TikTok-Anleitung: Wie funktioniert die Video-App?

  • Der Hype um das soziale Netzwerk TikTok hält an.
  • Eine Milliarde Nutzer zählt die chinesische App weltweit, 5,5 Millionen davon in Deutschland.
  • Doch wie funktioniert die populäre Anwendung eigentlich?
|
Anzeige
Anzeige

Sie zählt zu den meistgeladenen Apps und den am schnellsten wachsenden Netzwerken: TikTok ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Bei der Anwendung handelt es sich um ein soziales Netzwerk, ähnlich wie Youtube oder Instagram. Der Schwerpunkt von TikTok liegt auf kurzen Videos, die meist in Eigenregie gefilmt und mit Musik unterlegt sind. Die Akteure der Clips singen, tanzen oder bewegen ihre Lippen zu den Songs. Wie das soziale Netzwerk, die Registrierung und die Nutzung funktionieren, lesen Sie hier.

Entstehung: Aus Musica.ly wird TikTok

Die Anwendung wurde im September 2016 unter dem Namen Douyin gegründet. Gründer und Chef Zhang Yiming legte ebenfalls den Grundstein für das rasant wachsende Technologieunternehmen ByteDance, das im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie im maschinellen Lernen tätig ist. Zunächst war die App vor allem auf dem chinesischen Markt präsent, 2017 weitete TikTok das Geschäft auf andere asiatische Märkte aus. Der große Durchbruch gelang im November 2017 mit der Übernahme der ebenfalls chinesischen App Musica.ly, die bis dahin 200 Millionen registrierte Nutzer hatte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

TikTok-Account anlegen: So funktioniert die Registrierung

Um auf TikTok zugreifen zu können, benötigen Nutzer zunächst die App auf ihrem Smartphone. Über den Desktop ist TikTok zwar auch zu erreichen, aber nicht im vollen Umfang zu nutzen. Im Android Play Store und im iOS App Store steht die Anwendung zum kostenlosen Download bereit.

Nach der erfolgreichen Installation fragt TikTok beim ersten Öffnen der App zunächst die Interessengebiete ab. Dabei können Themen wie “Tiere”, “Essen” oder “Games” ausgewählt werden. Wer dies nicht wünscht, klickt oben rechts auf “Überspringen”. Anschließend folgt ein Tutorial-Video, in dem die Funktionsweise der App erklärt wird.

Die Registrierung erfolgt über den Punkt “Ich”, der sich am rechten unteren Bildschirmrand befindet. Nutzer können sich entweder über ihren bestehenden Google-, Facebook-, Apple- oder Twitter-Account anmelden, oder ein neues Konto mithilfe der E-Mail-Adresse bzw. der Telefonnummer und eines neuen Passwortes anlegen. Als nächstes erfolgt eine Abfrage des Geburtstages, da Nutzer mindestens 13 Jahre alt sein müssen, um TikTok zu nutzen. Unter-18-Jährige benötigen offiziell eine Einwilligung seitens der Eltern, diese wird aber nicht aktiv eingeholt.

Anzeige

Anschließend kann ein Benutzername festgelegt werden. Dieser lässt sich im Nachhinein allerdings noch ändern. Unter dem Punkt “Profil bearbeiten” können Informationen wie Profilbild, Profiltext oder der Name angepasst werden. Hier ist auch zu sehen, wie viele Follower ein Nutzer hat, wie vielen Accounts er selbst folgt und wie viele Likes er gesammelt hat.

TikTok Home und Entdecken

Die Startseite von TikTok ist der Menüpunkt “Home” am rechten unteren Bildschirmrand. Mit einem Klick auf das Haussymbol landet man direkt im Feed und kann sich die Videos der Reihe nach anschauen. Der Feed ist unterteilt in die Sektionen “Folge ich”, in der die Clips der Accounts angezeigt werden, denen man folgt, sowie “Für mich” mit Videos zu verschiedenen Interessen.

