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  • Umgang mit Posts von Donald Trump: Facebook und Twitter zeigen späte Einsicht

Facebook, Twitter und ihr Umgang mit Trump: Erste Zeichen später Einsicht

  • Dass Facebook und Twitter gegen Posts des US-Präsidenten vorgehen, mal etwas zögerlicher, mal etwas energischer, das ist nicht neu.
  • Neu ist aber, mit welcher Konsequenz beide Social-Media-Riesen gegen ein Video vorgegangen sind, das Trump auf beiden Kanälen postete.
  • Da wurden gleich der ganze Beitrag gelöscht (Facebook) und das Wahlkampfkonto gesperrt (Twitter) – ein ermutigendes Signal, meint Daniel Killy.
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Hannover. Wer hat es nicht schon selbst erlebt auf Facebook oder Twitter, teilweise sogar im eigenen Bekanntenkreis: Absurde Lügen, Verschwörungsideologien, Beleidigungen und plumper Rassismus sind an der Tagesordnung – und der digitale Normalnutzer fragt sich, wieso so viel ungefilterter Hass einfach nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Jahrelang haben EU und Bundesregierung bei den amerikanischen Social-Media-Giganten einen Kampf gegen Windmühlen geführt, diesen Missbrauch von Meinungsfreiheit endlich zu beenden und zumindest europäischem Recht anzupassen.

Beinahe ebenso lang haben sich Facebook und Twitter dagegen verwahrt – auf das heilige “First Amendment” verwiesen, jenen US-Verfassungszusatz, der die freie Rede buchstäblich über andere Gesetze stellt. Doch nun scheint man endlich begriffen zu haben, welche Rolle die eigenen Plattformen bei der Radikalisierung von Netz und Gesellschaft spielen.

Dass mit Donald Trump auch der mächtigste Mann der Welt mit seinen Lügengespinsten das zu spüren bekommt, ist ein gutes, wenn auch spätes Zeichen der Einsicht.

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