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Vorsicht, giftig! Adventsgestecke können für Kleinkinder gefährlich sein

  • In vielen Adventsgestecken finden sich nicht nur grüne Tannenzweige, sondern auch Beeren wie die der Stechpalme oder der Paternostererbse.
  • Vor allem Babys und Kleinkinder verleiten diese roten Früchte zum Naschen.
  • Eltern sollten besonders vorsichtig sein, denn die Beeren sind giftig.
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München. Babys und Kleinkinder lassen sich besonders gerne von roten Beeren am Adventsgesteck zum Naschen verführen. Aufpassen sollten Eltern bei der populären Stechpalme (Ilex aquifolium), warnt die Stiftung Kindergesundheit. Die Beeren lösen unter Umständen Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen aus. Schwerwiegende Folgen sind laut einer aktuellen Bewertung der Fachzeitschrift "Bundesgesundheitsblatt" (Ausgabe 10/2019) allerdings nicht zu befürchten.

Bei einer Verzehrmenge von bis zu fünf Beeren rät die Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW am Universitätsklinikum Bonn, reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Falls die Menge größer ist, sollte sich mit der Giftinformationszentrale in Verbindung gesetzt oder gegebenenfalls ein Arzt aufgesucht werden.

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Die Paternostererbse enthält starkes Pflanzengift

Große Vorsicht ist zudem bei der Paternostererbse (Abrus precatorius) geboten. Diese lässt sich zwar nur selten in Trockengestecken finden, das Zerkauen der rot-schwarzen Beeren kann dennoch tödlich enden. Das enthaltene Abrin ist eines der stärksten, bekannten Pflanzengifte. Eine Verzehrmenge von nur 0,01 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht kann zum Tod führen. Vergiftungssymptome sind in der Regel Erbrechen, Durchfall und schließlich Nierenschäden, Krampfanfälle und Lähmungen. Gegengifte sind bisher nicht bekannt.

Im Notfall an den Kinderarzt und die Giftnotrufzentrale wenden

Bei dem Verdacht, dass ein Kind Pflanzenteile gegessen haben könnte, sollten Eltern sich sofort an ihren Kinderarzt oder das lokale Giftnotrufzentrum wenden, rät die Stiftung Kindergesundheit. Es sei auf keinen Fall sinnvoll, erst mögliche Symptome abzuwarten. Eine Liste der Giftnotrufzentralen hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zusammengestellt.

RND/dpa