So verhindern Sie, dass Cookies Ihr Weihnachtsgeschenk verraten

  • Mithilfe von Cookies schalten Websitebetreiber Werbung auf Basis der Suchpräferenzen der Nutzer.
  • Diese Anzeigen können alle sehen, die auf dem gleichen Gerät surfen – oder mit dem gleichen WLAN-Netzwerk verbunden sind.
  • Die unangenehme Folge: So erfahren möglicherweise auch der Partner oder die Familie, welches Geschenk sie erwartet.
Ben Kendal
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Hannover. Das nie benutzte Fach im Schrank, die unscheinbare Kiste im Keller oder auch unter der Couch: Wer Weihnachtsgeschenke erfolgreich vor seinen Liebsten verstecken möchte, muss kreativ werden. Doch mit einem guten Versteck ist noch nicht alles getan, denn auch beim Onlineshopping hinterlässt man Spuren, die die Überraschung verderben können.

Websitebetreiber schalten über Cookies Werbung

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Zwar sind sie nicht zu diesem Zweck geschaffen, doch Cookies können das Weihnachtsgeschenk verraten. Denn sie sammeln zu Marketingzwecken Informationen über die Suchpräferenzen von Usern. Gerade zur Weihnachtszeit suchen im Internet viele fleißig nach einem passenden Geschenk – und die gesammelten Daten lassen häufig Werbebanner erscheinen, die mit der Suche zusammenhängen.

Sprich: Wer etwa nach einer Halskette gesucht hat, wird beim Surfen eventuell auch Werbung für Halsketten bekommen. Und diese Anzeigen können auch der Partner oder die Familie zu Gesicht bekommen: Dazu muss derjenige, für den das Geschenk gedacht ist, nur den gleichen PC oder auch das gleiche Tablet oder Handy benutzen. Es reicht sogar schon, wenn man im gleichen WLAN-Netzwerk surft, informiert der Dienstleiter für „Virtual Private Networks“ (VPN) „Nordvpn“. Ein VPN ist ein Programm, das – vereinfacht gesagt – die IP-Adresse versteckt.

Suchverlauf und soziale Netzwerke können Hinweise auf Weihnachtsgeschenke geben

Aber nicht nur Cookies können entscheidende Hinweise über das Geschenk preisgeben. Auch der Suchverlauf kann die Weihnachtspläne verraten. Dazu muss man nicht einmal konkret den Suchverlauf durchforsten: Es reicht, wenn man schon die ersten Buchstaben im Suchfeld eingibt – und diese sich im Link der Website wiederfinden, auf der man nach einem Geschenk gesucht hat.

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Vorsicht ist auch bei der Geschenksuche auf sozialen Netzwerken wie Facebook geboten: Viele Seiten bieten zwar nützliche Geschenkideen, aber wenn der Partner oder auch Familienmitglieder in der Freundesliste sind, könnten sie ungewünschte Informationen über die eigentliche Überraschung erhalten. Daher gilt es, auf keinen Seiten oder Beiträgen „Gefällt mir“ zu klicken, die das Geschenk verraten könnten.

Inkognito-Modus aktivieren und Suchverlauf löschen

Genauso wie man sich bemüht, in den eigenen vier Wänden keine Fußspuren zu hinterlassen, kann man das auch beim Surfen machen. Dazu gibt es einige Tricks, die User nach jeder Sitzung anwenden können. So können Nutzer zum Beispiel den Suchverlauf und auch die gespeicherten Cookies stets löschen. Per „Inkognito-Modus“ kann man zudem verhindern, dass Cookies und der Suchverlauf überhaupt erst gespeichert werden.

Wie Sie den Suchverlauf löschen und den „Inkognito-Modus“ in Microsoft Edge, Google Chrome und Co. aktivieren, können Sie hier nachlesen. Auch ein VPN könnte für die Weihnachtspläne nützlich sein: Hiermit wird die IP-Adresse versteckt, die von Websitebetreibern genutzt wird, um gezielte Werbung zu schalten.

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