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Neue Richtlinien: Videoplattform Tiktok reagiert auf Diskriminierungsvorwürfe

  • Zuletzt stand das soziale Netzwerk Tiktok wegen seiner Moderationsregeln in der Kritik.
  • Nun hat das Unternehmen reagiert und seine Richtlinien überarbeitet.
  • Tiktok möchte damit mehr Transparenz für seine Nutzer schaffen.
Michèle Förster
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Bei Jugendlichen ist das Kurzvideoportal Tiktok beliebt wie nie: 15-sekündige Smartphone-Videos sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Die chinesische Plattform gehörte 2019 zu den erfolgreichsten Apps und konnte im weltweiten Download-Ranking sogar Instagram und Snapchat von den vorderen Plätzen verdrängen. Zuletzt stand Tiktok jedoch vermehrt wegen seiner Moderationsregeln in der Kritik.

Dem Videonetzwerk, das zum chinesischen Unternehmen Byte Dance gehört, wird beispielsweise vorgeworfen, keine politischen Inhalte zu zeigen. Zudem sollen die Betreiber der chinesischen App gezielt die Reichweite von Menschen mit Behinderung, bestimmter sexueller Orientierung und Übergewicht eingeschränkt haben.

Das Unternehmen reagiert auf die Vorwürfe

Die Organisation Ability Watch, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzt, sprach in diesem Zusammenhang von einem „übergriffigen und ausgrenzenden“ Verhalten. Nun reagierte die Plattform auf die Vorwürfe.

Tiktoks neue Gemeinschaftsrichtlinien enthalten nun eine Übersicht von zehn Kategorien, anhand derer Mitarbeiter die Inhalte auf der Plattform prüfen. Dazu zählen beispielsweise Gewalt, Nacktheit, Mobbing oder als gefährlich eingestufte Personen und Organisationen. Jede Kategorie wird detailliert beschrieben, sodass besser nachvollziehbar ist, welche Videoinhalte gegen die Richtlinien verstoßen.

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Nutzer sollen Moderation besser nachvollziehen können

Die Kurzvideo-App beschreibt sich selbst als „integrative Plattform, die auf freier Meinungsäußerung basiert und das Zuhause einer vielfältigen, internationalen Community ist“. Mit den jüngst veröffentlichten neuen Gemeinschaftsrichtlinien möchte das Unternehmen die Moderationsentscheidungen für seine Nutzer verständlicher machen und mehr Transparenz schaffen.

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Tiktok ist das erste soziale Netzwerk aus China, das auch international erfolgreich ist. Weltweit nutzen derzeit mehr als 500 Millionen Menschen die App.

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