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Escape-Rätsel: Abenteuerspaß für zu Hause zum Selbermachen

  • Wenn Sie für Ihre Kinder in Corona-Zeiten ein ganz besonderes Abenteuer erschaffen wollen, eignen sich Escape-Rätsel perfekt.
  • Mit Fantasie und etwas Vorbereitungszeit kann das jeder zu Hause in den eigenen vier Wänden oder im Garten veranstalten.
  • Wir geben Ihnen Tipps zu passenden Geschichten und Gegenständen.
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Der Hut ist schon tausend Mal gefangen, bei Monopoly sind Schulden für die nächsten 22 Jahre entstanden, es gibt keine Uno-Karte mehr ohne Eselsohr, bei Mensch-ärgere-dich-nicht ärgert man sich schon lange nicht mehr und letztendlich war es doch immer Oberst von Gatow mit dem Dolch im Billardzimmer.

Die durch Corona bedingte Zeit zu Hause stellt Eltern (und Kinder) vor besondere Herausforderungen. Das Spielen mit Mama und Papa macht eigentlich immer Spaß, ist inzwischen aber zur Routine geworden. Eltern sind daher immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, ihren Nachwuchs zu beschäftigen.

Von Rätseln bis Jojo-Tricks haben wir Ihnen schon ein paar Anregungen gegeben. Doch die aktuelle Königsdisziplin sind wohl die Escape-Rätsel für zu Hause - sie können es auch einfach Schnitzeljagd, Schatzsuche oder Detektivrätsel nennen. Escape Rooms sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen und absolut im Trend. Und geschlossen. Aber mit Fantasie und ein bisschen Geschick können Sie Ihre Kinder auch zu Hause mit einem Escape-Abenteuer begeistern.

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Escape Room kinderfreundlich gestalten

Im klassischen Escape Room hat man meist eine Stunde Zeit, um aus einem abgeschlossenen Raum herauszufinden. Da das Eingesperrtsein für Kinder auch etwas bedrohlich wirken kann, kann hier überlegt werden, das Ziel anders zu gestalten und um Druck herauszunehmen, die festgelegte Zeit wegzulassen.

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So könnte es zum Ziel werden, ein Geheimnis zu lüften, eine vergrabene Schatzkiste zu finden oder jemanden zu befreien - den Lieblingsteddy zum Beispiel. Das Spiel kann ganz individuell auf das Kind angepasst werden. Spielraum gibt es beim Schwierigkeitgrad, aber auch bei der zugrunde liegenden Geschichte. Je jünger die Kinder, desto wichtiger ist die Begleitung mit Tipps und Hinweisen von Erwachsenen.

Denn wenn das Spiel zu lange stockt, können gerade die Kleinen schnell die Lust an der Aufgabe verlieren. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Escape-Rätsel-Abenteuer weniger für Kleinkinder, sondern eher für Kinder ab fünf oder sechs Jahren.

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Sollten Kinder an einer Stelle stocken oder Schwierigkeiten bekommen, dürfen Sie ruhig helfen. Geben Sie aber lieber Tipps - verraten Sie nicht direkt die Lösung. © Quelle: n-RFId0/unsplash

Die Antwort liegt in den Rätseln

Beim Escape-Spiel geht es nicht primär darum, zu entkommen, sondern die Rätsel zu lösen - bis man entkommt. Daher können Rätsel unterschiedlicher Art mit ins Spiel eingebunden werden. Vorgefertigte oder selbst angefertigte. Das kann ein klassisches (kindgerechtes) Kreuzworträtsel mit einem Lösungswort sein, Labyrinth-Rätsel, die einem den Weg zeigen, ein Zahlenrätsel, das den Code verrät, Buchstabensalat, Lückenrätsel, Matheaufgabe, Silbenrätsel, „Eines dieser Dinge ist nicht wie die anderen", Bilderrätsel, Fehlersuche, ein Rebus oder was Ihnen sonst noch einfällt.

