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Diskurs um Twitter-Verkauf

Social Media: Wer nutzt was – und wie oft?

Facebook, Instagram und Whatsapp sind auf einem Smartphone zu sehen. Die drei Apps sind die beliebtesten sozialen Netzwerke in Deutschland.

44 Milliarden Dollar soll es kosten – dann gehört der Kurznachrichtendienst Twitter schon bald Tesla-Chef Elon Musk. Er selbst twittert fleißig und ist mit seinen 85 Millionen Followern und Followerinnen einer der meistabonnierten Kanäle der Plattform. Hierzulande sieht es mit dem Twittern eher mau aus, die Deutschen nutzen Twitter im Plattformenvergleich nur sehr verhalten.

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Der „Digital 2022 Report“ zeigt jedoch: Immer mehr Menschen gehen in Deutschland online. Demnach ist die Zahl der Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzer in den vergangenen Jahren stark angestiegen und lag 2021 bei etwa 72,6 Millionen. Damit nutzt ein Großteil der Deutschen mindestens ein soziales Netzwerk. Welche werden am meisten genutzt – und von wem? Ein Überblick.

1. Whatsapp

Der Messengerdienst Whatsapp ist mit Abstand auf dem ersten Rang, wie der Report zeigt. Demnach nutzen mehr als acht von zehn der Internetnutzerinnen und -nutzer (83,6 Prozent) im Alter von 16 bis 64 den Dienst mindestens einmal pro Monat. Mit Whatsapp können per App als auch über das Web vor allem Textnachrichten, aber auch Bilder, Videos oder Audios verschickt oder auch Anrufe getätigt werden. Laut dem Dienst selbst wird dieser von mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit genutzt. Seit 2014 gehört Whatsapp zum Meta-Konzern, der damals noch Facebook hieß.

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2. Facebook

Weltweit auf Platz eins, in Deutschland auf Platz zwei: Facebook. Die Plattform wurde bereits 2004 gegründet und ist somit der Senior unter den Netzwerken. Fast drei Milliarden Menschen nutzen die Plattform monatlich zum Chatten, Posten von Texten, Bildern und Videos oder einfach nur zum Scrollen, wie aktuelle, eigene Daten des Meta-Konzerns zeigen. Nach wie vor wird Facebook aber auch hier von mehr als 60 Prozent der deutschen Internetnutzerinnen und -nutzer monatlich verwendet. Wie die ARD-/ZDF-Onlinestudie nahelegt, sind es allerdings vermehrt eher Personen ab einem Alter von 30 Jahren, die Facebook nutzen. Die Facebook-Generation altert also.

Hinweis: Die Zahlen der beiden Umfragen lassen sich jedoch nur bedingt vergleichen, da die Studie von ARD und ZDF auch die Altersgruppe über 70 Jahre mit einbezogen hat, die nur sehr selten soziale Netzwerke verwenden. Dadurch fallen die meisten Durchschnittswerte dort deutlich niedriger aus. Dennoch lassen sich hier die Werte für einzelne Altersgruppen betrachten, um Trends zu erkennen.

3. Instagram

Auf dieser Plattform steht vor allem das Visuelle im Fokus. Hier lassen sich hauptsächlich Bilder oder Videos teilen und mit schönen Filtern versehen. Laut eigenen Angaben hat Instagram weltweit eine Milliarde monatliche Nutzerinnen und Nutzer. In Deutschland ist das soziale Netzwerk von mehr als jedem Zweiten dieser Altersgruppe regelmäßig, also mindestens einmal im Monat, in Gebrauch. Die Studie von ARD und ZDF zeigt, dass Instagram unter den unter 30-Jährigen mit Abstand das beliebteste Netzwerk ist: Etwa 80 Prozent der Befragten gaben an, die Plattform „monatlich oder seltener“ zu nutzen.

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Seit 2012 ist Meta, damals noch Facebook, ebenfalls von Instagram Eigentümer. Über die vergangenen Jahre ist das Netzwerk immer stark mit den digitalen Trends gegangen und hat viele beliebte Features der Konkurrenz übernommen: die Story-Funktion, Livevideos oder die Reels. Letztere sind meist kurze und unterhaltsame Videos – ein Prinzip, das vermutlich von der gerade bei jungen Menschen beliebten Plattform Tiktok inspiriert wurde.

4. Pinterest

Wer nach neuen Ideen zum Backen, Einrichten oder Einkleiden sucht, ist meist auf dieser Plattform richtig. Pinterest belegt mit weitem Abstand zu Platz drei den vierten Platz. Etwa jeder Dritte (29,4 Prozent) nutzt die Plattform, auf der sich vor allem bildliche Inspirationen finden lassen. Auch das Netzwerk wird maßgeblich von den 14- bis 29-Jährigen genutzt, wie die Daten von ARD und ZDF nahelegen. Beinahe jeder Zweite loggt sich regelmäßig ein.

5. Tiktok

Noch ist die Videoplattform vor allem nur bei jüngeren Generationen beliebt – aber dort erfährt sie einen rasanten Hype. Jeder Vierte (25,8 Prozent) der 16- bis 64-Jährigen nutzt den Musical.ly-Vorgänger einmal im Monat. Im Plattformenvergleich verbringen Nutzerinnen und Nutzer hier sogar mit Abstand die meiste Zeit: fast 24 Stunden pro Monat – gefolgt von Whatsapp mit gerade mal etwa elf Stunden. Auf Tiktok folgt ein Kurzvideo auf das nächste. Die Clips sind dabei höchstens drei Minuten lang. Von Tanzvideos bis Kochtipps und Comedy ist praktisch für jeden etwas dabei. Die sogenannte „For You Page“, also die Startseite, merkt sich dabei schnell das Nutzverhalten des Users. So werden diesem schnell Inhalte angezeigt, die ihm auch gefallen könnten. Ein möglicher Grund für die ungewöhnlich langen Verweilzeiten in der App.

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Die Daten von ARD und ZDF zeigen gerade auch den Unterschied der Altersgruppen hier: Etwa jeder Dritte (32 Prozent) der unter 30-Jährigen scrollt mindestens wöchentlich durch die App. Während es bei den älteren Generationen gerade mal höchstens 5 Prozent sind.

6. Twitter

Die Plattform, die derzeit in aller Munde und bald vollends in den Händen von Tesla-Chef Elon Musk ist, schafft es bei uns gerade mal auf den sechsten Platz. Etwa 22 Prozent verwenden den Nachrichtendienst monatlich. Auch hier sind es eher die Generationen Y und X, also vor allem die unter 30-Jährigen, die regelmäßig in die App schauen, wie die ARD-/ZDF-Onlinestudie zeigt. Demnach solle der Gebrauch von Twitter zwischen 2020 und 2021 sogar minimal gesunken sein.

Gerade auf Twitter wird Meinungsdiskurs großgeschrieben. Zwar nutzen auch viele die Plattform, um Informationen jeglicher Art zu verbreiten, darunter Medien oder Unternehmen. Doch vor allem werden in den nur 280 Zeichen umfassenden Tweets, wie Beiträge in dem Netzwerk heißen, vor allem gerne eigene Meinungen und Ansichten preisgegeben. Versehen mit einem Hashtag landen die dann oftmals in den sogenannten Trends der Plattform. Wer also wissen möchte, was die Menschen gerade bewegt, braucht nur einen Blick auf Twitter zu werfen.

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