Fünf Tipps für die richtige Haltung auf dem E‑Bike

  • Die Sitzposition auf dem Fahrrad kann große Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben.
  • Achtet man auf einige Dinge, kann sich das Fahrgefühl deutlich verbessern.
  • Fünf Tipps für mehr Fahrfreude, weniger Anstrengung, Schonung von Rücken und Gelenken.
|
Anzeige
Anzeige

Es ist schon längst nicht mehr vermessen, für das Vermessen eines Radfahrers oder einer Radfahrerin 100 Euro zur verlangen. Oder weit mehr. Ein derart professionelles „Bike-Fitting“ kann sein Geld wert sein. Vor allem sportlich ambitionierte Rennradfahrer und ‑fahrerinnen nutzen diesen Service. Denn sie wissen: Die richtige Haltung des Körpers, exakt abgestimmt auf die Maße des Rades, optimiert Leistung und minimiert Beschwerden. Aber auch völlig gratis und ohne fremde Hilfe ist für E‑Biker und E‑Bikerinnen die richtige Abstimmung zwischen Mensch und Maschine relativ leicht einzustellen. Fünf Tipps sind dafür hilfreich.

1. Innenbeinlänge messen

Vor dem Kauf des Rades ist für die Ermittlung der richtigen Rahmenhöhe des Fahrrades die Innenbeinlänge wichtig. Stellen Sie sich barfuß oder mit Socken gerade an eine Wand. Nehmen Sie ein Buch und führen es senkrecht zwischen den Oberschenkeln bis zum Schritt. Dann messen sie von der Oberkante des Buches, das mit dem Schritt abschließt, bis zum Boden. Der ermittelte Wert wird mit 0,885 multipliziert. Als Faustregel gilt, dass so die Sitzhöhe bestimmt wird, also der Abstand vom Sattel bis zur Mitte des Tretlagers.

Anzeige

2. Sitzposition

Anzeige

Eine leicht gebeugte Haltung entlastet den Rücken und das Gesäß, zudem bekommt man so mehr Kraft auf die Pedale. Ein gestreckter Rücken belastet hingegen die Bandscheiben, drückt zudem beim Sitzen das ganze Gewicht in den Sattel, das mindert auf Dauer den Sitzkomfort und ist eine Belastung für die Bandscheiben am unteren Rücken. Die sind bei gerader Haltung als „Stoßdämpfer“ viel mehr gefordert als bei angewinkeltem Sitzen. Denn in leicht gebeugter Haltung verteilt sich das Körpergewicht, die Arme federn viel ab und entlasten damit auch das Gesäß.

3. Sattel

Anzeige

Ein nie endendes Diskussions­thema. Welcher Sattel für welchen Körper? Härter, weicher, schmaler, breiter? Der Wohlfühlfaktor ist individuell so unterschiedlich, dass es schlichtweg unseriös ist, einen konkreten Tipp als das unverrückbare Nonplusultra anzupreisen. Aber eine Eingrenzung ist hilfreich: Der Sattel sollte so eingestellt sein, dass die Masse des Gewichtes auf die hinteren Sitzbeinhöcker fällt. Menschen, die viel fahren, nutzen fast durchweg härtere, schmalere Modelle. Bei gebeugter Sitzhaltung ist ein schmaler Sattel generell zu favorisieren. Wer jedoch gerne etwas aufrechter sitzt, weniger dynamisch und eher kürzere Strecken fährt, für den können auch breitere und etwas gepolsterte Sättel die richtige Lösung sein.

4. Lenkerposition

Lenkerposition und Sitzposition bedingen sich. Beides ist justierbar und veränderbar, aber nur eingeschränkt. Der Rahmen des Rades gibt Grenzen vor, deshalb ist vor dem Kauf des Rades das Messen der Innenbeinlänge so wichtig. Auf dem klassischen E‑Bike (nicht E‑Rennrad, nicht E‑Mountainbike) mit Trekkinggeometrie ist – wie auf nicht motorunterstützten Rädern auch – eine leicht gebeugte Haltung am besten. Der Lenker sollte so ausgerichtet sein, dass das Handgelenk beim Umfassen des Griffes nicht abknickt. Erfahrene (E-)Biker und (E-)Bikerinnen umfassen den Griff oft nicht komplett, sondern umgreifen mit den Fingern zusätzlich auch den Griff der Bremse. Doppelter Vorteil: Die Hand wird entlastet, die Reaktionszeit zum Bremsen verkürzt sich.

5. Pedale

Der Körper hat nur drei beziehungsweise fünf Kontaktpunkte zum Rad: Das Gesäß, die Hände und die Füße. Hände und Gesäß spüren die Belastungen dabei eher als die Füße. Doch die richtigen Pedalen wirken so entlastend, dass davon in der Folge auch Hände und Gesäß profitieren. Ganz wichtig: Man muss seinen Pedalen „vertrauen“ können. Der Fuß muss – auch bei Nässe – sicheren Halt haben. Pedale mit rauer Oberfläche gewährleisten das, auch wenn man mal aus dem Sattel geht. Rutschige Pedale sind gefährlich. Zudem braucht man festen Halt, um die Kraft optimal auf die Pedale zu bringen. Tipp: Selbst bei hochwertigen Toprädern wird oft an den Pedalen gespart. „Pimpen“ Sie Ihr Rad mit besseren Pedalen. Es lohnt sich.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen