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Von wegen „Stiftung Warentest“: Wie falsche Test-Portale Geld verdienen

Von wegen „Stiftung Warentest“: Fake-Test-Portale wollen mit dem guten Ruf der Stiftung Geld verdienen. So fallen Sie nicht darauf herein.

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Berlin. Viele Verbraucher verlassen sich auf die Testsiegel der Stiftung Warentest. Das wissen auch Betrüger, die diese Siegel fälschen. Da behauptet dann zum Beispiel ein Protal, ein Kinderwagen entspreche „rundum den Empfehlungen der Stiftung Warentest“ – obwohl der bei der Stiftung tatsächlich durchgefallen ist. Auf diese Weise machten Fake-Test-Portale mit falschen Tests Geld, berichtet die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe (8/2019).

Doch Fälschungen und unberechtigte Nutzung lassen sich enttarnen. Um die Siegel für Verbraucher nachprüfbar zu machen, muss Werbung mit einem Urteil der Stiftung mit einer Lizenznummer (Beispiel: 13AB11) versehen werden. Diese ist den Angaben zufolge am rechten Rand des Testsiegels zu finden und wird vertikal dargestellt.

So erkennen Sie Fake-Tests

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Die Stiftung Warentest gibt darüber hinaus weitere Tipps, wie man unseriöse Tests erkennt. Dazu gehört zum Beispiel, dass die vermeintlichen Tester nur tolle Produkte anpreisen – ihr Ziel ist, dass man sie kaufen soll. Fotos zeigen die Produkte auch nicht in einer Testsituation, sondern sind meistens einfach von einer Händler-Webseite übernommen. Wenn die Testbeschreibung fehlt, sollten Sie ebenfalls stutzig werden: „Weil sie gar nichts testen, können die falschen Testportale ihre Untersuchungen auch nicht beschreiben“, schreibt Stiftung Warentest. Dafür gibt es auf den Seiten deutlich markierte Links zu einem Online-Händler.

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Denn mit den sogenannten Affiliate-Links verdienen die falschen Tester ihr Geld. Klickt ein Nutzer auf den Link und kauft anschließend das Produkt – etwa bei Amazon – dann bekommt der Seitenbetreiber eine Provision, erklärt Stiftung Warentest.

Testsiegel verlieren Lizenz

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Wer bei einem Produkt mit Testsiegel-Werbung Zweifel an deren Wahrhaftigkeit oder Rechtmäßigkeit hat, kann die Lizenznummer einfach auf der Webseite der gemeinnützigen RAL GmbH eingeben, die das Logo-Lizenz-System für die Stiftung abwickelt – und zwar gleich auf der Startseite rechts unter „Logo-Lizenz-Gültigkeitscheck“.

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Es gibt auch Unternehmen, die mit echten Testurteil-Siegeln auch nach Ablauf der Nutzungslizenz einfach weiter werben. In der Regel darf aber nur zweieinhalb Jahre nach Testveröffentlichung mit dem Urteil geworben werden, in Ausnahmefällen dreieinhalb Jahre, erklärt die Stiftung Warentest. Rund 300 Fälle von Siegel-Betrug oder missbräuchlicher Nutzung würden pro Jahr verfolgt.

Von RND/dpa/asu

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