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Studie: Jugendliche nutzen Online-Games und Social Media weniger als zu Beginn der Pandemie

  • Kinder und Jugendliche haben ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Krise durchschnittlich 15 Prozent weniger Online-Games gespielt.
  • So lautet das Ergebnis einer Studie im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit.
  • Bei den Sozialen Medien reduzierten sich die Online-Zeiten sogar um fast ein Drittel.
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Hamburg. Kinder und Jugendliche haben einer Studie zufolge nach Spitzenwerten im April 2020 ein halbes Jahr später deutlich weniger Online-Games gespielt. So sank die Nutzungszeit im Herbst vergangenen Jahres werktags auf durchschnittlich 115 Minuten – ein Rückgang von 15 Prozent, wie es in einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung der Krankenkasse DAK-Gesundheit und der Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) heißt.

Es habe sich im Verlauf der Corona-Pandemie eine gewisse Entspannung eingestellt, sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm: „Die Kinder und Jugendlichen hatten wieder Alternativen zur Online-Welt, die sie auch nutzten.“ Vor der Pandemie im September 2019 hatten Kinder und Jugendliche wochentags 83 Minuten online gespielt.

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Nutzung von Sozialen Medien geht zurück

Bei den Sozialen Medien reduzierten sich die Online-Zeiten der Studie zufolge sogar um fast ein Drittel. Im November 2020 nutzten die Befragten Soziale Medien durchschnittlich 147 Minuten an einem normalen Wochentag – ein Rückgang um 29 Prozent gegenüber dem April. Im September vor der Pandemie waren es 116 Minuten.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, erklärte nach Angaben der DAK: „Selbst wenn die Kinder und Jugendlichen nach wie vor mehr als vor der Pandemie chatten, surfen und gamen, hat sich der Anstieg der Nutzungsdauer immerhin nicht fortgesetzt.“

Mädchen haben Social-Media-Gebrauch nur minimal reduziert

Bei den Sozialen Medien zeigt sich ein deutlicher Geschlechterunterschied: Während sich Jungen im November 2020 zumindest an den Wochenenden wieder dem Nutzungsniveau vor der Pandemie annäherten, reduzierten Mädchen ihren Social-Media-Gebrauch nur minimal. Auch in den Altersgruppen gibt es Unterschiede: Jungen zwischen 15 und 18 Jahren spielten im Herbst 2020 werktags mit 161 Minuten durchschnittlich eine Stunde länger am Computer als die 11- bis 14-Jährigen (102 Minuten).

Die repräsentative Längsschnittstudie untersucht an rund 1200 Familien die Internetnutzung für Spiele und Soziale Medien bei Kindern und Jugendlichen. Die DAK Gesundheit und das UKE-Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters führt die Befragungen durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa durch. Die Untersuchung soll mit einer vierten Befragung im April 2021 abgeschlossen werden.

RND/epd

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