Isetta-Erbe: Elektrozwerg Microlino kommt in den Handel

  • Gut Ding will manchmal Weile haben – der elektrische Microlino sorgte 2016 auf dem Genfer Salon für Furore.
  • Fünf Jahre später soll das Minimobil nun auf den Markt kommen.
  • Der moderne Microlino, der an den Oldtimer Isetta erinnert, wird bald auf den Straßen zu sehen sein.
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Es hat zwar etwas länger gedauert, doch jetzt geht die Serien­entwicklung auf die Zielgerade: Zur IAA im September in München hat die Schweizer Microlino AG die Premiere und den Verkaufsstart des gleichnamigen Kleinwagens angekündigt. Fünf Jahre nach dem ersten Aufschlag beim Genfer Salon bekommt die legendäre BMW Isetta aus den 1950er-Jahren damit einen elektrischen Nachfolger.

Inspiriert von dem ikonischen Rollermobil aus den Wirtschafts­wunder­jahren haben die Schweizer einen Winzling für den Stadt­verkehr entwickelt, der wie das Original vorne breiter ist als hinten – und durch eine Tür im Bug betreten wird. Das Leichtfahrzeug ist 2,50 Meter kurz, 1,50 Meter schmal und ohne Batterie keine 450áKilo schwer. Der Microlino bietet Platz für zwei Personen und zumindest einen großen Einkauf, teilte der Hersteller mit.

Das Fahrzeug wurde seit dem ersten Entwurf vor allem hinsichtlich der Sicherheit noch einmal komplett überarbeitet und mit einem komfor­tableren Fahrwerk ausgestattet. Verkauf und Auslieferung sollen zu Preisen ab etwa 12.500 Euro noch in diesem Jahr beginnen.

Angetrieben wird der Microlino von einem E-Motor mit 20 kW für maximal 90 km/h und einer Batterie, die mit einer Kapazität von bis zu 14,4 kWh den Strom für bestenfalls 200 Kilometer liefern soll. Obwohl von einem Klassiker inspiriert, setzt Microlino auf moderne Technik: Scheinwerfer und das Lichtband im Bug strahlen mit LED, die Instrumente sind digital. Als zentrales Bedien­element dient dem Hersteller zufolge ein Touchscreen.

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Für den Microlino benötigt man anders als etwa für den Citroën Ami einen herkömmlichen Pkw-Führerschein. Dennoch erfüllt der Leicht­kraft­wagen nicht alle Standards aus der Autowelt: Airbags und ESP zum Beispiel gibt es zum Start nicht einmal gegen Aufpreis.

RND/dpa

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