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Brettspiele: Kinder testen in der Schule

Oft lassen Spielehersteller ihre Produkte von Schulkindern testen, bevor sie in Produktion gehen.

Oft lassen Spielehersteller ihre Produkte von Schulkindern testen, bevor sie in Produktion gehen.

Stuttgart. Für Elisavet, Annika, Jayden und Nils stehen heute nicht Mathe oder Deutsch auf dem Stundenplan - sondern Spielen! Denn die Drittklässler haben eine besondere Aufgabe: Zusammen mit ihren Mitschülern dürfen sie immer wieder neue Spiele testen, und zwar noch bevor es diese zu kaufen gibt.

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Dafür kommen Mitarbeiter eines Spieleverlags in die Schule. Sie bringen neue Spiele mit, die gerade entwickelt werden. Die Mitarbeiter möchten von den Kindern wissen, wie sie die Spiele finden und was sie verbessern sollten. Heute hat Niccolo Riedel von einem Verlag das Spiel "Andor Junior" mitgebracht. Für die Testrunde wurden Elisavet, Annika, Jayden und Nils ausgewählt. "Es ist aufregend, zu den Ersten zu gehören, die ein Spiel testen dürfen", sagt Nils.

Vor der Produktion wird getestet

In einem leeren Klassenzimmer schieben die Kinder zwei Tische zusammen und bauen das Spiel darauf auf. "Andor Junior" ist das Kinderspiel zu "Die Legenden von Andor". Das ist ein bekanntes Spiel, das es schon seit einer Weile für ältere Kinder und Erwachsene gibt.

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Ich finde es gut, dass auch Kinder gefragt werden, wie sie es finden.

Annika, Drittklässlerin und Spieletesterin

"Andor Junior" dagegen ist für zwei bis vier Kinder ab sieben Jahren. Sie spielen gemeinsam als Gruppe. Es geht darum, kleine Wolfsjunge zu retten, die sich in einem Gebirge verirrt haben. Doch gleichzeitig macht sich ein Drache bereit für den Angriff auf ihre Burg. Außerdem treiben sich fiese Wesen namens Gors herum. Die Spieler müssen erst einige Aufgaben erfüllen, bevor sie zu den Wölfen können.

Niccolo Riedel erklärt die Regeln. Das Spielmaterial sieht noch nicht so aus wie später im Laden. Mitarbeiter des Verlags haben es zum Teil selbst gebastelt. Sie haben einen Würfel beklebt und einfache Papierkärtchen ausgeschnitten. Das Spiel wird erst richtig hergestellt, wenn der Ablauf und die Regeln ganz genau feststehen. Ab März kann man es dann kaufen.

Kinder können (mit-)entscheiden

Während des Spiels müssen die Kinder immer wieder ihr Vorgehen besprechen. Jayden möchte am liebsten kämpfen. Nils möchte sich lieber einen klugen Plan ausdenken. Schließlich findet Annika das letzte Wolfsjunge. Die Kinder haben gesiegt!

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Jetzt will Niccolo Riedel hören, wie das Spiel ankam. "Kann man so verkaufen", findet Elisavet. Auch Nils ist zufrieden. Er hat das Spiel schon zum zweiten Mal gespielt und ein paar Dinge bemerkt, die verbessert wurden. Beim ersten Mal mussten die Spieler zum Beispiel noch mehr Aufgaben lösen. Da war es schwierig, den Überblick zu behalten. Annika meint: "Ich finde es gut, dass auch Kinder gefragt werden, wie sie es finden."

RND/dpa

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