Besonders einfach fällt die Vorbereitung, wenn Sie auf fertige Rätsel zurückgreifen und die Story daran anpassen oder ein neues Lösungswort (oder eine Lösungszahl) erschaffen, indem Sie Kästchen bunt markieren.

Die Geschichte geht los: Auf ins Abenteuer!

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Grundlegend für jeden Escape-Spaß ist eine spannende Geschichte. Diese können Sie ganz nach den Vorlieben der Kinder gestalten oder auch Lieblings-Helden mit einbinden. Kleine Superhelden müssen den Schurken zur Strecke bringen, Prinzessinnen entdecken das Geheimnis des verschollenen Diadems, Dino-Fans gehen auf Suche nach Fossilien oder die Kleinen zaubern sich zusammen mit Bibi und Tina oder Harry Potter den Weg aus dem verwunschenen Labyrinth.

Am Ende sollte natürlich immer ein lohnendes Ziel oder auch eine kleine Belohnung auf die Kinder warten.

Mit der eigenen Vorstellungskraft lässt sich die Langeweile vertreiben. © Quelle: Getty Images/iStockphoto

Ideen für kinderfreundliche Escape-Abenteuer

  • Rette die Eisbären: Dein Forscherteam ist auf einer Expedition in der Arktis, um Eisbären zu erforschen. Aber wo sind sie nur hin? Du musst dem Rätsel der verschwundenen Eisbären auf den Grund gehen.
  • Auf großer Fahrt: Du segelst als großer Entdecker Christoph Kolumbus über das Meer, um neue Länder zu erforschen. Aber plötzlich läuft dein Schiff auf eine Sandbank, die eigentlich gar nicht da sein dürfte. Du hast eine geheime Insel entdeck. Kannst du ihr Geheimnis lüften?
  • Einfach tierisch: Du wachst auf und statt deiner Hände siehst du Pfoten. Wie konnte das passieren? Komme dem Geheimnis auf die Spur, finde heraus, wer dich in ein Tier verwandelt hat und warum? Vielleicht braucht ja jemand deine Hilfe...
  • Die Zugentführung: Als Lokführer bist du fast täglich unterwegs, um die Passagiere sicher in den nächsten Bahnhof zu bringen. Doch Bösewichte haben dich überwältigt, in ein Zugabteil gesperrt und den Zug gekapert. Halte die Bösen auf und rette die Passagiere.
  • Die Farben des Regenbogens: Es ist ein wunderschöner Tag und schau - da ist ein Regenbogen! Aber er hat nur noch Rot und Orange als Farbe, ansonsten ist er grau. Finde die verschwundenen Farben und hilf dem Regenbogen! Vielleicht können die Kobolde am Ende des Regenbogens helfen.
  • Das Piratenabenteuer: Als Käpt’n auf dem Schiff bist du dafür zuständig, den Kurs zu bestimmen, Gefangene über die Planke zu schicken und natürlich den Schatz zu finden. Finde die Schatzkarte und hol dir das Gold!
  • Papier-Prinzessin: Du sitzt in deinem Zimmer und malst. Doch auf einmal verwandelt sich das Blatt Papier vor dir in eine Prinzessin - nur aus Papier. Sie bittet dich, ihr zu helfen, denn der böse Herzog der Scheren bedroht ihr Königreich.
  • Vom anderen Stern: Du arbeitest wie immer an deinem Astronomie-Projekt und schaust durch das Teleskop. Oh - eine Sternschnuppe! Oder doch nicht? Es sieht aus, als wäre ein Komet auf die Erde gestürzt. Suche die Absturzstelle und entdecke, was sich dahinter verbirgt.
Mit alten Schlüsseln bekommt die Geschichte extra Charme, aber auch neue tun es. © Quelle: Silas Kohler/Unsplash

Diese Gegenstände eignen sich für jedes Escape-Rätsel

Letztendlich können Sie alles verwenden, was irgendwie in Ihre Geschichte passt. Aber einige Gegenstände sind einfach prädestiniert, Teil eines Escape-Abenteuers zu werden. Nicht zuletzt gehören dazu übrigens auch Kostüme und Requisiten: ein Zauberstab, ein Detektiv-Mantel, eine Kapitänsmütze, eine Uniform, ein Superhelden-Kostüm - was auch immer zur Geschichte passt.

