Reels: Machen die Instagram-Videos Tiktok Konkurrenz?

  • In kurzen Videos widmen sich Nutzerinnen und Nutzer Lifestylethemen, Tanz und Gesang spielen eine Rolle, Trends entstehen.
  • Auf den ersten Blick ähneln sich Tiktok und Instagram Reels – trotzdem sprechen die Plattformen unterschiedliche Zielgruppen an.
  • In unserer Buzzword-Kolumne gehen wir den Unterschieden der Plattformen auf den Grund.
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Hannover. Ich bin 24 Jahre alt, Teil der Generation Y. Ein sogenannter Digital Native. Ich gehöre also einer Altersklasse an, die weiß, wie es ist, ein Smartphone nicht ausschließlich mit dem Zeigefinger zu bedienen, und gerne sechs Stunden am Tag „netflixt“. Und doch setzt auch bei mir allmählich das Unverständnis für manchen Trend ein.

Ganz vorne dabei: Tiktok, ein „Portal für die Lippensynchronisation von Musikvideos und anderen Clips, das Funktionen eines sozialen Netzwerks anbietet“. Bis zu 60 Sekunden am Stück erfreuen sich Nutzer an dieser Art von Unterhaltung, dann folgt die nächste Aufnahme eines Fremden. Im Fokus stehen oft Musik und Tanz, es handelt sich um eine „künstlerische Plattform“.

Bei der Zielgruppe kommt das jedenfalls gut an: Die globalen Nutzerzahlen von Tiktok liegen bei 800 Millionen monatlich aktiven Usern – darunter mehr als 100 Millionen aus Europa. Kein Wunder, dass auch Instagram nachgelegt hat: Seit August bietet der Onlinedienst in mehr als 50 Ländern sogenannte Reels an.

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Was unterscheidet Instagram Reels von Videos bei Tiktok?

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Reels verfolgen ein ähnliches Prinzip wie Aufnahmen bei Tiktok, sind jedoch nur 15 Sekunden lang. Mit dabei: Töne, Effekte und Kreativtools. Außerdem geht es hier privater zu: Zwar spuckt der Algorithmus ab und an „inspirierende“ Inhalte aus, doch der Fokus liegt auf den abonnierten Menschen. Für Influencer bedeutet das eine geringere Reichweite. Die Unterschiede sind also fein. Das führt nicht selten dazu, dass Sequenzen aus der einen Plattform auf der anderen repostet werden. Es existiert nun also ein kleines Tiktok bei Instagram.

Und ich musste feststellen: Mir sagt das Prinzip zu. Das liegt womöglich an den Inhalten, die mir Reels liefern. Immerhin kennt Instagram mich mindestens so gut wie ich Instagram. Andererseits unterscheiden sich die Zielgruppen: Obwohl das Mindestalter bei beiden Plattformen bei 13 Jahren liegt, ist der Anteil der Nutzer unter 23 Jahren bei Tiktok höher. Das wiederum hängt wohl mit dem Release zusammen: Instagram erblickte 2010 das Licht der digitalen Welt, Tiktok erst 2016. Es ist wohl der kleinste Generationenkonflikt dieser Zeit.

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Was bewegt die Netzgemeinde? Unsere Buzzword-Kolumne gibt Antworten.

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