US-Proteste: Messenger Signal kann künftig Gesichter verpixeln

  • Im Zuge der Proteste nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd hat der Messengerdienst Signal eine neue Funktion eingeführt.
  • Mit ihr lassen sich Gesichter auf Fotos unkenntlich machen.
  • In den USA stürmt die App derzeit die Downloadcharts.
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Der Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messengerdienst Signal gilt als besonders sicher. Mit einem weiteren Tool sollen nun insbesondere die Persönlichkeitsrechte der Protestteilnehmer in den USA geschützt werden. Dazu hat die App eine neue Blur-Funktion eingeführt, die Gesichter auf Fotos automatisch unkenntlich macht.

“Eine Sache scheint klar: 2020 ist ein ziemlich gutes Jahr, um sein Gesicht zu verbergen”, schreibt Moxie Marlinspike, der Gründer des Messengers, in einem Blogbeitrag. “Wir unterstützen die Menschen, die auf die Straße gehen, um ihren Stimmen Gehör zu verschaffen. Wir glauben, dass sich in Amerika etwas ändern muss, und auch wenn wir nicht genau wissen wie, unterstützen und trauen wir den Menschen, die sich im ganzen Land selbst organisieren, um es herauszufinden”, heißt es weiter.

Bearbeitung der Bilder erfolgt auf dem Smartphone

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Mit dem Blur-Tool lassen sich Gesichter automatisch erkennen, alternativ kann der Nutzer den sensiblen Bereich mit einer Malfunktion selbst auswählen. Die Bearbeitung erfolgt dabei ausschließlich auf dem eigenen Smartphone. Die Option ist mit der neusten Signal-Version von Android und Google verfügbar. Laut Marlinspike nutzen viele Demonstranten den Messenger, um untereinander zu kommunizieren.

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Tatsächlich gewinnt die App in den USA derzeit an Beliebtheit. Wie das Analyseunternehmen App Annie ermittelte, stieg Signal Anfang Juni erstmals in die Top-10-Downloadcharts im App Store auf. Seit dem 25. Mai wurde der Dienst mehr als 100.000 Mal heruntergeladen. Der Messengerdienst erlebt vor allem in politisch turbulenten Zeiten eine erhöhte Nachfrage, zuletzt war dies bei Donald Trumps Inauguration der Fall.

RND/mkr

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