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Verbraucherzentrale warnt: Vorsicht bei der Vergabe von Kundenkennwörtern

  • Kundenkennwörter für Mobilfunkverträge werden oft zu leichtfertig vergeben, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen.
  • Im konkreten Fall geht es darum, dass ein Mann das Kennwort seiner Ex-Partnerin erriet und dann in ihrem Namen einen gekündigten Vertrag verlängerte.
  • Kosten für die Laufzeit von zwei Jahren: 1200 Euro.
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Hannover. Eine Frau aus dem niedersächsischen Stade in der Nähe von Hamburg kündigte ihren Mobilfunkvertrag mit Partnerkarte beim Anbieter Vodafone, nachdem sie sich von ihrem Freund getrennt hatte. Allerdings überließ sie ihm die Partnerkarte bis zum Auslaufen des Vertrages. Als ihr Ex-Partner ihr mitteilt, er habe den Vertrag verlängert, wendet sie sich sofort an Vodafone. So erfährt sie, dass auf ihren Namen ein neuer Vertrag abgeschlossen wurde. Kosten für die Laufzeit von zwei Jahren: 1200 Euro. Obwohl die Kundin sofort reagiert und schriftlich kündigt, gelingt es ihr nicht, den Vertrag zu stornieren.

Mit Kennwort lassen sich sogar Neuverträge abschließen

Denn wer die Mobilfunknummer und das Kundenkennwort kennt, kann telefonisch eine Vertragsverlängerung und sogar einen Neuabschluss veranlassen – auch wenn der Vertrag auf einen anderen Namen läuft. Im vorliegenden Fall hatte der Ex-Partner das Kennwort durch Probieren herausgefunden. Die E-Mail mit der Vertragsbestätigung war im Spam-Ordner gelandet und der Kundin so entgangen.

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„Gemäß der Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist jeder Kunde dafür verantwortlich, sein Kennwort vor unbefugtem Zugriff zu schützen“, sagt Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Im konkreten Fall ist tatsächlich ein wirksamer Vertrag zustande gekommen. Aus Kulanz habe Vodafone in diesem Fall nach Einschalten der Verbraucherzentrale schließlich eingelenkt und den neuen Vertrag storniert. Bis zum Ende des alten Vertrags muss die Kundin nun lediglich den Basispreis für die Partnerkarte zahlen.

Sichere Passwörter wählen

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Deshalb, so die Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale, sollten „Kundenkennwörter bei Telekommunikations-Verträgen sicher gewählt sein und nicht an Dritte weitergegeben werden". Hier zeigt sich ein Problem der Partnerkarten: Ohne Kennwort kann der Partner den eigenen Verbrauch nicht kontrollieren – mit Kennwort erhält er vollen Zugriff auf den Vertrag. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Wird der Hauptvertrag gekündigt, läuft die Partnerkarte oft weiter. „Dass sie ebenfalls gekündigt werden muss, ist vielen nicht bewusst.“ Mitunter ist ein separater Vertrag daher die bessere Wahl. „Auf keinen Fall sollten Kunden jedoch einen Mobilfunkvertrag für einen Freund oder Partner abschließen“, warnt Körber. Denn der Vertragspartner trägt stets das volle Risiko – sowohl finanziell als auch für die eigene Kreditwürdigkeit. Ist kein eigener Vertrag möglich, seien deshalb Prepaid-Tarife die beste Option.

RND