Fahrradcomputer: Für wen lohnt sich welche Preisklasse?

  • Fahrradcomputer gibt es in vielen Ausführungen und Preisklassen.
  • Doch manchmal ist auch ein schlichter und günstiger Tacho die richtige Lösung.
  • Je besser und teurer der Radcomputer, umso mehr wird das Smartphone zur Alternative.
David Schmiedhold
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Wie viele Watt verbrenne ich? Wie hoch ist mein Puls? Wie lang war die Tour mit meinem E‑Bike denn nun? Welche Durchschnittsgeschwindigkeit habe ich erreicht? Wie viele Kilometer habe ich heute, gestern, diese Woche, diesen Monat erstrampelt? Mit welchem Grad der E‑Unterstützung komme ich am besten klar? Alles Fragen, deren Beantwortung den Spaß am und auf dem E‑Bike deutlich erhöhen kann.

Fahrradcomputer können eine Fülle von Daten liefern: nützliche und nutzlose gleichermaßen. Auch die Handhabung kann mehr oder weniger sinnvoll sein. Ein zu komplexer Fahrradcomputer kann von der Hilfe schnell zum Ärgernis werden. Fünf Tipps klären auf, was für wen der richtige Radcomputer ist.

Für entspannte Puristen und Traditionalisten

Die modernen Computer messen eine große Menge Daten – über die genaue Streckenbeschaffenheit bis hin zum Kalorienverbrauch. Doch viele dieser Funktionen sind vor allem für sportlich ambitionierte Radfahrer und Radfahrerinnen interessant.

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Ein schlichter Tacho ist für viele Nutzer und Nutzerinnen dagegen völlig ausreichend und kostet um 20 Euro. Der misst gefahrene Gesamtkilometer, einzelne Touren können gesondert erfasst werden. Dazu gibt es Uhrzeit, Datum und manchmal sogar zusätzliche Daten wie zum Beispiel die Durchschnittsgeschwindigkeit. Kurzum: für weniger daten- und technikaffine E‑Biker und E‑Bikerinnen reicht derlei völlig aus. Ein gutes Fachgeschäft richtet den Computer gern ein, erklärt ihn und montiert ihn.

Für etwas Neugierige

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Ein E‑Bike ist schwerer als nicht unterstützte Räder. Und E‑Bikes bringen Radler und Radlerinnen in den Sattel, die mitunter zuvor sehr lange nicht Fahrrad gefahren sind. Für diese Nutzer und Nutzerinnen ist ein Fahrradcomputer mit einigen zusätzlichen Funktionen empfehlenswert. Zum Beispiel Geräte, die die Trittfrequenz messen. Grund: Mitunter klagen Neu‑E‑Biker und ‑Bikerinnen über Kniebeschwerden, ausgelöst durch die ungewohnte Belastung. Das Austarieren der richtigen Trittfrequenz entspannt deutlich und hilft, das E‑Bike optimal zu nutzen. In Kombination mit einem Pulsmesser gibt das Sicherheit und erhöht das Vertrauen in den eigenen Körper. Gute Computer, die das bieten, gibt es auch bereits ab etwa 30 Euro.

Für etwas sportlichere und wettbewerbsorientiertere Menschen

Herzfrequenz messen, Höhenmeter erfassen – und dann zu Hause am Computer oder Laptop auslesen und eventuell vergleichen. Das kann viel Freude machen und motivieren. In diesem Segment ist die Preisspanne groß, sie beginnt etwa bei 50 Euro.

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Für alle Fälle – und alle Strecken

Hochwertige Fahrradcomputer bieten neben unzähligen Vernetzungsmöglichkeiten auch sehr gute Navigationssysteme an: Derlei ist ideal für Radreisen, aber auch anspruchsvoller in der Handhabung. Wer sich für dieses Segment interessiert, der sollte sich unbedingt sehr ausführlich beraten lassen, denn das Handy kann die bessere Lösung sein.

Smartphones können nahezu all das, was ein hochwertiger Fahrradcomputer können muss. Im Handy installierte Apps bieten von Routenplanung bis Kalorienverbrauch, Herzfrequenz und Vernetzungen alles, was die Tour mit dem E‑Bike an Daten bieten kann. Daher gilt: Gerade wer sich für die Leistungen ganz hochwertiger Fahrradcomputer interessiert, sollte sehr genau prüfen, ob ein am Radlenker installiertes Handy nicht sogar die bessere Lösung ist.

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