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Tesla-Chef Musk: Twitter-Umfrage entscheidet über Aktien­verkauf

Tesla zeigte gerade auf einer Messe in Shanghai sein jüngstes Model Y.

Tesla zeigte gerade auf einer Messe in Shanghai sein jüngstes Model Y.

Tesla-Chef Elon Musk hat auf Twitter seine Anhänger befragt, ob er 10 Prozent seiner Aktien an dem E-Autobauer verkaufen soll. „In letzter Zeit wird viel über nicht realisierte Gewinne als Mittel zur Steuer­vermeidung gesprochen“, schrieb Musk am Samstag­mittag (Ortszeit). „Daher schlage ich vor, 10 Prozent meiner Tesla-Aktien zu verkaufen.“

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Der Tweet enthielt eine Umfrage, die „Ja“ und „Nein“ als Antworten vorgab und auf 24 Stunden angesetzt war. „Ich werde mich an die Ergebnisse dieser Umfrage halten, egal, wie sie ausgeht“, schrieb Musk. Da er weder Bargehalt noch Boni erhalte, sei der Verkauf von Aktien der einzige Weg für ihn, steuerpflichtig zu werden.

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Innerhalb der ersten 13 Stunden gingen bei der Umfrage mehr als 2.700.000 Stimmen ein. Dabei sprachen sich zunächst 56,5 Prozent der Teilnehmer für einen Verkauf aus. Musk hat 62,5 Millionen Twitter-Follower. Der Eigner von Unternehmen wie SpaceX und Neuralink hielt am 30. Juni etwa 170,5 Millionen Tesla-Aktien.

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Nach Berechnungen der Nachrichten­agentur Reuters würde er unter Berücksichtigung des Aktienkurses vom Freitag durch den Verkauf von etwa 10 Prozent davon fast 21 Milliarden Dollar einnehmen. Experten zufolge muss Musk möglicherweise ohnehin eine größere Zahl von Aktien verkaufen, um Steuern auf Optionen zu begleichen, die kommendes Jahr auslaufen.

Kursgewinne von Aktien werden in den USA ihrerseits dann besteuert, wenn die Papiere verkauft werden und damit ein Gewinn realisiert wird. Dies gilt als ein Grund, warum US-Konzerne gerne ihre eigenen Aktien zurückkaufen – und damit den Kurs stützen – statt das Geld als Dividenden auszuzahlen.

Kritiker bemängeln, dass reiche Bürger damit ein Vermögen aufbauen können, ohne dabei Steuern zahlen zu müssen. Im Zuge von geplanten Steuer­reformen von Präsident Joe Biden ist im Gespräch, dies zu ändern.

Diskutiert wird konkret im Kongress eine sogenannte Milliardärs­steuer von 23,8 Prozent auf Gewinne bei Wertpapieren, egal, ob diese durch einen Verkauf realisiert wurden oder nicht. Betroffen wären etwa 700 Steuerzahler in den USA, die ein Vermögen von mehr als einer Milliarde Dollar besitzen oder drei Jahre in Folge 100 Millionen Dollar als Jahres­einkommen aufweisen.

Das so einge­nommene Geld soll dabei helfen, Bidens geplante Sozial- und Klima­reformen zu finanzieren. Musk hat die Überlegungen kritisiert.

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RND/Reuters

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