Zehn Tipps für noch mehr Spaß beim Fahrradfahren

  • Manche Dinge können beim Fahrradfahren ganz schön nerven.
  • So gehört ein Handy niemals in die Hosentasche, und auch ein unter dem Rucksack schweißnasser Rücken ist äußerst unangenehm.
  • Für den maximalen Spaß beim Fahrradfahren hat unser Autor zehn Gebote zusammengestellt.
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Das E-Bike ist auch ein Flieh-Bike: Raus aus dem Auto, raus aus dem Stau, raus aus vollen Bussen und Bahnen. Frische Luft statt sauerstoffarmer Muff. Aber auch das tollste Rad ist alleine nicht entscheidend für das Wichtigste: den Wohlfühlfaktor im Sattel. Nur wenn der gewährleistet ist, haben der Radler und die Radlerin dauerhaft Spaß an der ganz persönlichen Mobilitätswende. Ob in der Stadt oder auf dem Land. Ob beim Pendeln zur Arbeit oder bei der gemütlichen Ausfahrt am Wochenende. Ob bei Sau- oder Traumwetter. Für den Schreiber dieser Zeilen gibt es zehn Gebote, an die er sich im Fahrradsattel immer hält.

1. Nie Handy in der Hosentasche

Ein eng an den Oberschenkel gepresstes Handy in der vorderen Hosentasche stört beim Pedalieren. Zudem erhöht es den Stress, wenn es dann dort klingelt oder vibriert. Denn es macht keinen Spaß und reduziert die Sicherheit, es dann aus der Tasche zu ziehen. Handy in der Gesäßtasche ist auch eine schlechte Idee – weil es rausrutschen kann. Daher ist ein Handy in der Jacke deutlich besser aufgehoben.

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2. Nie Kopfhörer im Ohr

Das Hören ist im Straßenverkehr ähnlich wichtig wie das Sehen. Telefonieren während der Fahrt lenkt ab, ist direkt mit Gerät am Ohr ohnehin verboten (das Bußgeld liegt bei 55 Euro!), und nimmt einem auch mit Freisprecheinrichtung viel von dem Erholungsfaktor, den das Radfahren bestenfalls bieten sollte. Auch und gerade auf dem Weg zur Arbeit.

3. Immer Finger auf den Bremsen

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Das komplette Umklammern der Lenkergriffe ist belastender für die Handgelenke. Besser ist es, die Handballen auf den Lenkergriffen zu platzieren und mit den Fingern die Bremsen zu greifen. Dadurch geht keinerlei Lenksicherheit verloren und – besser noch – die Reaktionszeit für gerade im Stadtverkehr jederzeit urplötzlich auftretende Bremsnotwendigkeiten verkürzt sich erheblich und eventuell entscheidend.

4. Nie rechts überholen

Das ist eine Unsitte, die sich eingeschlichen hat. Plötzlich auf dem Radweg rechts an einem vorbeirauschenden Überholer provozieren geradezu Unfälle, weil mit dem Überholen rechts nicht gerechnet wird. Das heißt aber auch: Radfahrer und Radfahrerinnen sollten sich so weit rechts halten, dass dort gar keine einladende Lücke entsteht. Generell ist mehr Disziplin erforderlich, wenn die stetige Zunahme des Radverkehrs die Radwege stärker beansprucht.

5. Lieber zu dünn als zu dick kleiden

Dünnere Jacken reichen auch bei etwas kühleren Temperaturen völlig aus – wenn sie winddicht sind. Unangenehme Kälte dringt meistens am Hals ein. Der muss geschützt werden. Auch hier ist für erfahrene Radfahrer und Radfahrerinnen weniger mehr: ein dünner Loop-Schal (ein „Textil-Tunnel“, der über den Kopf gezogen wird) ist deutlich besser als ein dicker Schal. Der passt nämlich mitunter kaum in die Jacke, so bleiben Lücken, die den Wind eindringen lassen.

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6. Tasche immer am Rad, nicht am Körper

Es gibt mittlerweile sehr schicke und praktische Taschen, die am Radgepäckträger befestigt werden können – und nach der Tour auch am Rücken top passen und aussehen. Taschen auf dem Rücken sieht man zwar oft, gleichwohl sind einige dieser Exemplare rutschig. Oder der von der Tasche abgedeckte Teil des Rückens gerät ins Schwitzen.

7. Nie ohne Taschentuch

Nase läuft, Sattel nass. Da hilft der schnelle Griff zum Taschentuch. Während der Fahrt muss dafür nicht unbedingt das Abtauchen in die tiefe Hosen- oder Jackentasche notwendig sein. Trick: Taschentuch über das Handgelenk in den Ärmel stecken. Da lässt es sich viel schneller rausziehen.

8. Freundlich rufen, statt nur klingeln

Manchmal blockieren ältere Menschen, Kinder oder ganze Familien den Radweg – meist aus nicht böse gemeinter Gedankenlosigkeit. Gerade ältere Menschen erschrecken oft durch das plötzliche Ertönen der Klingel. Ein freundlich gerufenes „Entschuldigung, Radfahrer von hinten“ wirkt Wunder. Bei Gruppenfahrten gehört es sich, dem Vorbild von Radsportlern und -sportlerinnen zu folgen. Da ruft der Erste den zu überholenden Menschen die Anzahl der noch folgenden Radler und Radlerinnen zu. Zum Beispiel: „Noch fünf.“

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9. Immer Regenschutz dabei

Regen auf dem Rad schreckt nur diejenigen vom Fahren ab, die nicht richtig ausgerüstet sind. Regenhosen und Regenjacke nehmen den Stress.

10. Jeden Radkilometer zählen und notieren

Es hat etwas Motivierendes, wenn man am Ende des Monats seine Radkilometer nachliest. So lässt sich zum Beispiel ablesen, wie viel Sprit und damit Geld man durch den Umstieg vom Auto in den Radsattel gespart hat. Und – zugegeben – es bedient auch ein ganz klein wenig die eigene Eitelkeit. Wer bei Herbstsauwetter mehrere Hundert Kilometer im Sattel gependelt ist, der darf durchaus stolz darauf sein.

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