Mit dem E-Auto in den Urlaub: So sind auch längere Strecken kein Problem

  • Die Fahrt in den Urlaub soll Spaß machen – das geht auch mit einem E-Auto.
  • Apps sind der Schlüssel zum entspannten Fahren, sie geben Sicherheit bei Routenplanung und Reichweite.
  • Mit ein wenig Vorbereitung und der richtigen Einstellung ist auch eine längere E-Auto-Reise ein Vergnügen.
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Es gibt sie immer noch reichlich, die Gruselgeschichten über Reisen im E-Auto. Zum Beispiel über bewusst in Kauf genommene beschlagene Scheiben im Innenraum, die zwecks notwendiger Sicht per Hand geputzt werden. Weil halt zum Sparen von Energie die Klimaanlage ausgeschaltet ist. Oder das Abschalten des Navigationssystems. Auch, um Energie zu sparen – und damit die Reichweite zu verlängern. So lustig sich derlei Anekdoten lesen. Werden sie erlebt, dann sind sie lästig, belastend und schlimmstenfalls gefährlich. Und dabei vor allem völlig unnötig – bei guter Planung.

Daher gilt besonders beim Angehen längerer Distanzen mit dem E-Auto, wie bei Urlaubsreisen: die richtige Planung ist bei E das A und O.

Für Spaß statt Stress, für Entspannung statt Ärger. Der Schlüssel zu allem ist dabei das Wissen um die Erreichbarkeit der nächsten Ladestation. In Deutschland gibt es etwa 40.000 Ladestationen (davon ist etwa jede siebte eine Schnellladestation). In den deutlich kleineren Niederlanden sogar 70.000.

In Spanien hingegen nur 5000. Dieses Spektrum macht deutlich, wie wichtig die präzise Vorbereitung der Reise und der Reiseroute ist. In den Niederlanden – wie auch in Norwegen – gilt: nie liegen zwischen zwei Lademöglichkeiten mehr als 120 Kilometer Entfernung.

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Drei Frauen, drei E-Autos - und eine Fahrt in den Urlaub
11:38 min
Auf Urlaubs-Tauglichkeit geprüft wurden bei einer Fahrt nach Holland der Opel Zafira E, der Kia E Niro und der Volvo XC 40 Recharge P8.  © Mhoch4

Tipps für das angenehme Reisen im E-Auto bei längeren Distanzen

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  • Die richtige App: Planen Sie ihre Route ausgerichtet am E-Tankstellen-Netz. In diesen Apps wird verlässlich angezeigt, wie viele und welche Ladestationen es wo gibt. EnBW mobility + ist auch eine interessante Alternative. Im Suchergebnis können Steckertypen und Ladeleistungen gefiltert werden. Weiterer Vorteil: Das Bezahlen ist per App möglich. Man braucht also keine extra Karte. Das ist deshalb gut, weil nicht jede Karte ständig und überall funktioniert. 30.000 Ladestationen gehören zum Netz. Next Plug bietet sogar 100.000 Stationen in 48 Ländern an. Dort sind zum Beispiel Schnellladestationen in Rot gekennzeichnet.
  • Die mobile Ladestation: Wer sich komplett absichern will, der kann die Anschaffung einer mobilen Ladestation erwägen. Damit kann das Auto praktisch vom Hotelzimmer aus geladen werden. Allerdings: Wer die Apps und damit das vorhandene Netz richtig nutzt, der kann sich diese Ausgabe sparen.
  • Eigenes Ladekabel an Bord: Das ist wirklich wichtig, um nicht immer auf die Kabel an den Stationen angewiesen zu sein.
  • Nicht rasen! Ja, die Beschleunigung von E-Fahrzeugen ist mitunter sehr dynamisch. Aber zum Rasen ist die E-Mobilität nicht gedacht. Wer ruhiger und nicht ganz so schnell fährt, der spart spürbar Energie, schafft damit mehr Kilometer. Und ist somit mitunter schneller als der „Raser“, weil der ja eher Energie nachtanken muss.
  • Langsam laden: Je schneller der Ladevorgang, desto mehr Energie fließt in kurzer Zeit. Langsames Laden schont die Batterie und ist günstiger.
  • Schnellladestationen effektiv nutzen: An Schnellladestationen ist das Aufladen von bis zu 80 Prozent in etwa einer halben Stunde möglich. Gerade an Autobahnen wird das Netz dieser Ladestationen deutlich ausgebaut.

Generell gilt: das Zurücklegen längerer Distanzen mit dem E-Auto muss anders angegangen werden als mit dem Verbrenner. Ja, es bedarf etwas mehr Vorbereitung. Aber man reist auch bewusster. Längere Pausen für das Nachladen muss keine ungeduldig verschenkte Zeit sein. Im Gegenteil: Diese Fahrtunterbrechung kann bewusst ausgestaltet werden, mit einer kleinen Besichtigungstour oder einem netten Essen.

Erfahrene E-Distanz-Fahrer planen sich ihre Pausen bewusst nach 200 bis 300 Kilometern ein. Der sehr gute Routenplaner des ADAC listet zum Beispiel interessante Ziele in unmittelbarer Nähe von Ladestationen auf.

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