wem erledigt werden, gibt dem Kind das Gefühl, mitsprechen zu dürfen. Anerkennung ist wichtig, um Kinder zu motivieren. Wenn das Kind selbstständig eine Extraaufgabe erledigt, sollte eine Belohnung wie etwa ein Kinobesuch verhandelt werden.

Lästige Pflichten schnell erledigen

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Auch wenn das Kind sich einmal quer stellt und seine Aufgabe nicht erledigen will, ist es wichtig, ruhig zu bleiben. Wer sachlich bleibt und nicht laut wird, hat die Chance, Konflikte zu verkürzen. Bei der Hausarbeit ist es am wichtigsten, dem Kind stets ein Vorbild zu sein. Wenn die Eltern stets über die Hausarbeit fluchen und sich beschweren, wird das Kind das irgendwann übernehmen.

Zeigen Sie Ihrem Kind einfach, dass auch lästige Pflichten erledigt werden müssen. Denn je schneller die Hausarbeit fertig ist, desto schneller kann man sich schöneren Sachen zuwenden.

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RND/dpa/hb