Einfach abhängen und lesen: Die besten Buchtipps fürs Fest

  • Kinderbücher sind ein tolles Weihnachtsgeschenk.
  • Doch welcher Titel passt für welches Alter?
  • Wir stellen Ihnen die besten neuen (Hör-)Bücher für junge Leser vor.
|
Anzeige
Anzeige

Hannover. Dass Kinder viel mehr lesen sollten, unterschreiben wahrscheinlich viele Eltern. Zu Weihnachten sind Bücher daher noch immer ein beliebtes Geschenk. Doch die Auswahl wird gefühlt jedes Jahr größer – und so steht man ratlos in der Buchhandlung. Hier finden Sie Buch- und Hörbuchtipps für sechs verschiedene Alters- und Gemütsklassen – vom Lesemuffel bis zum Kleinkind.

Für kleine Neinsager

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Erwachsene kennen das: Irgendwann sagen Kinder nur zu gern: „Nein, ich will nicht.“ Marc-Uwe Kling und Astrid Henn zeigen im Bilderbuch „Das Neinhorn“ (Carlsen Verlag, 48 Seiten, 13 Euro, ab drei Jahren) ein kleines Einhorn, das oft bockig ist – kein Wunder bei den aufdringlich-netten Eltern, die das Horn stets mit Glücksklee verwöhnen wollen.

Matschtörtchen hingegen sind die Leibspeise von Gespenstern. Das erfährt man aus Rebecca Greens zauberhaftem Bilder- und Mutmachbuch „Wie man sich mit einem Gespenst anfreundet“ (Diogenes, 40 Seiten, 18 Euro, ab vier Jahren).

„Das Neinhorn“ von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn. © Quelle: Verlag
Anzeige

Anfänger mit Stiel

Wer gerade erst mit dem Lesen angefangen hat, ist manchmal mit kürzeren Texten besonders gut bedient. „O Besenstiel, O Besenstiel!“ (Dressler, 128 Seiten, 13 Euro, ab acht Jahren) von Sabine Ludwig und Sabine Rothmund (Illustrationen) erzählt heutige Weihnachtsbaumgeschichten. Die Stiftung Lesen meint: „Fein beobachtet, nicht allzu pädagogisch wertvoll“ – und das ist ein Lob!

Anzeige

Aus der Erfolgsserie von Margit Auer gibt es einen weiteren Band: „Die Schule der magischen Tiere: Eingeschneit!“ (Carlsen, 256 Seiten, 12 Euro, ab acht Jahren). Und der schildert, wie der Untertitel verspricht, ein echtes „Winterabenteuer“.

Für junge Verliebte

Vom ersten Verliebtsein handelt Marianne Kaurins Buch „Emil und die Prinzessin aus dem Nachbarhaus“ (Magellan, Deutsch von Meike Blatzheim, 128 Seiten, ab neun Jahren). Für den neunjährigen Emil ist plötzlich alles anders, als Florine in die Klasse kommt. Hals über Kopf verknallt er sich und tut fast alles, was Florine so will.

In Tom Fletchers und Shane Devries „Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe, Bd. 2“ (Cbj, Deutsch von Franziska Gehm, 432 Seiten, 15 Euro, ab zehn Jahren) geht es um William, der verhindern will, dass das Fest in Zukunft verboten wird. Zu der Fantasygeschichte meint die Stiftung Lesen: William und der Dinosaurier „machen einfach nur Spaß“.

„Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe“ von Tom Fletcher.
Anzeige

Ein Stern zum Hören

Mittlerweile gibt es einige Internetseiten, auf denen man Hörbücher kostenlos herunterladen kann wie Vorleser.net oder Ohrka.de. Es kann aber auch schön sein, eins zu verschenken, das sich anfassen und einpacken lässt. Um Stunden darin zu versinken, ist Chris Colfers „Land of Stories – Die Rückkehr der Zauberin“ (Argon, 19,95 Euro, ab zehn Jahren) gerade richtig. Rufus Beck liest die Geschichte aus dem magischen Land. Für ganz Kleine eignet sich vor dem Einschlafen Max von Thuns „Der Sternenmann“ (Argon, 12,95 Euro, ab zwei Jahren). Der muss sich aufmachen, als in seiner fernen Galaxie ein kleiner Stern abhandenkommt.

Punkiges für Muffel

Die Jury des Leipziger Lesekompass’ urteilte im März über Marie Lus „Warcross“-Roman: „Gekonnt erzählte, cyberpunkige Dystopie, die nach Fortsetzung schreit!“ Und schon ist sie da: In „Warcross – Neue Regeln, neues Spiel“ (Loewe, 400 Seiten, 18,95 Euro, ab 14 Jahren) geht es um künstliche Intelligenz und E-Sport – auch etwas für Jugendliche, die sonst wenig lesen.

Susan Krellers „Elektrische Fische“ (Carlsen, 192 Seiten, 15 Euro, ab zwölf Jahren) wählte die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als bestes Jugendbuch im Dezember. Als Emmas Eltern sich trennen, geht die Mutter mit drei Kindern zurück nach Mecklenburg-Vorpommern – für die 13-Jährige ist das eine Katastrophe.

Anzeige

Kunst- und Lese-Apps bieten andere Formen

Das Buch „Lyric-Comics“ (Stefanie Schweizer (Hg.), Beltz & Gelberg , 104 Seiten 16,95 Euro, ab sechs Jahren) bietet 19 Gedichte, die auch als Comics umgesetzt sind. Viele wurden zudem vertont und lassen sich auf der Verlagsseite anhören. Mittlerweile kann man zahlreiche Kunst- und Lese-Apps für Jüngere herunterladen – vielleicht ein Geschenk für Kinder, die mit dem klassischen Buch fremdeln. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur empfiehlt „Frost – In Begleitung des Lichts“ (5,49 Euro, ab sechs Jahren, für iOS 9.0 oder neuer): Lichtfäden lassen sich zu Kunstwerken formen.

RND/Martina Sullner


“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen