Schadsoftware im Homeoffice: Hacker manipulieren Zoom-Downloads

  • In Zeiten von Homeoffice haben Hacker neue Methoden entwickelt, um sich Zugriff auf fremde Geräte zu verschaffen.
  • Vor allem Phishingmails behandeln dabei Themen rund um das Coronavirus.
  • Aber auch das viel genutzte Videotool Zoom machen sich Kriminelle zunutze.
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Helsinki. Cyberkriminelle wollen aus dem Trend zum Homeoffice in der Coronakrise und dem Boom der Videokonferenzen Kapital schlagen. Das geht aus dem Report “Attack Landscape” hervor, der am Donnerstag vom finnischen Sicherheitsexperten F-Secure veröffentlicht wurde. “Angreifer haben schnell reagiert und versuchen, durch Phishing und Spam mit dem Aufhänger Covid-19 in anfällige Systeme einzudringen”, erklärte das Unternehmen in Helsinki.

Webseiten mit gefälschten Zoom-Downloads

Die Experten von F-Secure hätten in den vergangenen Monaten einen schnell aufsteigenden Trend im Bereich der manuell installierten Malware festgestellt, also bei den Schadprogrammen, die vor allem durch den Nutzer selbst auf den Rechner geladen werden. Das Wachstum dieser Methode könnte darauf zurückzuführen sein, dass Tausende Webadressen registriert wurden, die beispielsweise gefälschte “Zoom”-Downloads anbieten. “Sie spekulieren darauf, dass Büroangestellte, die nun im Homeoffice arbeiten, Software für Videokonferenzen installieren wollen.”

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Der Angreifer erhalte durch die Schadsoftware den Zugriff auf den Rechner des Opfers und installiere dann so genannte Ransomware, um Daten zu verschlüsseln und mit Erpressungen finanziellen Profit daraus zu schlagen. “Die ersten Tage des Covid-19-Ausbruchs haben viele Menschen verwirrt und beunruhigt, und die Angreifer haben versucht, diese Ängste auszunutzen”, sagte Calvin Gan, ein Manager der taktischen Verteidigungseinheit von F-Secure.

RND/dpa

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