  • Schwarzlicht: Mit einem passenden Stift können Sie geheime Botschaften aufschreiben, die nur mithilfe einer Schwarzlicht-Lampe entschlüsselt werden können.
  • Geheimschrift-Lupe: Es sieht aus wie ein komplettes Wirrwarr an Zeichen, aber auch hier versteckt sich eine geheime Botschaft. Die Geheimschrift-Lupe besteht aus farbigem Papier, das wie durch Magie störende Zeichen verschwinden und die Botschaft erscheinen lässt. Eine Lupen können Sie mit rotem Transparentpapier auch selbst machen. Die entsprechende Botschaft schreiben Sie mit einem hellblauen Stift auf ein Blatt Papier und machen Sie anschließend mit einem roten Stift unkenntlich.
  • Zahlenschlösser: Sie verschließen jeden Schrank, Truhen, Ketten und mehr. Die passende Zahlenkombination kann man als Ganzes oder als einzelne Ziffern im Raum verstecken.
  • Schlüssel verstecken: Ob für den nächsten Raum, die Schreibtisch-Schublade oder die Schatzkiste. Auf Schlüssel kann man kaum verzichten. Toll ist es auch, den Schlüssel mit Klebeband unter dem Tisch oder hinter einem Bild zu verstecken.
  • Tresore: Wer einen hat, kann glücklich sein. Ein Tresor ist der „große Bruder“ des Zahlenschlosses. Denn jeder weiß doch, dass im Tresor wichtige Dinge aufbewahrt werden. Man braucht natürlich den passenden Code, um ihn zu öffnen.
  • Truhen: Truhen aller Art können Hinweise oder Geheimnisse verbergen. Wenn es sich um alte Truhen vom Dachboden oder vom Flohmarkt handelt, bringt es noch mehr Flair in die Geschichte. Und vielleicht enthält sie ja einen doppelten Boden. Denn kann man mit einem passend zugeschnittenem Karton relativ leicht selbst machen.
  • Magnet: Magnete eignen sich wunderbar, um metallische Gegenstände wie Schlüssel zu finden. Diese könnten zum Beispiel in einer geschlossenen Box sein und nur ein kleines Loch haben, durch den nicht mal eine Kinderhand hindurchpasst. Mit einem von außen angesetzten Magneten kann man den Schlüssel zum Loch bugsieren. Oder Sie verstecken eine Münze in Sägespänen. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
  • Papier: Auf einem Stück Papier können hilfreiche Tipps stehen, eine Art Tagebuch oder Logbuch eines Charakters der Geschichte, es kann eine Botschaft im Gegenlicht versteckt sein, Notizen des vorherigen Nutzers können durch das Schraffieren mit einem Bleistift sichtbar gemacht werden oder Sie können auch einfach andere Gegenstände daraufmalen bzw. drucken und ausschneiden - sollten Sie zum Beispiel mal keine Goldmünzen parat haben.
  • Dekodierschlüssel: Geheime Nachrichten sind ein wichtiger Bestandteil. Zuvor muss der passende Dekodierschlüssel (vielleicht sogar in mehreren Teilen) gefunden werden. Den können Sie sogar recht einfach selber machen. Ein Buchstabe kann für für einen anderen Buchstaben stehen oder Symbole für Buchstaben. Schneiden Sie in ein Blatt Papier (oder Pappe zur besseren Stabilität) zwei Löcher hinein, die später den Blick auf die Übersetzung enthüllen. Auf ein weiteres Stück Papier schreiben sie in der linken Spalte untereinander nun Buchstaben oder Symbole und in der rechten Spalte die passende Übersetzung. Die Pappe mit Löchern können die Kinder nun darüberalten und den Code entschlüsseln.
  • Morse-Code: Auch wenn die meisten Kinder den Morsecode sicher nicht auswendig können, macht es Spaß, ihn zu übersetzen. Dazu braucht es natürlich eine Art Legende, der die Kinder die Übersetzung der einzelnen Buchstaben entnehmen können.
  • Labyrinth: Egal, ob es sich um ein Labyrinth handelt, aus dem die Kinder selbst den Ausgang finden müssen, eine kleinere Variante aus Holz, ein vorgefertigtes Layout in “Das verrückte Labyrinth” oder eine aufgezeichnete Version - Labyrinthe machen immer Spaß und enthalten viele Geheimnisse.
Ein Escape-Rätsel können Kinder alleine spielen oder mit ihren Geschwistern. © Quelle: Annie Spratt/Unsplash.

