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Die Alternativen im Überblick

Chaos bei Twitter: Mastodon und Co. gehen in Position

Bei Twitter geht es seit der Übernahme durch Tech-Milliardär Elon Musk drunter und drüber. Neue sowie erneuerte Alternativen zu dem Messengerdienst wittern ihre Chance.

Bei Twitter geht es seit der Übernahme durch Tech-Milliardär Elon Musk drunter und drüber. Neue sowie erneuerte Alternativen zu dem Messengerdienst wittern ihre Chance.

New York. Seit der Milliardär Elon Musk Twitter übernommen hat, geht es dort drunter und drüber. Rund die Hälfte der Mitarbeitenden haben ihre Kündigung erhalten, das Verifizierungssystem ist umgekrempelt, Musk bekommt sich mit Nutzern über Postings in die Haare.

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Vor wenigen Tagen schob Musk nun die Warnung an die verbliebenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinterher, dass Twitter möglicherweise nicht überlebe, wenn die Plattform nicht mindestens die Hälfte ihrer Einnahmen aus Abonnements erziele. Führungskräfte kündigen, Teams fallen auseinander. Das Twitter-Drama ist in vollem Gange.

Musk beklagt Geldprobleme bei Twitter und schließt Pleite nicht aus

Laut Medienberichten äußerte sich der neue Chef des Kurznachrichtendienstes entsprechend vor Mitarbeitern. Von Musk selbst gab es zunächst keine Stellungnahme.

So manchen ist das jetzt schon zu viel. Neue – oder erneuerte - Alternativen machen von sich reden, wie Mastodon oder Tumblr. Und, übrigens, wer Twitter den Rücken kehren, aber den Tweet-Verlauf behalten möchte, kann ihn über seine Profileinstellungen herunterladen.

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Mastodon

Das nach einem ausgestorbenen Ur-Rüsseltier benannte Netzwerk hat sich an die Spitze der Optionen jenseits des blauen Twitter-Vogels gesetzt. Statt Tweets gibt es hier Toots, also Getröte statt Gezwitscher.

Mastodon ist dezentral aufgebaut und damit bewusst nicht in Einzelbesitz. Es besteht aus einem Netzwerk von Servern, die jeweils unabhängig voneinander betrieben werden, aber miteinander verbunden werden können. Es gibt keine Werbung, da Mastodon durch Spenden, Zuschüsse und andere Mittel finanziert wird. Der Feed von Mastodon ist chronologisch, im Gegensatz zu Facebook, Instagram, Tiktok oder Twitter, die mit ihren Algorithmen die Nutzungszeit auf der Seite steigern wollen.

Da bei Mastodon jeder Server separat betrieben wird, muss bei der Anmeldung zunächst einer ausgewählt werden, um ein Konto zu erstellen. Sobald man dabei ist, erinnert der Feed an Twitter. Man kann schreiben, und zwar bis zu 500 Zeichen, Fotos und Videos posten und Accounts folgen.

„Wir präsentieren eine Vision von sozialen Medien, die nicht von einem Milliardär gekauft und in Besitz genommen werden können“, heißt es auf der Website von Mastodon. Ziel sei eine krisenfestere globale Plattform, bei der nicht der Gewinn im Vordergrund stehe. Derzeit vermeldet Mastodon mehr als eine Million User. Fast die Hälfte von ihnen hat sich nach Worten von Gründer Eugen Rochko nach Musks Twitter-Übernahme Ende Oktober angemeldet.

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Counter Social

Auch Counter Social betreibt eine werbefreie, chronologische Plattform, die von den Nutzerinnen und Nutzern finanziert wird. Um ausländische Einflussnahme zu verhindern, blockiert Counter Social nach eigenen Angaben den Zugang zu Russland, China, Iran, Nordkorea, Pakistan und Syrien. Der Website zufolge hat der Dienst mehr als 63 Millionen monatliche Nutzer.

Clubhouse

Clubhouse ist eine Audio-App, die vom Nachahmer Twitter Spaces etwas in den Schatten gestellt wurde, die aber jetzt wieder mehr Zuspruch erfahren könnte. Ob Telefonkonferenzen, Podcasts oder Audio-Chats – über Clubhouse ist ein vielfältiger Austausch möglich. Man kann Themen setzen oder ihnen beitreten, von Technik über Profisport bis hin zu Erziehungsfragen oder Special-Interest-Gruppen. Es gibt keine Beiträge, Fotos oder Videos, sondern nur die Profilbilder der Teilnehmer und ihre Stimmen.

Tumblr

Die Blogging-Plattform Tumblr, die schon als so gut wie tot galt, scheint eine Art Wiederauferstehung zu erleben. Die Seite für Texte, Bilder, Videos und Audios stützt sich auf eine treue Anhängerschaft. Der Einstieg bei Tumblr ist einfach. Empfangen wird man mit einem gewissen beruhigenden Retro-Charme.

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T2

Derweil arbeiten andere an einem „besseren Twitter“. So feilt Google-Veteran Gabor Cselle, von 2014 bis 2016 Mitarbeiter bei Twitter, an einem Angebot. Derzeit nennt er es T2, er hat den Domainnamen t2.social dafür gekauft.

„Ich glaube, Twitter hatte schon immer ein Problem damit, herauszufinden, was man tun soll und wie man entscheidet, was man tun soll. Das hatte ich immer irgendwie im Hinterkopf“, sagt Cselle im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP.

„Am Montag habe ich beschlossen, es einfach in Angriff zu nehmen“, erklärt er. Es sei wohl einfacher und effizienter, ein besseres Twitter oder einen öffentlichen Ort aufzubauen, als die problematischen Hinterlassenschaften von Twitter zu beheben, ist Cselle überzeugt.

RND/AP

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