Wer zum nächsten Clip gelangen will, wischt nach oben. Um zum vorherigen Video zu gelangen, reicht ein Wisch nach unten. Am rechten Bildschirmrand können Videos gelikt, kommentiert oder geteilt werden. Zudem ist der Account des Erstellers sichtbar, dem man mit einem Klick auf das Profilbild folgen kann. Unter den Hashtags findet sich der Song, mit dem das Video unterlegt ist. Mit einem Klick auf den Track lässt sich die Musik “zu den Favoriten hinzufügen” und kann später für eigene Videos verwendet werden.

Unter “Entdecken” und dem Lupensymbol lassen sich ebenfalls beliebte TikToks finden. In einem Slider zeigt TikTok verschiedene Trends zu Themen wie Gaming, Musik und Challenges an. Darunter folgt eine Liste angesagter Hashtags mit viel gelikten Videos. Hier lassen sich vor allem am Anfang potenzielle Profile zum Folgen finden.

TikTok erstellen

Wer selbst ein TikTok erstellen will, klickt auf das Plussymbol in der Mitte der unteren Leiste. Für ein Video benötigt die App Zugriff auf Mikrofon und Kamera. Zunächst sollte festgelegt werden, wie lange ein Video dauert: 15 oder 60 Sekunden. Es können auch bereits bestehende Videos hochgeladen werden. Am rechten Bildschirmrand finden sich verschiedene Funktionen zum Bearbeiten. Unter anderem können Nutzer die Geschwindigkeit ändern, einen Timer einstellen oder einen Filter über das Gefilmte legen. Auch lassen sich hier mehrere Dutzend Effekte in die Videos einbauen.

Anzeige

Einen Song fügt man über den Punkt “Sounds” hinzu. Dabei kann man den Titel entweder direkt über die Suchleiste eingeben oder etwa Playlists wie die Top 40 Charts nach passenden Tracks durchstöbern. Ein Klick auf den roten Button in der Mitte startet und unterbricht die Aufnahme – die App beendet die Aufnahme nach Ablauf der gewählten Videodauer automatisch. Im Anschluss lässt sich ein Video weiter bearbeiten, etwa mit Text, Stickern, Effekten oder Filtern. Über “Clip anpassen” lässt sich das Video im Nachhinein auch weiter schneiden.

Über den Punkt “Weiter” kann man anschließend ein Cover und die Hashtags hinzufügen. Auch lässt sich auswählen, ob das Video privat oder öffentlich geteilt wird. Mit einem Klick auf “Veröffentlichen” wird der Clip dann hochgeladen.

TikTok und der Jugendschutz

In der Vergangenheit wurde immer wieder Kritik am Daten- und Jugendschutz von TikTok laut. Kinder und Jugendliche können über die App unkompliziert und schnell viele private Informationen teilen. Eine spezielle Funktion soll es Eltern seit Kurzem ermöglichen, die Accounts ihrer Kinder zumindest teilweise zu kontrollieren. In dem “Begleiteten Modus” können Erziehungsberechtigte zum Beispiel die Bildschirmzeit oder die Kontaktmöglichkeiten beschränken.

Um den Modus nutzen zu können, muss die App sowohl auf dem Smartphone der Kinder als auch auf dem der Eltern installiert sein. Der “Begleitete Modus” findet sich in “Privatsphäre und Einstellungen” unter dem Punkt “Digital Wellbeing”. Über einen QR-Code verbinden sich beide Accounts miteinander – die Kinder stimmen somit zu, dass ihre Nutzung von den Eltern verfolgt wird. Zusammen kann entschieden werden, wie viel Zeit die Kinder mit der App verbringen und wer ihnen private Nachrichten senden darf.

Zudem lässt sich der “Eingeschränkte Modus” aktivieren, in dem nach Angaben von TikTok nur altersgerechte Inhalte angezeigt werden. Anschließend können die Einstellungen ohne Zutun der Eltern nicht wieder geändert werden. Welche Inhalte die Kinder genau konsumieren und was in versendeten Nachrichten und Kommentaren steht, können Eltern hingegen nicht einsehen.

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen