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Weitere Einigung im App-Store-Streit: Apple kommt Medienanbietern entgegen

  • Apple hat mit seinen neuen Rahmenbedingungen im App Store zuletzt viel Kritik geerntet.
  • Nun kommt der Technik-Riese Medienanbietern mit einer Umgehung der Umsatzbeteiligung für Abonnements entgegen.
  • Die Einigung gilt für digitale Zeitschriften, Zeitungen, Bücher, Audio-, Musik- und Videoinhalte, allerdings nicht für Spiele-Apps.
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Cupertino/Tokio. Im Streit um die finanziellen Rahmenbedingungen im Apple App Store kommt der iPhone-Konzern den Anbietern von Medien-Apps entgegen. Nach einer Einigung von Apple mit der Japan Fair Trade Commission (JFTC) können künftig Unternehmen wie Netflix, Amazon und Spotify, aber auch Medienverlage und E-Book-Anbieter in der App ihren Kunden einen Link zur Erstellung eines kostenpflichtigen Kontos anbieten, um damit die Umsatzbeteiligung von Apple an Käufen innerhalb einer App zu umgehen.

Bereits das zweite Zugeständnis innerhalb einer Woche

Es ist das zweite Zugeständnis von Apple an Regulierungsbehörden und App-Entwickler in einer Woche. Am vergangenen Freitag hatte Apple in einem Vergleich kleineren Entwicklern die Möglichkeit eingeräumt, den App-Nutzern gezielt Informationen über Abo-Abschlüsse außerhalb des App Stores zu senden. Das darf jedoch nicht innerhalb der App selbst passieren, sondern muss außerhalb der App laufen - beispielsweise per Mail.

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Apple verlangt von den App-Anbietern eine Umsatzbeteiligung zwischen 15 und 30 Prozent aus sogenannten In-App-Käufen. Bislang versuchte der Konzern zu unterbinden, dass die Entwickler ihre Nutzer auf Zahlungsalternativen lenken. Die Einigung mit der JFTC betrifft nun die „Reader-Apps“. Das sind Anwendungen, mit denen zuvor gekaufte Inhalte oder Abonnements für digitale Zeitschriften, Zeitungen, Bücher, Audio-, Musik- und Videoinhalte konsumiert werden können.

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Spiele-Apps von der Einigung ausgeschlossen

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Die Einigung in Japan wird Anfang 2022 weltweit gültig. Der Kompromiss mit der JFTC bezieht sich ausdrücklich nicht auf Spiele-Apps und wird daher nicht den Dauerstreit mit dem Spiele-Entwickler Epic beilegen. Epic-Chef Tim Sweeney verlangte auf Twitter, Apple sollte sein iPhone-Betriebssystem iOS im Hinblick auf Hardware, Stores, Zahlungswege und Services öffnen und eine Konkurrenz ermöglichen. „Stattdessen führen sie buchstäblich Tag für Tag eine Neuberechnung von Teile-und-Herrsche durch, in der Hoffnung, mit den meisten ihrer Bindungspraktiken davonzukommen.“

Das App-Store-System von Apple steht aktuell unter Beschuss. Die EU-Kommission wirft dem iPhone-Konzern unfairen Wettbewerb im Geschäft mit Musikstreaming-Apps wie Spotify vor. Epic will mit einer Klage in den USA erreichen, dass sie und andere Anbieter eigene App Stores auf dem iPhone an Apple vorbei betreiben können. Apple betont, der App Store sei eine für App-Entwickler lukrative Plattform und schütze gleichzeitig die Nutzer vor Betrugsversuchen.

RND/dpa

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