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Ein Publikumsliebling wird elektrisch

Die sechste Generation des Opel Astra – eine Revolution aus Rüsselsheim

Könnte dem Golf etliche Kunden abjagen: der neue Opel Astra Hybrid.

Mit dem Ruf, in der Beliebtheit gegenüber dem Wolfsburger Widersacher „ewiger Zweiter“ zu sein, lebt Opel schon lange. Der Astra kam in der Vergangenheit bei uns im Vergleich auf gerade einmal ein Viertel der Golf-Zulassungszahlen. Das könnte sich allerdings in Zukunft ändern – zugunsten des Astra.

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Sein Design wirkt cooler und ist gegenüber dem Vorgänger eine kleine Revolution. Der Astra zeigt ein sportliches Profil mit klaren Kanten und guten Proportionen. Er wird auffallen im Verkehr und Blicke auf sich ziehen. Mit 4,37 Metern ist er genauso lang wie sein Vorgänger, steht jedoch optisch solider auf seinen Rädern. Denn in der Breite wuchs der Rüsselsheimer um satte 51 Millimeter. Zudem ist das Dach niedriger. Den sogenannten Vizor-Grill, bei dem Scheinwerfer und Grill ein sehr technisch wirkendes Designelement darstellen, kennen wir bereits vom Mokka.

Das auffälligste Merkmal an der Flanke ist die hintere Dachsäule (C-Säule). Sie erinnert besonders bei der Bi-Tone-Lackierung ein wenig an die Rückenflosse eines Hais. Unter der Heckklappe verbirgt sich ein Kofferraum mit einem Volumen von 352 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind es 1268 Liter. Ein guter Mittelwert.

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Ein Cockpit, das von Opel keiner erwarten würde

Den wirklichen Wow-Effekt aber bietet der Astra im Cockpit. Was sich dort an digitaler Welt präsentiert, hätte man Opel als Volumenhersteller niemals zugetraut, sondern eher in einem Audi vermutet: puristisch, clean und hochwertig verarbeitet. Hinter dem Lenkrad spannt sich ein riesiges, dünnes Display im iPhone-Look, das am linken Rand sogar die Lüftungsklappen mit aufnimmt. Bislang einmalig im Automobilbau. Ebenso Debüt hat eine spezielle Folie. Sie liegt hinter der Glasabdeckung des Displays und soll wie eine Sonnenjalousie wirken. Dadurch konnten Opels Designer das oft hässliche Dach über dem Bildschirm weglassen, was dem Ganzen noch mehr Präzision und Hightech-Charakter verleiht.

Ein Digital-Display, das man Opel eher nicht zugetraut hätte: Blick ins Cockpit des neuen Astra samt „Pure Panel“.

Ein Digital-Display, das man Opel eher nicht zugetraut hätte: Blick ins Cockpit des neuen Astra samt „Pure Panel“.

Klassische Drehregler bleiben – gut so!

Gut für den Alltag: Unterhalb des Displays liegen noch diverse Schalter und Taster für Funktionen, die man mit einem Klick und nicht umständlich über die Menüführung des Bildschirmes aktivieren möchte. Selbst den klassischen Drehregler für die Lautstärke hat Opel nicht eingespart, wie es zum Beispiel VW beim Golf gemacht hat.

Doch nicht nur mit seinem „Pure Panel-Display“ will die Marke mit dem Blitz punkten, sondern auch mit Hightech-Features, die oft nur in höheren Klassen zu finden sind. Dazu gehören beispielsweise ein Head-up-Display, Pixel-LED-Scheinwerfer und Assistenzsysteme, die teilautonomes Fahren ermöglichen.

