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Gruselfilme für Kinder: Wie schauerlich darf es in welchem Alter sein?

  • An Halloween können Kinder nicht nur andere durch ihre schaurigen Kostüme erschrecken, sondern auch sich selbst schön gruseln.
  • Denn für Kinder gibt es ebenfalls passende Gruselfilme – darunter Klassiker, wie Hui Buh oder Casper.
  • Bei der Filmauswahl sollten sich Eltern an den FSK-Altersfreigaben orientieren, aber auch individuell am eigenen Kind.
Melina Runde
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Halloween steht vor der Tür. Verkleidete Kinder ziehen durch die Straßen und versetzten Erwachsene an ihren Haustüren ins Schaudern, um ein paar Süßigkeiten zu ergattern. Doch um Halloween herum oder am Tag selbst kann sich auch auf andere Art und Weise gegruselt werden: Mit der ganzen Familie am Fernseher. Denn schöne Gruselfilme gibt es auch für Kinder. Aber wie schaurig dürfen diese sein? Worauf sollten Eltern achten?

Die Gruselgeschichten für Kinder haben meistens zwei Dinge gemeinsam: Sie sind eher lustig als angsteinflößend und lassen die Kinder mit einem guten Ende beruhigt ins Bett gehen. Um den passenden Film für die Kleinen auszuwählen, sollten Eltern auf die FSK-Angabe achten, also die Altersfreigabe eines Films. Die gibt es in fünf verschiedenen Altersstufen. Für Kinder sind vor allem die Stufen null, sechs und zwölf relevant.

Woran orientieren sich die Altersfreigaben?

Um einen Film einer Altersfreigabe zuordnen zu können, kommt es darauf an, inwiefern von diesem „eine beeinträchtigende Wirkung auf Kinder oder Jugendliche in einer bestimmten Altersgruppe“ ausgeht, erklärt Stefan Linz, Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK). „Bei einem Film, der gruselig ist, also unter Umständen Angst auslösen kann, kann es eine Rolle spielen, wie die Effekte gestaltet sind, was dort als angstauslösend gezeigt wird, wie schnell beziehungsweise ob eine Auflösung erfolgt oder ob es einen Spannungsbogen gibt“, sagt er. Welcher Film jedoch letztendlich für welches Alter freigegeben wird, sei immer eine Einzelfallentscheidung.

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Wichtig ist hierbei, dass die Angst nicht auch noch nach dem Film anhält. „Für Kleinkinder im Bereich null bis sechs Jahren ist es vor allem wichtig, dass einzelne auch mal dramatischere Szenen schnell und vollständig aufgelöst werden und nicht in den Köpfen der Kinder hängenbleiben“.

Für Kinder sind vor allem die Altersfreigaben bis FSK 12 relevant. © Quelle: Melina Runde
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Worauf sollten Eltern und Erziehungsberechtigte achten?

Ob ein Film zu schaurig ist, kann von Kind zu Kind verschieden sein. Grund dafür sind individuelle Entwicklungen und Erfahrungen. Das gilt auch für jeden anderen Film: „Ein Kind, das Trennungserfahrungen gemacht hat, wird einen Film, der eine solche Thematik darstellt, wahrscheinlich als belastender wahrnehmen als ein anderes Kind im gleichen Alter, welches diese Erfahrungen nicht gemacht hat“, sagt Linz.

Somit könne es auch nie ganz ausgeschlossen werden, dass Kinder oder Jugendliche, deren Alter über der Freigabestufe liegt, dennoch einen bestimmten Film nicht gut verarbeiten können – das Gleiche gilt auch andersherum. Auch, wenn die Altersfreigaben klar voneinander getrennt sind, ist das nicht immer eins zu eins auf die Realität übertragbar. Steht die Entscheidung beispielsweise bei einem Film zwischen FSK 6 und FSK 12, müsse sich immer für die höhere Stufe entscheiden werden, auch wenn der Film möglicherweise bereits für Zehnjährige gut zu verarbeiten ist, erläutert er.