Für mehrere Kinder: Team-Rätsel

Wer nicht nur ein Kind zu Hause hat, kann zusätzlich auf Teamwork zwischen den Kindern setzen. Natürlich können sie einfach die Rätsel gemeinsam lösen. Eine besonders spannende Form der Zusammenarbeit sind allerdings Teamrätsel, bei denen Geschwister zusammenarbeiten müssen, um weiter zu kommen.

Ein Kind könnte gefesselt sein, während das andere den passenden Schlüssel suchen muss. Oder die Kinder befinden sich in einem anderen Raum, getrennt von einer verschlossenen Zwischentür. In einem Raum befindet sich ein Gegenstand, der im anderen gebraucht wird und unter der Tür hindurchgeschoben werden muss.

Keine Angst vor Chaos

Wer fürchtet, die eigenen Kinder könnten auf der Suche nach Hinweisen und Verstecken übermütig alle Schränke ausräumen oder Schubladen auskippen, kann Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Zum Beispiel mit einem geheimen Zeichen, das die Gegenstände kennzeichnet, wo Hinweise zu erwarten sind. Geben Sie Ihren Kindern die Grundregel mit auf den Weg: Alles, was Sie zum Lösen der Rätsel benötigen, ist offensichtlich.

Wenn aber eine Schublade oder ein Buch mit dem entsprechenden Symbol (einer Geheimorganisation, den Initialen eines Forschers, einem Kleeblatt für ein Kobold-Abenteuer etc.) gekennzeichnet ist, sollten Sie einen näheren Blick darauf oder hinein werden.

Hilfreiche Gegenstände oder Tipps zu weiteren Verstecken können in (extra gekennzeichneten) Schubladen versteckt werden. © Quelle: Ksenia Makagonova/Unsplash

Fertige Escape-Abenteuer zum Kaufen

Wenn Sie den Aufwand vermeiden wollen oder einfach zwei linke Hände haben, gibt es inzwischen schon eine Vielzahl von Escape-Rätseln, die es fertig zu kaufen gibt. Entweder als einzige Schachtel, in der bereits alles enthalten ist, was benötigt wird oder ein Do-it-Yourself-Kit, mit dem Sie alles aus einer Hand parat haben und eventuell letzte Materialien basteln oder ergänzen müssen.

Diese Rätsel kann man häufig jedoch nur einmal verwenden, das sollten Sie im Hinterkopf haben, wenn Sie eins kaufen wollen. Wenn Requisiten wie Zahlenschlösser oder Truhen mit doppeltem Boden enthalten sind, können diese natürlich für eine nächste, selbst erdachte Geschichte aufgehoben werden.

Escape-Room im Kinderzimmer - so könnte es aussehen

“Staat, Sex, Amen”
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