Konferenzen mit 100 Teilnehmern: Google Meet ab sofort kostenlos

  • Google stellt seinen Videodienst Meet ab sofort kostenlos zur Verfügung.
  • Nutzer können unbegrenzt Konferenzen mit bis zu 100 Teilnehmern abhalten.
  • Bisher war das Tool lediglich zahlenden Kunden vorbehalten.
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Business-Meetings, Sport-Treffen, Familienkonferenzen: In der anhaltenden Corona-Krise ist die Nachfrage nach Videodiensten weiterhin auf hohem Niveau. Im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Microsoft und Zoom prescht Tech-Gigant Google nun voran. Bereits vor zwei Wochen hatte das US-Unternehmen angekündigt, seinen Dienst Meet kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Nun ist die Google-Offensive gestartet: Für die Teilnahme an einer Meet-Konferenz benötigen die Nutzer lediglich eine aktive Email-Adresse, die mit einem Google-Konto verknüpft ist. Anschließend sind Videokonferenzen mit bis zu 100 Teilnehmern möglich, eine zeitliche Begrenzung wird es nicht geben. Die klassische Kachelansicht, bei der die Videos der Teilnehmer in Fenstern angezeigt werden, ist mit bis zu 16 Personen möglich.

Google Meet ist in Email-Dienst integriert

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Darüber hinaus verfügt Meets über einen Low-Light Modus und die Möglichkeit, KI-basierte Untertitel einblenden zu lassen, die Menschen mit Hörproblemen unterstützen sollen. Auch hat Google damit begonnen, Meet für alle in seinen Email-Dienst Gmail zu integrieren. In der Konto-Ansicht finden sich in der linken Leiste die Optionen “Ein Meeting erstellen” oder “Einem Meeting beitreten”. Das Tool war bisher zahlenden Unternehmenskunden und Bildungseinrichtungen vorenthalten. Ab sofort sind auch die Apps für Android und iOS kostenlos nutzbar.

Keine Gefahr durch “Konferenzbombing”

In Sachen Datenschutz verspricht Google seinen Nutzern mehr Sicherheit als etwa bei Zoom, das in den vergangenen Wochen durch Probleme mit sogenanntem “Zoombombing” für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Dritte hatten immer wieder Konferenzen gesprengt, indem sie sich über zufällig ausgewählte Meeting-IDs zuschalteten. Dies soll bei Meet nicht möglich sein. Nutzer benötigen einen Code und müssen sich zusätzlich über ein Log-In mit ihrer Email-Adresse verifizieren. Wer keine Einladung zu einem Meeting erhalten hat, wird zunächst in einen Warteraum geschickt, bis der Host den Teilnehmer akzeptiert.

Unter den führenden Videodiensten ist Zoom nach wie vor der beliebteste: Wie das US-Unternehmen berichtet, stieg die Zahl der täglichen Nutzer Ende April auf 200 Millionen an. Microsoft verzeichnet mit Teams 75 Millionen tägliche Nutzer, auf Googles Videotool greifen nach eigenen Angaben jeden Tag rund 100 Millionen Nutzer zu.

RND/mkr

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