Darum machen Wetter-Apps unterschiedliche Vorhersagen

Sonnencreme oder Regenjacke? – Wetter-Apps sollen bei der Planung helfen, sind aber oft ungenau.

Sonnencreme oder Regenjacke? – Wetter-Apps sollen bei der Planung helfen, sind aber oft ungenau.

Hannover. Auf fast jedem Smartphone findet sich eine Wetter-App, nach der sich Nutzer richten. Doch wer die Wetterprognosen vergleicht, stellt fest: Oft unterscheiden sich die Ergebnisse. Welcher Wetter-App Nutzer trauen können und ob sich kostenpflichtige Anwendungen lohnen, wissen die Experten.

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Warum liefern Wetter-Apps so unterschiedliche Ergebnisse?

Oft unterscheiden sich die Vorhersagen verschiedener Wetter-Apps, obwohl es um dieselbe Region geht. Der Grund: Für die Datenbasis gibt es verschiedene Computermodelle, die Daten der unteren Atmosphäre analysieren und mithilfe physikalischer Gleichungen weiterentwickeln. Hierbei bildet der aktuelle Zustand den Ausgangspunkt. Er wird alle ein bis drei Stunden aktualisiert. "Ein Wetterdienst vertraut auf dieses Wettermodell, ein anderer auf jenes", weiß Diplom-Meteorologe Dominik Jung. "Und Prognosen sind auch immer nur Wahrscheinlichkeiten."

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Vorinstallierte Wetter-Apps auf dem Smartphone oft ungenau

Insbesondere die vorinstallierten Wetter-Apps auf Smartphones sind oft ungenau – denn die Anbieter nutzen vor allem die Daten des kostenfreien amerikanischen Modells, dem Global Forecast System (GFS). Deutschland ist landschaftlich aber viel kleinteiliger als Amerika. Deshalb sind Wetter-Apps, die Daten nach dem europäischen (ECMWF) oder deutschen Wettermodell (ICON) auswerten, genauer in ihren Auflösungen und in der Erfassung regionaler Unterschiede.

Videografik: So entsteht das Wetter

Kalte und warme Luftmassen zirkulieren in der Atmosphäre. Wenn sie zusammentreffen, entstehen verschiedene Wetter-Phänomene.

Drei Wetter-Apps für den Wetterumschwung

Das Technikmagazin Chip hat Wetter-Apps für die Betriebssysteme Android und iOS getestet und empfiehlt drei Applikationen, die helfen, wenn das Wetter mal wieder verrückt spielt. Dazu gehört zum Beispiel die App WarnWetter, die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) entwickelt wurde. Zum einen eigne sich die kostenlose App für herkömmliche Prognosen samt Wetterkarten und umfangreichen Daten aus erster Hand. Zum anderen biete WarnWetter eine Übersicht über mögliche Naturkatastrophen.

Zudem empfiehlt das Magazin die App RegenRadar, die auf Wunsch Push-Benachrichtigungen für Unwetterwarnungen sendet, sowie die App von The Weather Channel, die neben Wetterdaten auch noch Lifestyle-Komponenten wie aktuelle Bedingungen für Läufer zeige. The Weather Channel ist wie das Technikmagazin Chip ein Tochterunternehmen von BurdaForward.

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Für eine genaue Vorhersage: Lohnen sich kostenpflichtige Wetter-Apps?

„Ich habe schon einige Wetter-Apps getestet, kostenfreie und auch kostenpflichtige. Als Diplom-Meteorologe kann ich sagen, dass ich keinen großen Unterschied in der Prognosequalität sehe“, so Jung. Oft legen Hersteller kostenpflichtiger Applikationen aber mehr wert auf die Veranschaulichung und Extras.

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