Höchster Wert seit Mai: RKI meldet Corona-Inzidenz von 100

  • Die Corona-Inzidenz steigt weiter: Erstmals seit Mai dieses Jahres erreicht der Sieben-Tage-Wert die 100er-Marke (Vortag 95,1).
  • Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden 15.145 Corona-Neuinfektionen registriert.
  • Zudem wurden 86 neue Todesfälle verzeichnet.
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Berlin. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit exakt 100,0 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 95,1 gelegen, vor einer Woche bei 70,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15.145 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.949 Ansteckungen gelegen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.31 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Krankenhaus-Indikator jetzt bei 2,68

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 86 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 75 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.452.425 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

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Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter – gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

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Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.200.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 95.077.

Intensivstationen und Impfkampagne

Bei der Beurteilung der Maßnahmen kommt es auch auf Kapazitäten von Intensivbetten, Geräten und Personal an. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) erfasste zuletzt 1541 Corona-Patienten, die in Deutschland intensivmedizinisch behandelt werden müssen. 56 Prozent der Corona-Intensivpatienten müssen künstlich beatmet werden. (Stand 22.10.21, 12.15 Uhr)

Auch der Fortschritt bei den Impfungen hat Auswirkungen auf die Infektionsdynamik. Laut dem offiziellen Impf-Dashboard haben 69,1 Prozent der Gesamtbevölkerung seit dem Start der Impfkampagne eine erste Impfdosis erhalten, 66,1 Prozent den vollen Impfschutz.

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110,6 Millionen Impfdosen wurden insgesamt verabreicht. (Stand 22.10.21, 20.49 Uhr)

RND/dpa

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