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Safer Internet Day: So schützen Sie sich vor Hackerangriffen

Es ist gar nicht so schwer, sich wirksam vor Schadsoftware und Co. zu schützen.

Es ist gar nicht so schwer, sich wirksam vor Schadsoftware und Co. zu schützen.

Berlin. Wie schützt man eigentlich private Daten in einer digitalen Welt? Grundsätzlich kann jedes System geknackt werden. Kürzlich ist im Internet ein enormer Datensatz mit geklauten Log-in-Informationen aufgetaucht. Darin enthalten seien knapp 773 Millionen verschiedene E-Mail-Adressen und über 21 Millionen im Klartext lesbare unterschiedliche Passwörter.

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Der moderne Nutzer kann jedoch Vorkehrungen treffen, um nicht Opfer von Cyberkriminalität zu werden. Mit einfachen Mitteln kann die eigene digitale Angriffsfläche drastisch verkleinern werden.

Würmer, Trojaner, WannaCry und Man-in-the-Middle-Attacke: Was wie Vokabular aus einem Kriegsfilm klingt, sind handfeste Gefahren, die jeden Tag bei der Arbeit am PC oder beim Surfen mit dem Smartphone lauern. Wer im Netz unterwegs ist, sollte diese Sicherheitstipps beherzigen.

Diese Passwörter helfen gegen Hackerangriffe

Die deutschen Klassiker „123456“ und „passwort“ sind absolut unsicher, trotzdem werden sie am häufigsten verwendet. Für die Sicherheit eines Passwortes gibt es vor allem zwei Kriterien. Zum einen gilt: Je länger, desto sicherer. Zum anderen sollten keine identen Passwörter verwendet werden. Denn: Ist das Passwort einmal geknackt, hat der Hacker leichtes Spiel.

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Firewall und Virenschutz gegen Datenklau

„Eine Firewall ist wie ein Türsteher“, sagt Michael Littger, Geschäftsführer beim Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN). Sie achte darauf, dass keine unerwünschten Gäste ins System kommen. Ist doch einmal Schadsoftware durchgeschlüpft, hilft ein Virenscanner beim Aufspüren. Beim Betriebssystem Windows ist seit Windows Vista eine Firewall eingebaut. Ansonsten kann man sich eine geeignete Software herunterladen – am besten auch für das Smartphone. Denn die mobilen Geräte werden immer häufiger Ziele von Angriffen, vor allem, wenn sie mit Android laufen. Man sollte Firewall- und Virenscanner-Apps aber nur aus den offiziellen App-Stores herunterladen.

Hackerangriff: So erkennen Sie Betrugsversuche

"Es ist immer noch so, dass die meisten Schadsoftwareinfektionen über Mails passieren", sagt Matthias Gärtner, Pressesprecher beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Sie sind versteckt im Anhang oder werden beim Klicken auf einen Link geladen.

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Außerdem versuchen Hacker, über Links auf gefälschte Seiten und Fake-Shops Passwörter oder Kreditkartendaten abzugreifen. Beim Phishing lesen sie bei der Passwort-Eingabe mit und haben Zugriff auf das Bank- oder Shopkonto. Littger rät, die Mail-Adresse genau zu überprüfen und im Zweifel keinesfalls auf Links zu klicken oder Anhänge zu öffnen.

Hackerangriff: So schützen Sie sich

Daten mit Vorsicht behandeln

Vorsicht beim Surfen über öffentliches WLAN im Café oder bei der Bahn: Mit frei zugänglicher Spionage-Software können sich hier andere Nutzer in die Verbindung einwählen und Daten mitlesen. Im öffentlichen WLAN sollte man daher möglichst keine sensiblen Daten wie Kontoinformationen übertragen oder eine VPN-Software benutzen, die das Surfen durch einen sicheren Tunnel ermöglicht.

Updates

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Angreifer benötigen Schwachstellen im System, um Schadsoftware einzuschleusen. Der wirksamste Schutz sind regelmäßige Updates des Betriebssystems auf PC und Smartphone sowie der Apps und Programme, am besten automatisch. Denn teilweise ist sogar auf offiziellen Nachrichtenseiten oder Online-Shops Schadsoftware versteckt. Sind alle Anwendungen auf dem aktuellsten Stand, verringert das das Risiko, sich beim Surfen etwas einzufangen.

Backups und Datensicherung

Wer sich dennoch etwas eingefangen hat, muss nicht verzweifeln – vorausgesetzt, man hat Dokumente, Bilder und Kontakte regelmäßig gesichert. Sowohl für PC als auch Smartphone gibt es dafür Software, man kann die Daten aber auch auf eine externe Festplatte oder ein anderes Speichermedium kopieren. „Aus praktischen Gründen macht es für viele Sinn, beim Smartphone die Daten in der Cloud zu speichern“, sagt Kathrin Körber von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Bei Android geschieht das über das Google-Konto. Wer ein iPhone hat, kann die iCloud oder iTunes nutzen.

Von RND/dpa

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