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Smarte Lautsprecher im Test: Kein Gerät ist „gut“ – schlechter Datenschutz

  • Stiftung Warentest hat zwölf smarte Lautsprecher getestet.
  • Dabei schneidet kein Produkt mit „gut“ ab. Testsieger aufgrund seines Klangs wird der Sonos One für 229 Euro.
  • Auf dem letzten Platz landet der mit einem Bildschirm ausgestattete Archos Hello 7.
David Sander
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Bei werdenden Eltern verliert der Vorname Alexa immer mehr an Beliebtheit – wohingegen er bei Technikfans seit 2014 vermehrt unüberhörbar durch die Wohnungen schallt. So lange hat Amazon die Sprachassistentin Alexa bereits auf dem Markt, seitdem folgten weitere Assistenten wie Google Assistant oder Telekom Magenta. Doch wie gut sind smarte Lautsprecher mit den eingebauten Sprachassistenten wirklich? Stiftung Warentest hat zwölf Geräte – mit und ohne Bildschirm – getestet: neun schneiden mit „befriedigend“ ab, drei Produkte erlangen nur ein „ausreichend“ als Testurteil – kein Lautsprecher erhält die Note „gut“ oder „sehr gut“.

Smarte Lautsprecher: Stiftung Warentest bemängelt Datenschutz

In der Novemberausgabe von „Test“ kürt Stiftung Warentest den Sonos One (Gen. 2) mit der Note 2,8 („befriedigend“) zum Testsieger; der Archos Hello 7 (mit Bildschirm) landet auf dem letzten Platz (4,5, „ausreichend“). Sieben der zwölf getesteten Lautsprecher verwenden den Sprachassistenten Amazon Alexa, ebenfalls sieben nutzen Google Assistant, einer kommt mit Telekom Magenta. Für die Bewertung haben die Tester unter anderem den Klang, den Sprachassistenten, die Handhabung sowie die Vielseitigkeit verglichen. Dass kein Lautsprecher ein gutes Qualitätsurteil erhält, liegt laut Stiftung Warentest vor allem an Mängeln im Datenschutz und an verbraucherunfreundlichen Nutzungsbedingungen.

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Satter Klang: Der teure Sonos One überzeugt

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Auch wenn kein Gerät im Gesamturteil die Note „gut“ erreicht, erhält der Sonos One (Gen. 2) diese Note (1,6) zumindest in der Kategorie Ton (welche immerhin 40 Prozent der Gesamtnote ausmacht). Stiftung Warentest attestiert dem intelligenten Lautsprecher ohne Bildschirm die mit Abstand beste Klangqualität. Zudem funktioniert die Spracherkennung sowie -ausgabe und -funktion mit Amazon Alexa und Google Assistant gleichermaßen gut. Im Test mit Alexa vergeben die Experten die Note 1,5 („sehr gut“) in punkto Vielseitigkeit – Google Assistant erhält ein 2,0 („gut“).

Der lebendige und frische Klang kostet: Mit seinen 229 Euro ist der Sonos One das teuerste Gerät im Testfeld. Abstriche müssen Nutzer in Sachen Basisschutz persönlicher Daten machen, hier kann sich der Sonos One mit der Note 4,0 („ausreichend“) nicht sonderlich positiv von seinen smarten Mitstreitern abheben.

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Telekom Magenta: Deutscher Sprachassistent muss noch viel lernen

79 Euro – damit zählt der Smart Speaker von Telekom zu den günstigsten Testkandidaten. Dabei spannend: Telekom hat sei gut einem Jahr ihre eigene Sprachassistentin Telekom Magenta im Einsatz, die auf „Hallo Magenta“ reagiert – so zumindest der Plan. Im Praxistest kann sie jedoch wenig überzeugen: Stiftung Warentest vergibt die Note 3,6 („ausreichend“) in der Kategorie Sprachassistent. Das liegt vor allem an der roboterhaften und abgehackt klingenden Stimme, außerdem antwortet Magenta auf manche Fragen einfach gar nicht, für andere braucht sie wiederum viel zu lange, meinen die Tester. Musikstreamingdienste würden sich zudem nur sehr eingeschränkt steuern lassen.

Wer mag, kann aber auch auf Alexa zurückgreifen, sie wird vom Telekom Smart Speaker ebenfalls unterstützt – mit Alexa läuft die Sprachsteuerung gut, findet Stiftung Warentest. Ein Klangwunder ist das Gerät zwar nicht, mit der Test-Note 3,0 („befriedigend“) liefert es jedoch noch passablem Sound. Herausstechen kann der Smart Speaker beim Basisschutz persönlicher Daten: Bei Nutzung der Sprachassistentin Telekom Magenta erhält er die Note 3,3 („befriedigend“) – kein anderer Testlautsprecher kommt über ein ausreichendes Urteil hinaus. Deshalb das allgemeine Qualitätsurteil mit Telekom Magenta: „befriedigend“ (3,2) und mit Amazon Alexa: „befriedigend“ (3,5).

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Schlusslicht: Der Archos Hello 7 hat zu viele Macken

Immer beliebter werden smarte Lautsprecher mit Bildschirm – im Testfeld sind vier von zwölf mit einem ausgestattet. Dazu gehört auch der Hello 7 von Archos für 100 Euro. Insgesamt belegt das tabletähnliche Gerät mit der Note 4,5 („ausreichend“) den letzten Platz. Diesen „verdient“ sich der Hello 7 durch diverse Macken – so antwortet er oft verzögert oder gar nicht, meinen die Tester. Zudem ist der Ton lediglich mäßig (Note: 3,5), eine Klangentfaltung durch das an ein Tablet angelehnte Design ist nicht möglich – außerdem kippt das Gerät dadurch relativ leicht um.

Modelle mit Bildschirm sind zwar praktisch, aber im Klang oft eher mau, meint Stiftung Warentest.

Hinzu kommen laut Stiftung Warentest Aspekte wie mangelhafte Anleitungen, keine vorinstallierte Anruffunktion und nur ausreichender Datenschutz. Immerhin: Der Kandidat ist der einzige mit einem Akku – welcher jedoch nur eine kurze Laufzeit aufweist. Wer mehr wert auf die Bild- als auf die Tonqualität legt, wird beim Archos nicht enttäuscht – fürs Display gibt es von den Testern die Note 2,5 („gut“).

Alle Testurteile samt Bewertungserklärung der Produkte sind kostenpflichtig online auf test.de einsehbar.

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