„Letztlich sind es sicherlich die Eltern, beziehungsweise die Erziehungsberechtigten, die am besten einschätzen können, welcher Inhalt geeignet ist“, sagt Stefan Linz. Daher könne auf der Internetseite der FSK zu jedem Kinofilm auch eine Begründung der Freigabe nachgelesen werden. „So können Eltern im Vorfeld besser einschätzen, ob ein Film für das eigene Kind schon geeignet ist“.

Welche Gruselfilme eignen sich für welches Alter?

FSK 0

Hui Buh das Schlossgespenst. © Quelle: Constantin Film

Ein absoluter Klassiker unter den Kindergruselfilmen ist „Hui Buh, das Schlossgespenst“. Basierend auf der gleichnamigen Hörspielserie, geistert Hui Buh, ein ehemaliger Ritter, friedlich durch das Schloss Burgeck. Doch dann will ein ungebetener Gast das Schloss beziehen – König Julius der 111. Hui Buh versucht ihn loszuwerden. Letztendlich hilft dieser ihm jedoch dabei seine Prüfung für eine neue Geisterlizenz zu bestehen. Mit dabei sind die Schauspieler Michael „Bully“ Herbig und Christoph Maria Herbst.

Gruselspaß mit Heffalump. © Quelle: Disney
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Winnie Puuhs neuer Freund Lumpi erlebt in „Winnie Puuhs Gruselspaß mit Heffalump“ von 2005 sein erstes Halloween. Nachdem Tigger vom gruseligsten Schreckensmonster erzählt, das jeden den es fängt in einen Kürbis verwandelt, machen sich Ruh und Lumpi auf die Suche nach ihm. Denn wer es zuerst ergreift, hat einen Wunsch frei.

Die Monster AG. © Quelle: Disney

Wem flauschige Monster lieber sind, für den ist eventuell „Die Monster AG“ etwas. In dem US-amerikanischen Animationsfilm arbeiten die Monster in der Monster-AG-Fabrik: Durch Schranktüren gelangen sie in die Kinderzimmer und erschrecken die Kleinen. Die Schreie werden eingefangen und erzeugen den Strom für die Stadt. Vom großen flauschigen Monster Sully lässt sich ein kleines Mädchen jedoch nicht erschrecken. Sie lässt es nicht los und kehrt mit ihm zurück in die Monsterwelt – das sorgt für Chaos.

FSK 6

Casper. © Quelle: Universal

Ebenfalls ein Klassiker ist die US-amerikanische Komödie „Casper“. Der „Geistertherapeut“ Dr. James Harvey soll zusammen mit seiner Tochter Kat eine alte Villa von seinen Geistern befreien. Dabei lernt Kat den freundlichen Geist Casper kennen. Irgendwann stoßen die beiden auf eine Maschine, die verstorbene Menschen wieder zum Leben erwecken soll – und damit vielleicht auch Casper.

Nightmare Before Christmas. © Quelle: Disney

„Nightmare before Christmas“, zu deutsch „Der Albtraum vor Weihnachten“ stammt aus dem Jahr 1993 und ist somit einer der etwas älteren Halloweenklassiker. Das Skelett Jack lebt in Halloween Town. Doch Jack möchte in diesem Jahr kein Halloween feiern. Inspiriert vom benachbarten fröhlichen Christmas Town versucht er Weihnachten in die Stadt zu holen. Doch das erweist sich als gar nicht so einfach.

Hotel Transsilvanien. © Quelle: Sony Pictures

Etwas neuer ist die Animationsreihe „Hotel Transsilvanien“, dessen vierter Teil erst Ende September in die Kinos gekommen ist. In Draculas Fünf-Sterne Ressort, dem Hotel Transsilvanien, können alle möglichen Monster sich ungestört von den Menschen zurückziehen. Um den 118. Geburtstag seiner Tochter zu feien, hat Dracula im ersten Teil der Filmreihe die berühmtesten Monster der Welt eingeladen.

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