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Geocaching lockt Kinder vor die Tür – Tipps für Einsteigerfamilien

  • Mit dem Smartphone oder einem GPS-Gerät in der Natur Verstecke aufspüren – das ist Geocaching.
  • Die moderne Schatzsuche hat durch die Pandemie zahlreiche neue Fans gewonnen. Vor allem für Familien mit kleineren Kindern ist das eine gute Motivation zum Rausgehen.
  • Wie funktioniert Geocaching? Eine Anleitung für Anfänger.
Katrin Schreiter
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Leipzig. Das Problem stellt sich für viele Eltern nicht nur in der Corona-Zeit: Ihre Kinder wollen lieber mit dem Handy spielen, als nach draußen zu gehen. Hier kann Geocaching die Lösung sein: Denn die moderne Schatzsuche verbindet beides – Spielspaß an der frischen Luft.

Elektronische Schatzsuche im Nieselregen? Egal!

Claudia Meyer hat ihre Tochter Mia (10) im Lockdown sogar bei Nieselregen dafür begeistern können, eine kleine Radtour zu machen. „Beim Geocaching hat man eben auch immer ein Ziel, bei dem ein kleines Geheimnis versteckt ist“, erzählt die Mutter aus Markkleeberg (Sachsen). „Das ist spannend, man braucht Geduld und durch die Hinweise lernt man häufig noch etwas dabei.“

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Auch Anja Rump aus Hamm (Nordrhein-Westfalen) ist begeisterte Geocacherin: Mit ihrem Mann und den beiden Kindern Hanna-Sophie (12) und Maximilian (10) geht sie regelmäßig auf abenteuerliche Suche. „Die Kinder lieben die Herausforderung – besonders, wenn sie zum Finden erst klettern müssen.“ Außerdem sei Geocaching „eine tolle Möglichkeit, die eigene Umgebung noch mal mit anderen Augen zu erkunden.“

Karl Schlott aus Berlin überredet seine beiden Jungs (8 und 12) mit Geocaching sogar zu längeren Wandertouren in der Region. „Mittlerweile gibt es zwischen den Brüdern beim Suchen einen richtigen Wettbewerb“, erzählt der Vater. „Und vor ein paar Tagen haben wir sogar selbst mal einen Cache versteckt.“

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Die Familien Meyer, Rump und Schott gehören weltweit zu einer bunten Fangemeinde, die Spaß daran hat, geheime Orte aufzuspüren oder sogar neue Verstecke zu kreieren.

Wie genau funktioniert Geocaching?

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Ziel des Geocachings ist es, in einer unbekannten Region ein Versteck aufzuspüren. Dieser „Cache“ steckt meist in einem kleinen Behälter – einer Filmdose oder Tupperbox. In der Regel ist auch ein Logbuch dabei. Manchmal auch ein kleines Geschenk. Wer mag, trägt sich in das Logbuch ein und tauscht das Präsent gegen ein anderes aus.

Woher weiß man, wo ein Cache liegt?

Versteckte Caches finden sich fast überall auf den Kontinenten. Geocacher haben sie auf zahlreichen Webseiten und in Apps zusammengetragen. Oft findet man hier auch Tipps für die Suche. Die bekanntesten Seiten sind geocaching.com aus den USA und die deutsche Seite opencaching.de. Dabei liegen die Verstecke meist in der Natur, manchmal aber auch mitten in einer Stadt oder an einer markanten Brücke. Wichtig sind die entsprechenden Koordinaten – sie führen in die Nähe des Verstecks, wo dann gesucht werden muss.

Wer also auf moderne Schatzsuche gehen will, benötigt ein GPS-taugliches Mobilgerät. Dabei reicht schon ein einfaches Smartphone mit einer entsprechenden App.

Cache ist nicht gleich Cache!

Alles klar? Dann auf zur nächsten Filmdose oder Tupperbox … Aber natürlich ist Cache nicht gleich Cache! Sie werden in verschiedene Kategorien eingestuft und auch beschrieben. So erfährt man schon vorher etwas über die Größe, über das Gelände und eventuelle Schwierigkeit, das Versteck zu finden.

Es gibt zahlreiche Kategorien: Am häufigsten sind die traditionellen Geocaches, die auch „Traditionals“ genannt werden. Sie bestehen aus nur einer Station. Dann gibt es die „Multis“ – hier gibt es an der ersten Station Hinweise auf eine oder mehrere weitere Stationen. Beliebt sind vor allem die Mystery-Caches, bei denen ein Rätsel gelöst werden muss, bevor man dem eigentliche Cache auf die Spur kommen kann.

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