Achtung Kostenfalle: Auf doppelte Riester-Gebühren achten

  • Ein Riestervertrag kann sich gerade für Eltern lohnen, um staatliche Zulagen zu erhalten.
  • Wenn sich aber an der Lebenssituation etwas ändert, kann es zu doppelten Gebühren kommen.
  • Verbraucherschützer kritisieren: Diese Praxis belastet Sparer mit Kindern.
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Berlin. Wer einen Riestervertrag abschließt, zahlt unter Umständen mehrmals Abschluss- und Vertriebskosten. Das kann passieren, wenn sich der Eigenbeitrag zur Riester-Rentenversicherung aufgrund einer Kinderzulage ändert: Viele Versicherer erheben bei solchen Beitragsänderungen erneut Gebühren. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale Hamburg.

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Demnach kassieren 15 von 34 befragten Versicherern die Gebühren gegebenenfalls mehrfach. Dabei geht es nicht um wenig Geld: In einem Beispielfall fielen durch das Absenken des Eigenbeitrags aufgrund der Kinderzulage und die anschließende Wiedererhöhung 360 Euro an Mehrkosten an. Von der doppelten Zahlung können folgende Riester-Sparer betroffen sein:

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• Verbraucher, die Kinderzulagen erhalten und entsprechend ihren Eigenbeitrag senken

• Verbraucher, die nach Ablauf von Kinderzulagenberechtigungen ihren Eigenbeitrag wieder erhöhen

• Verbraucher mit schwankenden Einkünften

• Verbraucher, die von der unmittelbaren Förderberechtigung in die mittelbare Förderberechtigung wechselten und danach wieder zurück

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Der Hintergrund: Aus Sicht der mehrfach kassierenden Versicherer entspricht die Wiedererhöhung des Eigenbeitrages einem Vertragsneuabschluss. Die Verbraucherschützer kritisieren: Diese Praxis belaste Sparer mit Kindern - anstatt sie wie vorgesehen zu entlasten und besonders zu fördern. Verbraucher sollten Riester-Verträge vor dem Abschluss daher genau auf solche Kostenfallen prüfen.

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RND/dpa

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