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  • Umweltschutz durch Digitalisierung: Laut Forsa-Umfrage sehen Bürger Vorteile dank Homeoffice und Carsharing

Corona-Studie: Digitalisierung birgt Chancen für den Umweltschutz

  • Homeoffice, wenig Verkehr und keine Flugreisen: Die Auswirkungen der Corona-Krise sind bundesweit zu spüren.
  • Laut einer aktuellen Studie erkennen nun viele Bürger auch das Potential der Digitalisierung für den Umweltschutz.
  • Doch Online-Shopping und mehr Elektromüll belasten die Umwelt zusätzlich.
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Osnabrück. Die Corona-Pandemie hat einer Studie zufolge die Sichtweise der Bundesbürger auf die Chancen der Digitalisierung für die Umwelt verändert. Fast die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) sah demnach Ende April in der Digitalisierung großes Potenzial für den Umweltschutz. Im März, also vor den Kontaktbeschränkungen, waren es nur 37 Prozent, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück mitteilte. Sie hatte die beiden repräsentativen Forsa-Umfragen in Auftrag gegeben. Lediglich für neun Prozent der Befragten überwogen im April die Gefahren. 39 Prozent nannten gleichermaßen Vorteile wie Nachteile.

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Umweltfreundliche Technologie: Homeoffice und Carsharing

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Auch für die Gesellschaft insgesamt sehen die Bundesbürger demzufolge vermehrt Chancen in der Digitalisierung. Im April waren es 57 Prozent, im März 49 Prozent. In einer ersten Befragung für den "DBU-Umweltmonitor: Digitalisierung" im Jahr 2018 schätzten das nur 44 Prozent so ein.

Die Deutschen seien der Ansicht, dass vor allem durch umweltfreundliche Technologien Energie eingespart werden könne, hieß es. Sie erwarten laut Umfrage zudem positive Umweltauswirkungen durch ein geringeres Verkehrsaufkommen, neue Dienste wie Carsharing, die Arbeit im Homeoffice und Videokonferenzen.

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Bewusstsein für Zusammenhänge entwickelt sich

2018 hätten noch 42 Prozent der Befragten angegeben, dass sie sich noch überhaupt nicht mit den Folgen des digitalen Wandels für die Umwelt beschäftigt hätten, hieß es. Jetzt seien es nur noch 31 Prozent. "Das zeigt, dass die Menschen anfangen, Digitalisierung und Umweltschutz gemeinsam zu denken", sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. "Das ist wichtig, denn in dieser Entwicklung steckt viel Potenzial für die Umwelt." Sie berge allerdings auch Risiken, schränkte er ein.

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Viele Bürger befürchteten auch negative Entwicklungen, etwa durch zunehmenden Elektromüll oder höheren Materialverbrauch für die Herstellung elektrischer Geräte, hieß es. Der sich ausweitende Lieferverkehr aufgrund von Online-Käufen verschmutze die Luft. Die verstärkte Nutzung elektronischer Geräte verbrauche auch mehr Energie.

RND/epd

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