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Opel Astra: Erstmals mit Plug-in-Hybrid-Antrieb

Wenn der Astra im Frühjahr auf den Markt kommt, steckt unter seiner Haube erstmals ein Plug-in-Hybrid. Ihn konnten wir auf einer ersten Testfahrt ausprobieren – und waren angetan von der Souveränität des Antriebs. Ein 110 kW (150 PS) starker 1,6-Liter-Benziner und ein Elektromotor mit 81 kW (110 PS) generieren hier eine Systemleistung von 132 kW (180 PS). Nach dem Drücken des Starterknopfes beginnt die Fahrt stets mit Strom. Entsprechend ruhig bewegt sich der Astra durch die Stadt und über Land. Opel verspricht eine elektrische Reichweite von gut 60 Kilometern, die unter normalen Bedingungen auch realisiert werden kann. Selbst bei etwas stärkerer Beschleunigung schaltet sich nicht gleich der Benziner hinzu, was zur Entspannung beiträgt. Erst, wenn es richtig zur Sache geht und der Kickdown-Punkt überschritten wird, bringt sich der Vierzylinder ins Spiel.

Ein weiteres Plus des neuen Astra sind die Pixel-LED-Scheinwerfer, die eher aus höheren Fahrzeugklassen bekannt sind.

Ein weiteres Plus des neuen Astra sind die Pixel-LED-Scheinwerfer, die eher aus höheren Fahrzeugklassen bekannt sind.

Komfort fast so wie in der Oberklasse

Auffällig ist, wie ruhig, komfortabel und ausgewogen sich der neue Astra insgesamt fahren lässt, so, als gehöre er der Oberklasse und nicht dem Kompaktsegment an. Auch die Abrollgeräusche aus den Radhäusern – Opel verwendet hier durchgehend CO₂-optimierte Ökoreifen – sind kaum wahrnehmbar. Fahrwerk und Bremsen wirken bestens abgestimmt. Lediglich die Lenkung fühlt sich manchmal einen Tick zu leichtgängig an, könnte etwas mehr Widerstand vertragen. Abhilfe schafft hier das Umschalten in den Sportmodus.

Wem die 180 PS im Plug-in-Astra noch zu wenig sind, kann auch eine Version mit 225 PS bekommen. Später soll es sogar eine Performance-Variante mit 300 PS geben. Sie wird vermutlich aber erst 2023 verfügbar sein. Ebenso eine rein batterieelektrische Version. Doch keine Angst, es sind auch ganz konventionelle Antriebe im Angebot. Bei 85 kW (110 PS) beginnen die Benziner. Hier handelt es sich um einen 1,2-Liter-Dreizylinder, den es auch in einer 96 kW (130 PS) starken Ausführung gibt. Die WLTP-Verbräuche sollen zwischen 5,4 und 5,8 l/100 km liegen. 130 PS leistet auch der einzige Diesel des Astra. Sein Verbrauch beziffert Opel mit 4,4 Liter pro 100 Kilometer.

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Insgesamt hinterließ der neue Opel Astra bei uns einen sehr ausgewogenen und soliden Eindruck. Es bringt Spaß, ihn zu fahren. Nicht zuletzt, weil man sich hinter dem Lenkrad sehr wohlfühlt. Alles ist gut durchdacht und bedienerfreundlich. Preislich bleibt Opel, trotz deutlich besserer Ausstattung, auf dem Niveau des Vorgängers, zumindest gilt dies für das Basismodell. Es startet bei 22.465 Euro. Der getestete Plug-in-Hybrid beginnt bei – Umweltbonus bereits abgezogen – attraktiven 28.622 Euro.

 

Opel Astra Plug-in-Hybrid

Motor: 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner plus Elektromotor

Leistung: 132 kW/180 PS

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0–100 km/h: 7,6 s

Max. Drehmoment: 360 Nm

Spitze: 225 km/h

Verbrauch: 1,0 l Super

Reichweite 60 km (WLTP)

CO₂-Emission: 22 g/km

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Länge/Breite/Höhe: 4374/1860/1472 mm

Radstand: 2675 mm

Kofferraum: 352 bis 1268 l

Leergewicht: 1678 kg

Getriebe: Acht-Gang-Automatikgetriebe

Preis: ab 35.800 Euro

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