Sex-Bots: Vorsicht bei Gruppeneinladungen auf Instagram

  • Sie heißen Courtney, Marissa, Jill oder Jennifer – und versprechen freizügige Fotos und Videos.
  • Die Gruppeneinladungen der Fakeprofile nerven derzeit viele Instagram-Nutzer.
  • So melden Sie die Fakeprofile.
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Fake-Gruppen. Die Masche von Courtney und Co. ist immer gleich: Auf dem Profilbild ist eine meist eher leicht bekleidete, junge Frau zu sehen, die den Nutzer zu einer Gruppe namens „meine Fotos und Videos“ hinzufügen möchte. Das implizite Versprechen: Hier gibt es Zugang zu – pornografischen – Fotos.

Dass es sich dabei nicht um echte Instagram-Nutzerinnen handelt, liegt nahe. Denn die Usernamen sind immer nach dem gleichen Schema aufgebaut: Auf Vor- und Nachnamen folgen eine ganze Reihe Zahlen. Die vermeintliche „Courtney“ heißt etwa courtneyosmith_178132019, „Marissa“ nennt sich marissa_wells_752209. Das spreche dafür, dass es sich dabei um einen Sex-Bot handelt, erklärt der Experte Harald Longhi gegenüber „Vol.at“. Außerdem sollte man immer stutzig werden, wenn ein Profil weder Follower noch Beiträge hat.

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Mit Texten wie „Hallo. Finde mich auf der Seite, ich bin jetzt online!“ sollen Nutzer außerdem dazu animiert werden, auf einen Link zu klicken. Das sollte man aber unterlassen: Solche Links könnten, so Longhi, etwa dazu genutzt werden, um E-Mail-Adresse und andere Daten zu sammeln und dann zum Beispiel zu verkaufen.

Instagram sperrt Millionen falscher Konten – pro Tag

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Ob es derzeit ein vermehrtes Problem mit Spameinladungen in Gruppen gibt – dazu äußert sich Instagram nicht. Doch grundsätzlich ist das Thema „Spam“ natürlich ein Thema für die Plattform. „Wir möchten nicht, dass Menschen Spam auf der Plattform verbreiten. Dafür sperren wir Accounts und entfernen Inhalte, die gegen unsere Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen“, sagte ein Sprecher gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Nach eigenen Informationen entfernt die Fotoplattform jeden Tag Millionen gefälschter Konten bereits bei der Registrierung.

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Was können Nutzer tun? „Jeder Nutzer kann selbst Profile, Fotos, Videos, Kommentare oder Direktnachrichten in der App an uns melden“, teilt Instagram mit. Ein geschultes Team würde diese dann überprüfen und Inhalte sowie Accounts, die Spam verbreiten, entfernen.

So meldet man Missbrauch und Spam bei Instagram

Wer kein eigenes Instagram-Konto hat, kann Missbrauch oder auch Spam über ein Formular melden.

Nutzer der Plattform können dies auch direkt in der App tun. Um einen Beitrag zu melden, klickt man auf das Punktemenü eines Beitrags und dann auf Melden. Dort kann man dann einen Beitrag unter anderem als „Spam“ melden. Um dagegen ein Profil zu melden, geht man auf das Punktemenü der Profilseite und wählt dort auch „Melden“ aus. Hier lassen sich auch Profile blockieren.