Tinder führt Panik-Button ein

  • Die Datingplattform Tinder erhält ab sofort einen Panik-Button.
  • Tinder kooperierte dazu mit der Firma Noonlight, die Nutzer mittels Standortermittlung im Notfall helfen kann, da sie die Polizei verständigt.
  • Zunächst ist das allerdings nur in den USA möglich.
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Hannover. Die Dating-App Tinder soll eigentlich bei der Suche nach der großen Liebe helfen, doch sie kann Nutzer auch in ziemlich unangenehme Situationen bringen. Um die Sicherheit zu erhöhen, führt Tinder deshalb einen Panik-Button ein. Wie CNN berichtet, soll es die Funktion ab Dienstag in der App geben. Der Mutterkonzern von Tinder, Match Group, hat sich dafür mit der Firma Noonlight zusammengetan.

Um den Panik-Button nutzen zu können, müssen Tinder-User zunächst Noonlight auf ihrem Smartphone installieren und der Anwendung erlauben, auf ihren Standort zugreifen zu dürfen. Vor einem Date können Nutzer dann außerdem Informationen mit Noonlight teilen, wo und mit wem sie sich treffen beispielsweise. Laut Tinder sollen die Standortdaten nicht ausgewertet werden, um Werbung zu schalten. Die Profile der User, die Noonlight nutzen, bekommen das Siegel „durch Noonlight geschützt“.

So funktioniert der Panik-Button

Kommt es zu einer Situation, in der man Hilfe benötigt, muss zunächst der Panik-Button gedrückt werden. Dies soll diskret passieren können, der Button sei deshalb auch nicht unter der Tinder-App zu finden, sondern in der Noonlight-Anwendung. Nachdem der Button aktiviert wurde, werden Nutzer aufgefordert, einen Code einzugeben. Wenn das nicht passiert, sendet Noonlight eine Nachricht, wird auf diese Nachricht nicht geantwortet, kommt ein Anruf. Wenn auch dieser Anruf unbestätigt bleibt oder der Notfall bestätigt wird, informiert Noonlight die Polizei.

Funktion zunächst nur in den USA möglich

Der Panik-Button wird zunächst nur in den USA eingeführt. Ob und wann andere Länder den Button erhalten, teilte Tinder nicht mit. Fest steht, dass der Panik-Button für US-Nutzer anderer Dating-Apps, die zu Match gehören, noch dieses Jahr bereitgestellt werden soll. Zu Match gehören auch die App OkCupid und match.com.

Auch eine Funktion zur Fotobestätigung testet Tinder in den USA derzeit. Damit soll festgestellt werden, dass es sich bei den angelegten Profilen um echte Personen handelt. Tinder will Benutzer auffordern, Fotos in bestimmten Posen einzureichen, die dann mithilfe künstlicher Intelligenz mit anderen Fotos des Nutzers verglichen werden. Wer den Dienst nutzt und sich als „echte Person“ herausstellt, soll eine entsprechende Markierung auf dem Profil erhalten.

RND/Alice Mecke




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