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Passwortmanager im Test: Gute Noten für externe Dienste, Browserversionen können nicht gänzlich überzeugen

  • Sichere Passwörter sind unerlässlich, um die eigenen Daten zuverlässig zu schützen.
  • Passwortmanager erzeugen sichere Passwörter und speichern sie auf allen genutzten Geräten.
  • Das Magazin „Chip“ hat die prominentesten Produkte getestet. Welche Passwortmanager besonders gut im Test abgeschnitten haben, lesen Sie hier.
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Die sichersten Passwörter sind möglichst lang, komplex und willkürlich gewählt. Idealerweise erstellt man für jeden Account, den man einrichtet, ein eigenes Passwort. Sich diese allerdings allesamt zu merken oder per Hand zu notieren, kann zur echten Herausforderung werden. Um dieses Problem zu beheben, gibt es Passwortmanager, die sich um die Erstellung und die Speicherung der verschiedenen Passwörter kümmern. Die erstellten Passwörter können dann auf alle Geräte, die denselben Account nutzen, übertragen werden, damit sie nicht jedes Mal neu eingegeben werden müssen. Experten des Magazins „Chip“ haben die prominentesten Passwortmanager verglichen – mit dabei waren auch die in Browser integrierten Passwortmanager von Chrome, Firefox und Edge.

Sehr wichtig war den Testern die Kompatibilität zwischen Computer (Windows/Mac) und Smartphone (Android/iOS) – die Passwortmanager mussten auf beiden Geräten funktionieren, um in das Testfeld zu gelangen. Bei Passwortmanagern gibt es zwei verschiedene Arten: Dienste und lokale Lösungen. Bei Diensten erstellt man ein Konto an und meldet sich auf den Geräten an, auf denen man den Manager nutzen möchte. Die Daten werden dann über die Server automatisch ausgetauscht.

Testsieger: 1Password

1Password hat den Test mit der Bestnote von 1,3 abgeschlossen. Der Dienst erhielt in allen Kategorien die Note „sehr gut“ und schaffte es, sich knapp vor den Zweitplatzierten Dienst LastPass Premium zu schieben. Obwohl 1Password in der Kategorie „Sicherheit“ nicht so gut abgeschnitten hat wie der zweitplatzierte Dienst, da es im Standardtarif keine Sharing-Möglichkeit gibt, punktete 1Password in den Punkten „Verschlüsselung“ und „Sicherheits-Check“. Für das Feature des Passwort-Sharing braucht es den teureren Familientarif. Allerdings zeichnete sich der Passwortmanager durch eine sehr einfache Bedienung und eine starke Ausstattung aus, weshalb 1Password zum Testsieger gekürt wurde. Der Standardtarif liegt bei 2,50 Euro pro Monat, also 30 Euro jährlich. Der Familientarif, der noch einmal mehr Funktionen bietet, kostet monatlich etwa 4,30 Euro.

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Den zweiten Platz belegte der Testsieger des letzten Jahres: LastPass Premium. Mit einer Endnote von 1,4 liegt LastPass Premium nur knapp hinter dem Testsieger. In der Kategorie „Sicherheit“ macht diesem Dienst jedoch kein anderer etwas vor. Mit der Note 1,0 gibt es hier wirklich nichts zu beanstanden. Alle Features, die in diese Kategorie fallen, sind exzellent ausgearbeitet. Allerdings lässt LastPass Premium in der Kategorie „Bedienung“ etwas zu wünschen übrig. Außerdem fehlen in der Kategorie „Ausstattung“ wichtige Features wie die Synchronisation durch eine Cloud oder Heimserver, was auch hier zu leichtem Punktverlust führt. Dafür ist eine Suchfunktion, die Auswahl von Favoriten und eine zentrale Geräteverwaltung vorhanden. Diese Kombination ergibt in der Ausstattung die Note „gut“. LastPass Premium kostet monatlich etwa 2,90 Euro, im Jahr kommt man auf einen Preis von etwa 35 Euro. Der Familientarif kostet im Monat knapp 3,90 Euro.

Ein Passwort sollte möglichst lang und komplex sein, damit Ihre Daten geschützt sind.
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Preisempfehlung für Platz drei

Besonders preiswert ist der drittplatzierte Passwortmanager mit nur 8,50 Euro pro Jahr: Bitwarden Premium. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis findet man in diesem Bereich kaum, denn mit einer Gesamtnote von 1,6 ist auch dieser Dienst nicht weit hinter den ersten beiden Plätzen geblieben. In der „Sicherheit“ erhielt Bitwarden Premium nur eine Wertung von 2,1, da hier wichtige Features wie ein sicheres Masterpasswort und das Passwort-Sharing vernachlässigt wurden. Das gleicht der Dienst allerdings in den Bereichen „Bedienung“ und der „Ausstattung“ aus, in denen nur Kleinigkeiten zu beanstanden sind. Den Manager gibt es auch als kostenlose Version, alle Funktionen erhält man jedoch nur in der Premiumversion. Auch der Familientarif ist im Vergleich zu den Mitbewerben günstig, dieser kostet etwa 3 Euro pro Monat.

Den vierten Platz belegt der Passwortmanager von Avira, welcher vor allem in der Kategorie „Bedienung“ Punkte sammelte, mit einer Gesamtwertung von 1,8. Knapp dahinter reiht sich der fünftplatzierte Manager Dashlane ein, der in der Ausstattung zu wünschen übrig lässt. Das hat vor allem damit zu tun, dass Dashlane in der Mitte des Jahres auf Browser-Erweiterungen umgestellt hat, diese jedoch noch viele Features vermissen lassen.

Kostenlose Empfehlung: KeePassXC

Falls Sie zum ersten Mal einen Passwortmanager verwenden wollen, ist KeePassXC eine sehr gute kostenlose Alternative. Der einzige gravierende Nachteil zu den kostenpflichtigen Diensten stellt sich darin dar, dass Sie die Datenbanken mit den Passwörtern selbst auf die Geräte transferieren müssen. Allerdings bietet „Chip“ eine Anleitung an, in der genaustens erklärt wird, wie Sie den kostenlosen Passwortmanager einrichten.

Im Test kommt KeePassXC auf eine Gesamtnote von 2,2, was nur knapp hinter dem fünftplatzierten kostenpflichtigen Passwortmanager Dashlane liegt. Die „Sicherheit“ dieses Managers wird sogar besser bewertet als die von Bitwarden Premium, Avira und Dashlane. Die „Bedienung“ und „Ausstattung“ lässt im Vergleich zu den kostenpflichtigen Diensten zwar ein wenig zu wünschen übrig, dafür bekommt man aber einen grundsoliden Passwortmanager, ohne auch nur einen Cent bezahlen zu müssen.

Die integrierten Passwortmanager der Browser Chrome, Firefox und Edge wurden auch getestet – mit ernüchterndem Ergebnis. © Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Manager der Browser schneiden nicht gut ab

Die Passwortmanager der Browser Chrome, Firefox und Edge belegen die hinteren Plätze im Test. Sie schnitten in allen Kategorien schlechter ab als die externen Dienste. Hinzu kommt, dass Nutzende immer auf den gewählten Browser angewiesen sind.

RND/mkr

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