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Neuer „kleiner“ E‑BMW

Große Antriebsvielfalt: Der X1 hat das Zeug zum Bestseller

Der neue BMW ix1 soll in die Fußstapfen des i3 treten.

Der neue BMW ix1 soll in die Fußstapfen des i3 treten.

Es ist ja nicht so, dass BMWs X1‑Strategen nicht wüssten, was rechts und links neben ihnen so passiert. Kompakt-SUV gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle. Auch im Premiumsegment hat sich einiges getan: Volvo, Genesis, Audi, Mercedes, Jaguar, Lexus, sie alle haben entsprechende Modelle mit unterschiedlichen Antrieben im Portfolio. Umso tiefgreifender gingen die Entwicklungen bei der dritten Generation des X1. Sie soll natürlich alles besser können als ihre beiden extrem erfolgreichen Vorgänger – und eben auch die Konkurrenten hinter sich lassen. BMW peilt nicht weniger als den Maßstab der Klasse an.

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Die Voraussetzungen hierfür sind nicht die schlechtesten. Erstmals gibt es den X1 neben Diesel, Benziner und Plug‑in-Hybrid auch als vollelektrische Variante. Das Modell nennt sich iX1 und gilt intern als Nachfolger des extravaganten i3, dessen Produktion Ende Juni eingestellt wurde. Vom iX1 erhofft sich BMW deutlich höhere Stückzahlen, er polarisiert längst nicht so, trifft den Mainstream­geschmack, ist deutlich vielseitiger und hat eine wesentlich größere Reichweite als der i3.

Glatter, aufrechter und robuster im Design

Schon der erste Blick auf den neuen X1/iX1 zeigt, dass sein Design aufrechter ist, er glatter, aber trotzdem robuster wirkt und stimmigere Proportionen besitzt als der vorige X1. Intensiv haben sich die Ingenieure um die Aerodynamik gekümmert, denn an über 60 Prozent des Verbrauchs auf der Autobahn hat der Fahrtwind Schuld. Daher bekamen die Nieren verschließbare Klappen, vorne gibt es Air Curtains, hinten einen Dachspoiler und die Felgen erhielten ein spezielles Aerodesign. Die Länge des X1 wuchs auf 4,50 Meter. Er ist damit jetzt nahezu so groß wie der erste X3. Entsprechend großzügig geht es im Innenraum zu. Auch hinten genießen Erwachsene gute Platz­verhältnisse. Das Kofferraum­volumen beträgt nun 540 Liter, zuvor waren es 490. Als Option lässt sich die Rücksitzbank sogar verschieben und die Lehnen in die sogenannte Cargostellung bringen.

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Das Cockpit erinnert mit dem geschwungenen Display an die Oberklasse.

Das Cockpit erinnert mit dem geschwungenen Display an die Oberklasse.

Noch ein BMW mit „Curved Display“

Den größten Fortschritt hat der X1 im Cockpit gemacht. Schon beim Einsteigen dürfte vielen ein „Wow!“ über die Lippen kommen. Hinter dem Lenkrad thront ein leicht gebogenes „Curved Display“, wie es im iX und i4 eingeführt wurde und mittlerweile auch im 7er und modellgepflegten X7 zu finden ist. Nur mit dem Unterschied, dass die Designer im X1 die Ecken abgeschrägt haben. Dadurch soll es etwas gefälliger wirken, was es zweifellos tut.

Der Blick nach unten lässt Gewohntes vermissen. BMW hat den berühmten wie vertrauten iDrive-Dreh-Drücksteller eingespart und die Bedienung auf Touch am Display oder Sprache umgestellt. Neukunden wird dies sicher nicht stören. Wer aber schon länger BMW fährt, muss sich ein bisschen umgewöhnen, kann dafür aber ein Interieur genießen, wie es die Bayern in diesem Segment bislang nicht angeboten haben. Materialqualität, Oberflächen und Verarbeitung sind exzellent und entsprechen dem Niveau der Oberklasse.

Wie eingangs erwähnt, der Kunde hat die Wahl zwischen diversen Antrieben. BMW nennt es neudeutsch „Power of Choice“. Der Einstieg in die X1-Welt beginnt mit dem sDrive18i. Er hat 100 kW/136 PS und kostet 43.900 Euro. Das entsprechende Dieselmodell heißt sDrive18d, leistet 110 kW/150 PS und startet bei 46.450 Euro. Mit Allradantrieb und 160 kW/218 PS fahren der X1 xDrive23i (57.000 Euro) sowie der 155  W/211 PS starke X1 xDrive23d für 57.700 Euro. Beide xDrive-Versionen sind übrigens 48‑Volt-Mildhybride.

