WHO: Corona-Apps allein reichen nicht als Warnsystem

  • In Deutschland sollen Corona-Warn-Apps auf dem Markt kommen, die Menschen warnen sollen, wenn sie Infizierten zu nahe gekommen sind.
  • Die Apps alleine reichen laut WHO aber nicht aus.
  • Kontakte von Infizierten müssten weiterhin von Menschen überprüft werden.
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Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zu hohe Erwartungen an die Corona-Warn-Apps gedämpft. Auch beim Einsatz solcher Hilfsmittel seien weiterhin Menschen nötig, die nachverfolgen, mit wem Infizierte in letzter Zeit Kontakt hatten, um sie zu warnen und in Quarantäne zu bringen, sagte WHO-Expertin Maria van Kerkhove am Mittwoch in Genf. “Solche Apps können nicht die Menschen ersetzen, die Kontakte überprüfen”, sagte sie.

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Corona-Warn-Apps sollen freiwillig sein

Eine solche App für das Handy soll in Deutschland und vielen anderen Ländern zum Einsatz kommen. Solche Apps erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Sie können dann Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass in ihrer Umgebung eine infizierte Person war.

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Die Nutzer könnten dann in Quarantäne gehen. Experten nehmen an, dass etwa 60 Prozent der Bevölkerung die App auf ihrem Handy nutzen müssen, damit der Schutz vor Infektionen funktioniert. In Deutschland und den meisten anderen Ländern soll die Teilnahme freiwillig sein oder ist sie bereits.

RND/dpa

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