Nach Daten-Leak: Ist mein Account bei Twitch noch sicher?

  • Amazons Videoportal Twitch hat ein riesiges Datenleck zu beklagen.
  • Dabei wurden der Programmiercode und Gehaltslisten der Streamer öffentlich zugänglich gemacht.
  • Nutzerinnen und Nutzern sollten ihr Twitch-Passwort am besten ändern.
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Berlin. Betrifft dieser Leak das Publikum? Eine Frage, die sich die meisten Nutzerinnen und Nutzer der Streaming-Plattform Twitch stellen dürften. Das zu Amazon gehörende Unternehmen hat zwar fürs Erste Entwarnung gegeben: Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass Anmeldedaten von Nutzerkonten preisgegeben wurden. Und vollständige Kreditkartennummern würden ohnehin nicht gespeichert.

Allerdings hat Twitch seine Untersuchungen zu dem Vorfall noch längst nicht abgeschlossen. Und das aus gutem Grund: Sicherheitsexpertinnen und -experten rechnen zum einen damit, dass weitere Daten erbeutet worden sein und veröffentlicht werden könnten.

Die Schwachstellen-Suche beginnt

Zum anderen ist es wahrscheinlich, dass Hackerinnen und Hacker den veröffentlichten Programmiercode genau unter die Lupe nehmen, unter Umständen Sicherheitslücken entdecken und die Plattform darüber gezielt angreifen.

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Deshalb schadet es Nutzerinnen und Nutzern sicher nicht, jetzt ihr Twitch-Passwort zu ändern. Im Gegenteil: Im Zweifel kommen sie so einem weiteren Leak zuvor, der unter Umständen auch Konto-Zugangsdaten umfasst. Um sich effektiv vor möglichen zukünftigen Angriffen zu schützen, sollte man für sein Twitch-Konto zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) aktivieren.

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2FA lässt Angreifer abblitzen

Denn mit 2FA können sich Angreifer selbst dann nicht am Konto anmelden, wenn sie das Passwort erbeutet haben. Ihnen würde schlicht ein zweiter Zugangscode fehlen, der abgefragt wird. Den sehen nur die jeweilige Nutzerin oder der jeweilige Nutzer auf ihrem Smartphone.

Auf Twitch schauen Millionen Menschen zu, wie andere live Games spielen und sich dabei selbst kommentieren. Es gibt inzwischen auch immer mehr Live-Inhalte aus anderen Bereichen von Musik über Talk und bis hin zu Kochen.

RND/dpa

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