Im November folgen zwei Plug‑in-Hybride

Im November dann will BMW weitere Motorisierungen nachreichen. Darunter sind zwei Plug‑in-Hybride X1 xDrive25e mit 180 kW/245 PS und X1 xDrive30e mit 240 kW/326 PS. Unter beiden steckt die fünfte Generation der BMW eDrive-Technologie. Die Elektromotoren haben keine Magnete und sind damit frei von Seltenen Erden. Das „Segeln“ erfolgt ohne Verluste, die größere Batterie, jetzt 14,2 kWh, ermöglicht eine elektrische Reichweite von bis zu 92 Kilometern, 77 Prozent mehr als im Vorgängermodell. Deutlich verbessert wurde auch die Ladezeit. Da der On‑board-Lader über zwei Phasen (7,4 kW) läuft, dauert es nur noch halb so lange, bis der Akku wieder voll ist.

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Alles, was das Fahren mit dem X1 angeht, ist eigentlich in wenigen Worten abgehandelt. BMW versteht sein Handwerk. Punkt. Es wäre geradezu absurd, würde es irgendwelche Nachlässigkeiten bei Handlichkeit, Federungskomfort, Lenkpräzision, Geräuschen oder Kurvendynamik geben. Der X1 fährt sich schlicht und einfach klasse. Beim iX1 kommen noch die Ruhe und Geschmeidigkeit hinzu, so dass man besonders bei ihm schnell an das alte Markenmotto „Aus Freude am Fahren“ erinnert wird.

Die Niere vorn ist verschließbar, um bessere CV-Werte zu erzielen.

Die Niere vorn ist verschließbar, um bessere CV-Werte zu erzielen.

Im iX1 steckt BMWs fünfte Generation des eDrive-Systems

In den iX1 hat BMW seine gesamte Elektro­erfahrung aus den vergangenen zehn Jahren fließen lassen. Vorn und hinten sitzt jeweils ein Elektromotor. Sie bringen es bei iX1 xDrive30 zusammen auf 230 kW/313 PS und 494 Newtonmeter. Allein dies sorgt für eine herrliche Souveränität sowie eine spontane und – elektrotypisch – lineare Leistungs­entfaltung.

Nicht minder wichtig bei einem Elektroauto sind Batterie, Reichweite und Lade­management. Im Boden ist Platz für einen 62,4 kWh großen Akku, gut für bis zu 438 Kilometer Aktionsradius. An einer Schnell­ladesäule (HPC) können maximal 130 kW übertragen werden. „In zehn Minuten sind bis zu 120 Kilometer nachgeladen“, verspricht Thomas Liedtke, der Projektleiter des iX1. Für Wechsel­strom­laden (AC) ist ein 11‑kW-Ladegerät an Bord, als Sonder­ausstattung gibt es eine 22‑kW-Ausführung.

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Gebaut wird die X1‑Baureihe, intern U 11 genannt, im hochmodern ausgebauten Werk in Regensburg. Die Logistik ist so faszinierend ausgetüftelt, dass alle Antriebs­varianten von einem Band laufen können. Dies gibt BMW die Möglichkeit, maximal flexibel auf die Nachfrage der einzelnen Versionen zu reagieren – und dadurch auch die Lieferzeiten des iX1 halbwegs im Rahmen zu halten. Während man beispielsweise beim Audi Q4 e‑tron auf 2024 vertröstet wird, soll der BMW iX1 bereits nach Überweisung von mindestens 55.000 Euro in wenigen Monaten vor der Haustür stehen.

 

BMW iX1 xDrive30

Motor: 2 Elektro

Antrieb: Allrad

Systemleistung: 230 kW/313 PS

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0–100 km/h: 5,7 s

Max. Drehmoment: 494 Nm

Spitze: 180 km/h (limitiert)

Verbrauch: 18,4 kWh/100 km

Batteriekapazität: 64,7 kWh

Ladeleistungen: 11 kW AC, 130 kW DC

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Reichweite: 438 km

Kofferraum: 540 bis 1600 Liter

Länge/Breite/Höhe: 450/184,5/164,2 cm

Leergewicht: k. A.

Preis: ab 55.000 Euro

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